Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll150. Sitzung / Seite 120

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aber gar nicht so weit fahren, denn gerade in Österreich tut sich sehr viel im wissen­schaftlichen Bereich mit dem Ludwig Boltzmann Institut, aber auch im wirtschaftlichen Bereich, denn hier bieten Social-Media-Plattformen vielen Unternehmen die Möglich­keit, ihre Kunden bei der Produktentwicklung, bei der Dienstleistungsentwicklung teilhaben zu lassen, aber auch wir selbst nutzen in der Verwaltung schon solche Sys­teme.

Es zeigt einfach, dass die Einbindung einer breiten Gemeinschaft eine positive Ent­wick­lung anstoßen kann, neue Produkte generieren kann und neue Lösungsansätze bringen kann; also eine breite Gemeinschaft, die vielleicht aus anderen wissen­schaftlichen Disziplinen besteht, aus anderen Wirtschaftsbranchen oder verschiedenen Verwaltungsebenen, aber eben auch aus Bürgern, aus Kunden, aus Konsumenten, die einfach ihre Sichtweisen miteinbringen können.

Wir kennen das ja selbst, wenn wir sagen: Wir holen uns jemanden Dritten hinzu, um wirklich eine neue Sichtweise, eine neue Herangehensweise und vielleicht Antworten, an die wir vorher noch gar nicht gedacht haben, neue Lösungsansätze zu bekommen. Ich glaube, dass dadurch sehr vieles entstanden ist. Das BMVIT hat schon einen ersten Schritt gesetzt und eine eigene Plattform erstellt, die genau diese österreichi­schen Projekte aufzeigt, die in den letzten Wochen und Monaten entstanden sind.

Eines der wichtigen Themen, die ich aus dieser Strategie herausgreifen möchte, ist das Thema Innovationsfreudigkeit. Diese müssen wir schaffen, fördern, aber gleichzeitig auch ein Klima dafür generieren. Wir müssen da sehr früh ansetzen, das besagt auch die Strategie; das heißt, auch im schulischen Bereich. Ich meine dabei aber nicht, dass wir gerade Kinder zur Innovationsfreudigkeit erziehen können, vielmehr bin ich der Meinung, dass sie das ja schon mitbringen – Kinder wollen die Welt entdecken, sie wollen experimentieren, sie wollen einfach etwas Neues kennenlernen. Man muss sie auf diesem Weg begleiten, ihnen ein Werkzeug geben und gleichzeitig die Pädago­ginnen und Pädagogen an der Hand nehmen und sie genauso auf diesen Weg führen. Darüber hinaus sollte natürlich diese Begeisterung dafür, Neues zu entdecken, für ihr späteres Leben bewahrt werden. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, den wir im schulischen Bereich damit einbringen können.

Heute ist der Tag der Erfinder. Dieser Tag hat vielleicht noch nicht denselben Stellenwert wie viele andere Thementage, aber ich glaube, es muss in unserem politischen Interesse sein, jene zu fördern und zu unterstützen, die sich kreativ betätigen, die tüfteln, die experimentieren und sich einbringen, die einfach den Mut haben, eigene Ideen voranzutreiben, Veränderungen voranzutreiben. Deswegen freut es mich, dass heute zum ersten Mal der „Staatspreis Patent“ übergeben wird. Das ist eine Möglichkeit, eine tolle Initiative, um Erfinderinnen und Erfinder vor den Vorhang zu holen.

Gestern wurde im Ministerrat ein großes Maßnahmenpaket beschlossen, das For­schung, Technologie und Start-ups unterstützen soll, nämlich einzelne Maßnahmen, die bereits die Open Innovation Strategie betreffen, die finanzielle Ausstattung von forschungsfördernden Agenturen wie FFG oder FWF und natürlich auch die Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur betreffend im wissenschaftlichen, aber auch im wirtschaftlichen Bereich.

Man sieht, Innovation ist durchaus wichtig. Sie ist auch wichtig für uns als Nation, weil sie Wohlstand sichert. Es ist notwendig, Innovation zu fördern, um im globalen Wett­bewerb vorne mit dabei sein zu können, denn das schafft und sichert Arbeitsplätze, und es verbessert insgesamt auch unsere Lebensverhältnisse.

Ich komme zum Schluss und möchte resümieren, dass diese Strategie insgesamt eine durchaus gute ist und auch eine Vorbildwirkung hat, was die Entstehungsprozesse


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