Nationalrat, XXI.GP Stenographisches Protokoll 104. Sitzung / Seite 88

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unterstützen. Wir haben das zum Beispiel auch beim Stadion in Salzburg gemacht  mit einem Erfolg für alle Beteiligten, wie ich glaube , wo wir durch eine sehr viel sorgfältigere Planung auch die Kosten minimieren konnten.

Die Bewerbergesellschaft war vor zwei Tagen in meinem Ministerium und hat uns das Konzept für 2010 präsentiert und damit auch den Startschuss für eine Top-Bewerbung gegeben. Ich kann nur alle Beteiligten ersuchen, sich mit dem notwendigen Engagement und mit großer Kompetenz einzubringen, damit wir diese große Chance für Österreich realisieren können.

Auf Basis dieses Konzepts, das uns jetzt vorliegt, werden wir auch die Höhe der Beteiligung des Bundes und der anderen Gebietskörperschaften prüfen und entscheiden. Es geht hier um eine ganze Reihe von Projekten, die nicht nur mein Ressort betreffen, sondern es geht auch um Infrastrukturprojekte, die mit dem Infrastrukturministerium zu besprechen sein werden. Aber auch das Wirtschaftsministerium und andere Ressorts sind hier natürlich in enger Kooperation eingebunden.

Ich gehe davon aus, dass Uneinigkeiten und persönliche Interessen und Streitigkeiten, die es in den letzten Wochen vereinzelt gegeben hat, nun im Hintergrund stehen werden und sich alle Beteiligten auch mit voller Kraft einer optimalen Bewerbung widmen. Eine solche Olympia-Bewerbung ist keine parteipolitische Angelegenheit, sondern eine Angelegenheit für ganz Österreich, und daher müssen wir auch alle gemeinsam an einem Strang ziehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.)

Österreich wird  und das möchte ich in seiner Bedeutung unterstreichen , wenn wir Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2010 sein werden, auch Gastgeber für die Paralympischen Spiele sein. Wir können dabei auch zeigen, welchen Stellenwert der Behindertensport in Österreich einnimmt, und wir haben das auch in den letzten zwei Jahren sehr intensiv unterstrichen: Wir haben Prämien für die Sportler, für die Medaillengewinner von Sydney und Salt Lake City bei den Paralympischen Spielen ausgelobt, in einer Höhe, in der es das in Österreich noch nie gegeben hat, weil ich glaube, dass anerkannt werden muss, dass auch diese Sportler sportliche Höchstleistungen und Spitzenleistungen erbringen. Daher auch die Einbindung in "Top Sport Austria" und erstmals auch die Möglichkeit für Behindertensportler, "Top Sport"-Mittel, Spitzensportförderungsmittel in Anspruch nehmen zu können. Wir haben jetzt gerade eine Rubbellosaktion zugunsten des Behindertensports laufen, die Franz Klammer promotet und die dem Behindertensport auch entsprechende Mittel bringen wird. Wir haben sportwissenschaftliche Betreuung für Behindertensportler durch das IMSB, und ich hoffe auch sehr, dass die BSO ihre Zusage wahr machen wird  und das ist eine Forderung, die wir seit vielen Jahren stellen , den Behindertensportverband nicht nur als Mitglied ohne Mittel, sondern als vollwertiges, gleichberechtigtes Mitglied auch mit finanziellen Zuwendungen der BSO aufzunehmen. Ich hoffe sehr, dass das im heurigen Jahr noch umgesetzt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)

Es ist vorher die finanzielle Ausstattung des Sports angesprochen worden. Ich möchte darauf hinweisen, dass wir natürlich auch in der Vorbereitung dieser Olympischen Spiele die sportliche Vorbereitung in den Mittelpunkt stellen, genauso wie wir auch bei der Fußballeuropameisterschaft mit dem Projekt "Challenge 2008" gemeinsam mit dem ÖFB die sportliche Vorbereitung auf dieses Großereignis entsprechend unterstützen und finanzieren.

Was die Lotto-Toto-Mittel betrifft, so ist es richtig, dass die gesetzliche Grundlage Ende dieses Jahres ausläuft und dass das natürlich in den Verhandlungen mit dem Finanzministerium ein ganz entscheidender Punkt sein wird. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wir hier vielleicht auch neue Wege gehen müssen, denn hätte die BSO vor einigen Jahren dem Angebot des damaligen Bundeskanzlers Klima zugestimmt, der angeboten hat, für die Lotto-Toto-Mittel keine Ober- und Untergrenzen, sondern eben einen Prozentsatz festzulegen, dann hätte der Sport in den letzten drei Jahren um 200 Millionen Schilling mehr aus diesen Mitteln lukrieren können als mit der derzeitigen Regelung.


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