17.53.21

Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP)|: Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Herr Staats­sekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe politikinteressierte Menschen! Das ist heute mein erster Plenartag zum Thema Budget. Ich habe diese Diskussion heute ver­folgt, habe der Opposition zugehört und ich muss sagen, man könnte meinen, mit die­sem Budget ist Österreich doch glatt dem Untergang geweiht. Ich frage Sie, liebe Kol­leginnen und Kollegen von der Opposition: Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie, dass eine breit gewählte Mehrheit das will? Glauben Sie im Ernst, dass wir es schlecht meinen mit Österreich, mit unserer Heimat und mit den Menschen? Wir sind gewählt worden, weil wir die besseren Ideen und die guten Konzepte haben, und genau das wollen wir mit diesem Budget auch umsetzen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

Österreich ist eine Kulturnation, und ich unterstelle jetzt allen Anwesenden, dass wir diesen Satz gerne unterschreiben. Wenn wir heute dieses Hohe Haus verlassen und über den Heldenplatz marschieren und dort auf Menschen aus aller Welt treffen, die sich an unserer Bundeshauptstadt erfreuen, an den Kulturgütern der Bundeshaupt­stadt, an all dem, was hier geboten wird, dann erfüllt das mich persönlich und viele an­dere, wie ich glaube, auch mit Stolz, mit Freude und auch mit einem guten Teil Patrio­tismus. Drehen wir die Zeit nur ein paar Monate zurück, zum Beispiel zum Neujahrs­konzert: Wenn dieses Ereignis in 90 Länder der Erde übertragen und von 50 Millionen Menschen gesehen wird, die begeistert sind, dann erfüllt auch das uns alle mit Freude und mit Stolz und mit eben diesem guten Stück Patriotismus.

Vieles, nicht alles, aber vieles von dem fußt auf einem angemessenen Kulturbudget, deshalb möchte ich Bundesminister Blümel dafür danken, dass er das Budget nicht nur fortgeschrieben, sondern noch erhöht hat. Das ist eine nachhaltige und gute Basis für die Kulturarbeit in unserem Land.

Kultur findet überall statt, und das haben wir zu gewährleisten. Wir müssen dieses Kul­turbewusstsein ausbauen und stärken, denn Kultur ist eine Frage dessen, wie wir mit­einander umgehen, gerade in diesem Haus. Kultur ist eine Frage des Lebensstils, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Kultur ist eine Frage der Lebensfreude, aber auch der kritischen Auseinandersetzung mit politischen Fragen unserer Zeit, und Kultur ist auch die Frage, wie wir mit unserem kulturellen Erbe umgehen. Das aktuelle Budget fördert diese Ansätze.

Eine bessere Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden – sie wurde be­reits erwähnt – dient der Vernetzung der Kultur in die Regionen. Gerade überregionale Projekte sollen vom Bund noch besonders gefördert werden. Das Programm Kunst in den Regionen ist ein klarer Impuls und ein klares Statement zur Stärkung des ländli­chen Raums. Die gute Nachricht ist: Kulturell bauen wir auf einem hervorragend aufbe­reiteten Fundament auf. Ich danke Kollegen Drozda, der im Ausschuss – das hat mich besonders gefreut – in Richtung Minister Blümel gesagt hat, er werde ihn unterstützen in dem, was er tut. Das hat heute ein bisschen anders geklungen (Abg. Drozda: Wenn er was tut!), aber es hat mich gefreut.

Meine Damen und Herren! Wenn wir weiterhin zu den besten Kulturnationen der Welt gehören wollen, wenn wir an dieser Spitze bleiben wollen, dann dürfen wir nicht nach­lassen. Das betrifft die Hochkultur genauso wie die Stärkung des kulturellen Bildungs­angebotes in den Schulen und das Bekenntnis zum Kulturauftrag unserer Musikschu­len, wie Kollegin Plakolm schon erwähnt hat. Das ist zwar Ländersache, aber hier wird die kulturelle Basis gelegt, hier werden kulturelle Grundsteine gelegt, und diese Grund­lagen müssen wir stärken.

Österreich ist eine Kulturnation – und ja, dieses Budget ist eine gute Grundlage da­für. – Besten Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

17.57

Präsidentin Doris Bures: Zur Untergliederung Kunst und Kultur liegen mir nun keine Wortmeldungen mehr vor. Somit sind die Beratungen zu diesem Themenbereich been­det.