Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 83. Sitzung / Seite 175

Home Seite 1 Vorherige Seite Nächste Seite

Parnigoni, und sie ist von ihm in das Besprechungszimmer gedrängt worden. Es ist ihr dann die Tasche nachgetragen worden, und Frau Kollegin Wurm ist in das Besprechungszimmer gegangen und wollte Frau Kollegin Hagenhofer herausholen, nachdem sie offensichtlich gehört hat, daß im Plenum bereits Rufe nach Hagenhofer und Parnigoni erschallt sind. (Beifall bei den Freiheitlichen.)

20.28

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Eine weitere tatsächliche Berichtigung hat Herr Abgeordneter Dr. Pumberger begehrt.  Bitte, Herr Abgeordneter. Redezeit: 2 Minuten.

20.28

Abgeordneter Dr. Alois Pumberger (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann Kostelka hat behauptet, daß bei der Abstimmung über die 0,8-Promille-Grenze keine Gewaltanwendung gegenüber der Abgeordneten Hagenhofer stattgefunden hätte.

Ich berichtige tatsächlich: Ich habe gemeinsam mit einigen ÖVP-Abgeordneten, deren Namen in der heutigen Ausgabe der "Oberösterreichischen Nachrichten" nachlesbar sind, beobachtet, daß, nachdem die Frau Abgeordnete Hagenhofer nach dem Namensaufruf "Hagenhofer" etwa bis zum Buchstaben W, bis gegen Ende des Alphabetes, nicht zur Stimmabgabe heruntergekommen war, Herr Abgeordneter Parnigoni mit schnellen Schritten zu ihrem Platz hinaufging.

Ich demonstriere jetzt an der Frau Abgeordneten Partik-Pablé, wie er es genau gemacht hat. (Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.  Unruhe im Saal.  Abg. Dr. Partik-Pablé kommt nach vorne und nimmt auf einem der in der Nähe befindlichen Drehstühle vor dem Rednerpult Platz.  Abg. Dr. Pumberger tritt von hinten an sie heran.) Er ist an seine Kollegin herange-
treten ...

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Herr Abgeordneter! Entschuldigen Sie, es ist hier nicht der Ort von Demonstrationen dieser Art! Haben Sie noch etwas zu berichtigen? (Abg. Dr. Pumberger faßt Abg. Dr. Partik-Pablé von oben an den Schultern und zieht sie, da sie versucht, sitzen zu bleiben, hauptsächlich an der Schulterpartie ihrer Kostümjacke in die Höhe, bis sie steht.  Beifall bei den Freiheitlichen.  Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.  Unruhe im Saal.)

Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Pumberger! Entschuldigen Sie, jetzt ist die Grenze erreicht! Ich habe nicht die Absicht, das Parlament zu einem Schauplatz machen zu lassen! Herr Abgeordneter! Entweder haben Sie noch etwas zu berichtigen oder die Berichtigung ist zu Ende. (Abg. Dr. Partik-Pablé begibt sich wieder auf ihren Platz.)

Abgeordneter Dr. Alois Pumberger (fortsetzend): Er hat sie, wie ich soeben demonstriert habe, an den Schultern hochgezogen, an der Hand genommen und mit sanftem Druck hier herunter in Richtung Abstimmungsurne gedrängt. Das war aus ärztlicher Sicht keine physische Gewaltanwendung im eigentlichen Sinn, sondern auf jeden Fall eine psychische Gewaltanwendung, die ich auch als Arzt mit großem Widerwillen beobachtet habe. Ich verurteile das ganz vehement! (Beifall bei den Freiheitlichen.)

20.30

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Eine tatsächliche Berichtigung wird von Herrn Abgeordneten Mag. Trattner begehrt.  Bitte, Herr Abgeordneter, ich erteile Ihnen das Wort.

20.30

Abgeordneter Mag. Gilbert Trattner (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Kostelka! Ich kann Sie verstehen.

Präsident Dr. Heinrich Neisser (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter! Sie sollen berichtigen. Bitte sagen Sie, welchen Vorfall Sie berichtigen wollen!

Abgeordneter Mag. Gilbert Trattner (fortsetzend): Ich berichtige Herrn Kollegen Kostelka wie folgt: Herr Kollege Kostelka hat behauptet, es habe nichts gegeben. (Abg. Dr. Mertel: Was gegeben?)


Home Seite 1 Vorherige Seite Nächste Seite