Bundesrat Stenographisches Protokoll 707. Sitzung / Seite 118

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Die Steigerung der Nächtigungszahlen ist nicht das einzige Verdienst der Touris­muswirtschaft. Natürlich ist jeder Tourismusreferent sehr stolz, wenn er von seiner Region berichten kann, dass die Nächtigungszahlen gestiegen sind, und er glaubt auch tatsächlich, dass er der gute Mitarbeiter ist, der das bewirkt hat. Ich glaube jedoch, dass eine positive Tourismuswirtschaft auf bestimmte Grundvoraussetzungen zurück­zuführen ist, und zwar auf die richtigen Infrastrukturmaßnahmen und auf die Anwen­dung von sehr viel Vernunft in den einzelnen Regionen, wo man sich fragt: Was kann die Region bieten? Wen kann die Region anlocken?

Es hat sich jetzt gezeigt, dass die Stärke der Tourismuswirtschaft nicht nur der Som­mertourismus und der Wintertourismus sind, sondern dass es auch der Städtetou­rismus ist. Der Städtetourismus ist in Österreich auch deshalb so positiv, weil im Städtetourismus ein wichtiger Punkt dazugehört, den man vielleicht allzu oft vergisst, und das ist die Sicherheit, die den Touristen, die sich in unserem Land erholen wollen, geboten wird. Ich glaube, auch das ist ein Beweis dafür, dass diese Bundesregierung die richtigen Maßnahmen gesetzt hat, um auch im Freizeit- und Erholungsbereich unseren Gästen die nötige Sicherheit zu bieten.

Aus dem Tourismusbericht ist ersichtlich, dass eine gewisse Umstellung stattgefunden hat, was das Förderungssystem betrifft, zum Beispiel in Richtung mehr Motivation für einen Gesundheitstourismus, für den Wellnessbereich.

Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Verdienst der Frau Staatssekretärin Ross­mann war, die im Berichtszeitraum des Jahres 2001 mit ihrer Erfahrung dazu beige­tragen hat, zusätzliche Motivation für die Betriebe zu schaffen, wie zum Beispiel in Form der Verleihung von Auszeichnungen für verschiedene Leistungen.

Ich glaube, dass nicht nur der Gesundheitstourismus, sondern auch der Erlebnis-, der Sport- und Eventtourismus große Zukunft haben. Viele Sportler kommen in unser Land, um an den verschiedenen Events und Veranstaltungen teilzunehmen – Kärnten zeigt das vor –, und sie werden von sehr vielen Menschen begleitet, die auch von unserem Land begeistert sind.

Heute ist auch schon sehr viel von Kinderbetreuung gesprochen worden, und da ist zu sagen: Auch im Tourismusbereich ist Kinderbetreuung ein wichtiger Punkt. Da zeigt Österreich, vor allem auch Kärnten, mit seinen führenden Kinderhotels vor, wie man auch mit Kleinkindern den Urlaub erlebnisreich verbringen kann.

Ich glaube, dass, wie mein Vorredner auch schon gesagt hat, in Zukunft das Bündnis von Landwirtschaft und Tourismus noch mehr gefördert werden sollte. Es ist eine Tatsache, dass die österreichischen landwirtschaftlichen Betriebe die meist kontrollier­ten Betriebe in der Europäischen Union sind. Die österreichische Landwirtschaft wird im Jahr 95 000 Mal von der Kontrollstelle Agrarmarkt Austria kontrolliert. Das gibt es in keinem anderen EU-Mitgliedstaat.

Es ist positiv, dass Gesundheit durch Lebensmittelsicherheit und die Förderung der Erzeugung von Bio-Produkten in Österreich an erster Stelle liegt, denn dann ist der Gast auch davon überzeugt, dass auf dem schön gedeckten Tisch auch beste Qualität ist. (Beifall bei den Freiheitlichen.) So kann das Bündnis von Landwirtschaft und länd­lichem Raum zur Erholung sehr viel beitragen.

Ich wage zu behaupten, dass die schönen Bilder, die man heute in den Broschüren der Werbebranche des Tourismusbereichs sieht, nicht Ausfluss der Leistung der Manager und der Fotografen sind. Das ist die Frucht der Arbeit jener Menschen, die unsere Umwelt hegen und pflegen! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Bundesräten der ÖVP.)

15.28

 


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