Nationalrat, XXII.GP Stenographisches Protokoll 161. Sitzung / Seite 117

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Also eine wirklich gute Bilanz, die wir hier legen können. Diese wirkt sich auch in einer internationalen Studie aus, was den Wirtschaftsstandort betrifft. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Da sind 60 Regionen – international, nicht nur in Europa – bewertet worden, und unter diesen 60 Regionen, Herr Kollege Eder, ob Sie es wollen oder nicht, ist Österreich von 2005 auf 2006 wieder vom 17. auf den 13. Platz nach vorne gerutscht. Man muss wissen, die USA führen diese Liste an, aber Österreich liegt auf dem 13. Platz sehr gut, vor Großbritannien, Platz 21, vor Deutschland, Platz 26, vor Frank­reich, Platz 28; Bayern zum Beispiel liegt auf Platz 16.

Beachtenswert ist, dass wir in den letzten Jahren einige interessante Länder und Regionen im Ranking dieser 60 Länder, die da bewertet wurden, überholen konnten, nämlich Schweden, jetzt auf Platz 14, Holland, Platz 15, Taiwan, Platz 18, Neuseeland, Platz 22.

Das heißt, Österreichs Werte sind rundum positiv, ob man internationale Statistik-Vergleiche oder interne hernimmt.

Intern wurde auch abgefragt, nämlich die österreichischen Unternehmer. Das ist für mich als Wirtschaftler wichtig, der weiß, dass es der Bevölkerung gut geht, wenn es der Wirtschaft gut geht. Wenn die Menschen Arbeit haben, wenn es Arbeitsplätze gibt, dann ist Wohlstand möglich.

91 Prozent der Unternehmer in Österreich – 91 Prozent, meine Damen und Herren von der Opposition – beurteilen die Standortbedingungen derzeit als sehr positiv. 91 Prozent, das muss man sich erst einmal geben! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)

58 Prozent sagen, dass sie im kommenden Jahr – ein Blick in die Zukunft – zusätzliche Mitarbeiter einstellen werden. 54 Prozent zeigen sich über die konjunkturelle Situation sehr erfreut. Daraus resultierend: 55 Prozent vermelden bessere Geschäfte und wollen zukünftig mehr investieren.

Also wir haben eine gute Ausgangsposition. Man kann zusammengefasst sagen: Österreich hat im internationalen Vergleich ein höheres Wirtschaftswachstum als die EU, Österreich hat eine geringere Arbeitslosenquote als die EU, Österreich hat eine höhere Investitionsquote als der EU-Durchschnitt, und Österreich hat ein geringeres Defizit als der EU-Durchschnitt. Fazit: Österreich geht es gut! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)

Jetzt vielleicht noch ein paar Beispiele für Investitionen. Der Herr Bundeskanzler hat es angekündigt, ob die Infrastrukturinvestitionen so dramatisch werden, wie er es for­muliert hat, weiß ich nicht – dramatisch mehr als früher, das schon, sonst nicht dramatisch, weil sich die Menschen schon daran gewöhnt haben, dass in den wichtigen Infrastrukturausbau mehr investiert wird.

Investitionen in die Straße 2000 bis 2005 ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Das sind nackte Zahlen, die tun manchmal weh, ich weiß schon, Herr Matznetter. Nackte Zahlen tun manchmal weh, weil sie wahr sind.

Investitionen in die Straße 2000 bis 2005: 4,9 Milliarden €; in den nächsten fünf Jahren, bis 2010: 7,35 Milliarden €. Das ist das Dreifache pro Jahr dessen, was vor 2000 investiert wurde. Das tut Ihnen weh, ich weiß es. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)

Übrigens sind die Investitionen schön verteilt: Da ist die zweite Röhre Pfändertunnel in Vorarlberg genauso dabei wie die A 5 Nord Autobahn, die Süd Autobahn und verschiedene andere Maßnahmen in Österreich.

 


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