Nationalrat, XXIV.GPStenographisches Protokoll91. Sitzung / Seite 337

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men mit Ihnen, zusammen mit dem Herrn Bundeskanzler, zusammen mit dem Herrn Finanzminister eine für Oberösterreich entsprechend ordentliche Lösung zustande brin­gen wird. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)

Zwei Punkte habe ich mir aufgeschrieben, Frau Bundesministerin. Es sind nur Kleinig­keiten, aber ich glaube, gerade die Kleinigkeiten stören die Leute, und sie ärgern sich darüber. Meistens ärgert man sich über Kleinigkeiten.

Das eine ist einmal, dass es noch immer keine Lösung gibt bei den Vignetten, wenn ich ein Wechselkennzeichen habe. Ich würde Sie ersuchen, da ehestmöglich eine Lösung zu finden, denn wenn ich zwei Autos habe und ein Wechselkennzeichen, kann ich nur mit einem fahren, ich kann nur einmal die Autobahn benützen. Und die, die vielleicht in einer Stadt wohnen und für die Stadtfahrten ein kleines Auto benützen, haben, glaube ich, auch ein Anrecht darauf, gerecht behandelt zu werden. Das kostet nichts, es wäre nur eine Lösung zu suchen. Das würde ich mir wünschen.

Das Zweite, Frau Bundesministerin: Ich würde Sie ersuchen, auch in der Europäischen Union dafür einzutreten, obwohl der Konsumentenschutz nicht direkt Ihr Ressort ist, dass auch die Fahrgastrechte, vor allem beim Fliegen, erhöht werden, zum Beispiel, wenn jemand ausfällt. Nicht, dass es so ist, wie es heuer einem Kollegen von mir pas­siert ist, der im Rahmen einer Hilfsmaßnahme nach Albanien wollte. Er konnte nicht flie­gen, weil er einen Unfall hatte. Der Flug ist storniert worden, und er hat die Flugkosten nicht zurückbekommen, obwohl er einen Ersatz gehabt hätte. Das war nicht möglich. Das ist in meinen Augen heute, wo die Glühbirnen, wo alles geregelt wird, ein Skandal, dass so etwas noch möglich ist.

Aber ich komme zum Schluss, meine Damen und Herren, ich komme zum Vierzeiler. Gestern haben wir eine ominöse Sitzung gehabt, die, glaube ich, für jene, die geglaubt haben, sie könnten punkten, gründlich in die Hose gegangen ist. Denn wenn man sich heute die Medien angehört/angesehen hat, konnte man feststellen, es ist nicht viel be­richtet worden. Die Menschen, mit denen wir heute gesprochen haben, haben kein Verständnis gehabt für die sechs oder sieben Stunden Abstimmung. (Abg. Mag. Kog­ler: Zur Sache!)

Ich habe einige Telefonate bekommen, auch von zu Hause, wo mich Leute gefragt ha­ben, ob wir noch alle Tassen – nicht wir, sondern manche hier herinnen – im Schrank haben. Es war gestern, glaube ich, der teuerste Kindergarten Österreichs, den wir ge­habt haben (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ), und das letztklas­sige Kasperltheater Österreichs. So möchte ich das bezeichnen. (Abg. Mag. Kogler: Das ist so ein Schrott, was Sie da reden! Sie sind als Abgeordneter untragbar! Sie ha­ben keine Ahnung!) Ja, regen Sie sich nur auf, Herr Kogler. Sie können ja dann noch fünf Stunden reden. (Abg. Mag. Kogler: Sie machen der Regierung nur die Räuberlei­ter! Dafür werden Sie nicht bezahlt!)

Da wäre es mir viel lieber gewesen, wir wären hinausgegangen in den sechs Stunden, wären in ein Asylantenheim gegangen und hätten dort vielleicht Suppen verteilt oder gekocht. Das wäre viel produktiver gewesen als das, was Sie gestern gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Ein unglaublicher Unsinn, was Sie da reden!)

So, jetzt kommt mein Vierzeiler, Herr Kogler, um den Weihnachtsfrieden wieder herzu­stellen. Ich habe für Sie, Herr Kogler, einen Weihnachtswunsch ans Christkind. Hören Sie mir zu, Herr Kogler, es kommt mein Weihnachtswunsch für Sie und Ihre Fraktion ans Christkind:

Ich habe einen Wunsch, nicht den geringsten.

Liebes Christkind, dass du ihn weißt:

 


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