Nationalrat, XX.GP Stenographisches Protokoll 71. Sitzung / Seite 132

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die damit verbunden sind, sollen wir eindeutig verantwortungsvoll ein Ja zu dieser zusätzlichen Investition sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)

17.39

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Der vorläufig letzte Redner in dieser Debatte ist Herr Abgeordneter Mag. Peter. Bitte.

17.39

Abgeordneter Mag. Helmut Peter (Liberales Forum): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eben sprach Saulus, der zum Paulus wurde. Lieber Herr Höchtl! 1982 erinnerst du dich noch? hat die ÖVP ein Volksbegehren gemacht (Abg. Dr. Höchtl: Ja!) gegen die Regierung Kreisky, daß das "Bruneum" nicht gebaut werden solle. Es wäre ein Übel, auf der anderen Seite der Donau ein Konferenzzentrum zu bauen. Und siehe da nach 15 Jahren hat sich Pepi Höchtl gewandelt und ist für einen Erweiterungsbau. Danke schön! Was für eine gute Entwicklung! (Beifall beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der SPÖ. Abg. Dr. Leiner: Lernfähig sind wir!)

Meine Damen und Herren! Selbstverständlich ist das Konferenzzentrum der Wien AG ein besonders wichtiges. Es hat auch eine besonders tüchtige Geschäftsführung und es hat auch einen besonders tüchtigen Wiener Finanzstadtrat gegeben, der natürlich genauso wie sein Vorgänger, Vizebürgermeister Mayr, geschaut hat, daß dieses Konferenzzentrum gebaut wird, denn Wien ist die einzige Stadt, für die ein Konferenzzentrum vom Bund gebaut wird, für das der Bund alle Kosten und auch alle Abgänge zahlt. Ich muß euch Wienern wirklich gratulieren. Das ist ja ganz phantastisch!

Die Dogana in Innsbruck würde sich freuen, wenn der Bund den Abgang zahlte. Den muß natürlich die Stadt Innsbruck zahlen. Die Abgänge vom Design-Center in Linz muß selbstverständlich die Stadt Linz zahlen. Aber die Abgänge des Konferenzzentrums auf der anderen Seite der Donau zahlt der Bund. Also die Wiener haben offensichtlich einen ganz phantastischen Vertrag ausgehandelt. Daß der Erweiterungsbau von 100 Millionen Schilling jetzt mittlerweile vom neuen Finanzminister bezahlt werden muß und sich die Wiener nur mit 35 Prozent beteiligen, halte ich auch für eine Mezzie.

Dennoch meine ich, dieser Erweiterungsbau ist wirklich dringend notwendig, denn das Konferenzzentrum allein ohne die nötigen Ausstellungshallen kann den Anforderungen moderner Kongreßtechnologie und moderner Kongreßveranstalter nicht mehr genügen. Die modernen Kongresse finanzieren sich eben über ihre Sponsoren, und die Sponsoren brauchen Flächen, auf denen sie ihre Produkte ausstellen können.

Mir wäre es sehr recht, wenn der Bund und das Land Wien einmal in sehr intensive Verhandlungen einträten und das Land Wien dem jetzigen Finanzminister die Frage beantwortete, wieso der Bund der Sponsor des Konferenzzentrums von Wien ist und alle anderen Landesstädte ihre Konferenzzentren selbst bezahlen müssen. Wir stimmen der Sache zu und laden den neuen Finanzminister ein, in der Erfindung von Finanzquellen genauso findig zu sein, wie er es als Stadtrat der Stadt Wien war. Danke. (Beifall beim Liberalen Forum.)

17.42

Präsident Dr. Heinrich Neisser: Herr Abgeordneter Dr. Höchtl hat eine tatsächliche Berichtigung verlangt.

Herr Abgeordneter! Sie haben das Wort. Bitte beginnen Sie mit dem Sachverhalt, den Sie berichtigen wollen.

17.42

Abgeordneter Mag. Dr. Josef Höchtl (ÖVP): Herr Kollege Peter hat die Behauptung aufgestellt, ich hätte mich seit dem Jahre 1982 gewandelt. (Abg. Mag. Peter: Hast du nichts dazugelernt?)


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