Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll178. Sitzung, 178. Sitzung des Nationalrats vom 12. Oktober 2022 / Seite 264

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Das ist eine gescheite Geschichte, damit wir schauen können, dass dieser E‑Impfpass entsprechend befüllt wird, damit dieser bisher gehandhabte gelbe Impfpass eines Tages wirklich der Vergangenheit angehören wird. Dafür braucht es Stellen, die das eintragen, die das nachtragen können. Aus diesem Grund finden wir es gut und eigentlich grundgescheit, dass wir das, was wir in unserem Land als Gesundheitsdienstleister haben, mitnutzen. Das sind die Apotheken, das können eben aber auch Hebammen sein. Die sollen das nachtragen können, die sollen das validieren können. Das ermöglichen wir.

Das andere, was wir heute ermöglichen, ist eine längere Zugriffszeit auf die E‑Medikation. Wir ermöglichen den Apotheken nicht, dass sie sozusagen drinnen herumfuhrwerken können, wie es ihnen gerade Spaß macht – weil das jetzt gerade ein bisschen der Eindruck gewesen ist, der bei der Kontrarede meines Vorredners entstanden ist –, sondern wir ermöglichen ihnen das, was notwendig ist, von dem viele Apothekerinnen und Apotheker in diesem Land gesagt haben: Bitte, ermöglicht es uns, dass wir da länger zugreifen können, dass wir länger in die E-Medikation Einschau halten und dementsprechend agieren können! – Das ist aus unserer Sicht eine gescheite Geschichte. Damit rücken die Apotheken jetzt einen Schritt – vielleicht nicht einen großen Schritt, aber doch einen Schritt – weiter in die Mitte unseres Gesundheitswesens, weg davon, wie sie manche ganz gerne einmal despektierlich sehen: als Packerlschupfer und als ausführende Organe von Ärztinnen und Ärzten. Sie werden mit dieser Maß­nahme sozusagen noch mehr ein Teil unseres Gesundheitswesens.

Ich möchte aber meine Rede auch nutzen, um dazu beizutragen, dass wir uns alle miteinander darüber im Klaren sind, was uns heuer im Herbst und im Winter erwarten wird. Es wird heuer sicherlich ein durchaus herausfordernder Herbst, ein herausfordernder Winter werden, nicht nur wegen der Energiekrise, die uns ja alle miteinander fordert, sondern auch – ich habe es erst in meiner Rede vorhin gesagt –, weil die Pandemie nicht vorbei ist. Wir wissen nicht, was uns da noch erwartet. Auf der anderen Seite haben wir natürlich noch die Influenza vor der Haustür. Ich würde Sie alle zusammen – hier im Haus, hier auf der Galerie, aber natürlich auch zu Hause – darum bitten: Nutzen Sie die Impfangebote, die


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