22.02

Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerinnen! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Sie alle kennen Loriot, den deutschen Humoristen, und angeblich stammt ein Zitat von ihm wie folgt – mir gefällt es sehr gut, weil es nicht nur zur Forschung passt, sondern mir auch in Pandemiezeiten oft in Erinnerung kam –: In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Schwachköpfe suchen nach Schuldigen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)

Vieles ist uns in Pandemiezeiten ganz gut gelungen. Auch in der Forschungs- und Technologiepolitik wurden neue Akzente gesetzt, und Forschung hat bei uns in Österreich glücklicherweise einen hohen Stellenwert.

Was hat sich in der Covid-Forschung 2020 getan? – Es hat zu einer beispiellosen Forschungsmobilisierung geführt, auch länderübergreifend. Die fünf größten Fördergeber in Österreich haben 114 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 80 Millionen Euro gefördert. Projekte betrafen die Themen Diagnostik, Desinfektion, Impfstoffe, Schutzmaßnahmen. Es waren viele spannende Sachen dabei, zum Beispiel Abwasseranalysen aus Kläranlagen; man kann schauen, was für eine räumliche Verteilung das Virus hat, wie die Pandemie zeitlich verläuft.

Aber auch das Hauptaugenmerk bei der Begleitforschung beim Bundesministerium wurde auf „Corona und Schulen“ gerichtet. Es waren spannende Themen dabei, unter dem Motto „Mit Expertise gegen die Krise“. Zum Beispiel hat Dr. Bergthaler zu „Auf der Jagd nach Corona-Mutanten“ geforscht, ein spannendes Thema war: „So zeigt sich Einsamkeit im Gehirn“, oder ein anderes Thema: „Was Familien in Zeiten des Lockdowns brauchen“.

Das Bundesministerium für Bildung hat weitere Themen unterstützt, zum Beispiel die „Gurgel-Studie“ mit Mundrachenspülung, bei der über 14 000 Schüler und über 1 200 Lehrer begleitet wurden. Es wurde eine Simulationsstudie mitfinanziert, um zu sehen, ob die Maßnahmen zur Reduktion beigetragen haben. Es wurde auch eine wissenschaftliche Begleitung zum Nasenbohrertest durchgeführt, weiters wurden auch Pädagoginnen und Pädagogen begleitet, an einer Befragung zum Distanceschooling teilzunehmen.

Sie sehen, Österreich braucht sich bei der Coronaforschung nicht zu verstecken, und Forschung hat in dieser Bundesregierung einen hohen Stellenwert. Innovationen geben der Zukunft eine Zukunft. Forschung ist aber selten Zufall, sondern meist harte und schweißtreibende Arbeit, nicht nur an so heißen, tropischen Tagen wie heute. Und auch für die Forschung gilt: Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)

22.05

Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wünscht die Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist ebenfalls nicht der Fall.

Wie vereinbart verlegen wir die Abstimmungen an den Schluss der Verhandlungen über die Vorlagen des Ausschusses für Forschung, Innovation und Digitalisierung.