Bundesrat Stenographisches Protokoll 683. Sitzung / Seite 108

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tätig sind, die große Probleme haben, mit dem fertig zu werden, was Hass in Monaten aufgebaut hat, die teilweise mit großen Ängsten leben, auf Minen aufzufahren und ihre geliebte Heimat Österreich nicht mehr zu sehen. Aber sie haben sich der Herausforderung gestellt, und als Politiker dieser Republik bin ich stolz darauf, dass unsere Soldaten das immer wieder machen.

Wir konnten auch bei unserem letzten Besuch in den Vereinigten Staaten feststellen, dass wir ein hohes Ansehen in den verschiedensten Bereichen der Politik haben und dass unser humaner Einsatz auch entsprechend gewürdigt wird.

Zum Schluss darf ich der Ordnung halber noch festhalten, dass uns natürlich die beiden Besuche, die wir begrüßen durften, nämlich die Delegation des Staatsrates des Oman und die Delegation, angeführt vom tschechischen Senatspräsidenten, ebenfalls die Möglichkeit gegeben haben, uns auf der einen Seite als guter Nachbar darzustellen und auf der anderen Seite den Damen und Herren im Oman zu zeigen, dass wir ein sicheres Land in Europa sind.

Ich darf nun zum Schluss kommen und Kollegin Uta Barbara Pühringer, die mit 1. Jänner die Funktion des Präsidenten übernimmt, viel Erfolg in dieser Funktion wünschen. Ich bin überzeugt davon, liebe Barbara, du siehst es so, wie es alle meine Amtsvorgänger gesehen haben und wie es auch ich in diesem halben Jahr gesehen habe: Der Erfolg des Präsidenten des Bundesrates ist der Erfolg der Institution Bundesrat. Daher wünsche ich dir, vielleicht auch in einem sehr egoistischen Sinn, viel Erfolg in deiner Funktion.

Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wenn einige von uns vielleicht in den nächsten Tagen beim Besuch der Christmette das Weihnachtsevangelium hören, wenn einige von uns durch die Berieselung der Medien dem auch nicht "auskommen", dann fällt mir bei dieser Gelegenheit immer wieder ein, dass wir in den letzten Jahrhunderten, in den letzten Jahrtausenden sehr viel vorangebracht haben. Mich stimmt es aber immer wieder nachdenklich, wenn ich dieses Weihnachtsevangelium höre und mich darauf besinne, dass die Heilige Familie als Ausländer unterwegs war, dass die Heilige Familie als Flüchtlinge unterwegs war und dass es selbst zu dieser Zeit schon Menschen gegeben hat, die gemeint haben, jeder, der anders ausschaut, jeder, der eine andere Sprache spricht, und jeder, den wir nicht lange genug kennen, ist uns suspekt, und daher wurde sie abgewiesen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bitte Sie, darüber nachzudenken in dieser Weihnachtszeit, die sehr weit weg ist von dem, wie sie einmal genannt wurde, nämlich die stillste Zeit des Jahres. Aber vielleicht finden Sie Minuten  ich gönne Ihnen, ich gönne aber auch mir Stunden  der Stille, des Nachdenkens, in denen wir uns dessen besinnen, welche Aufgaben als Politiker und damit als Gestalter unserer Gesellschaft im nächsten Jahr und in den nächsten Jahren vor uns liegen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, ein beschauliches Weihnachtsfest, und ich wünsche uns ein erfolgreiches Jahr 2002.

Die Sitzung ist damit geschlossen . (Allgemeiner Beifall.)

Schluss der Sitzung: 15.43 Uhr

 


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