Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll19. Sitzung, 17., 18. und 19. April 2018 / Seite 99

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antrittsalter in der Bundesverwaltung betrifft, kann man mit Fug und Recht sagen, dass man stolz darauf sein kann, denn mit 61,9 Jahren liegt dieses höher als jenes in der Privatwirtschaft und nähert sich auch sukzessive dem gesetzlichen Antrittsalter. (Präsi­dentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)

An diesem Punkt sage ich einen aufrichtigen und herzlichen Dank an alle Bediensteten im öffentlichen Dienst, an alle Beamten, da diese Großartiges leisten und es nicht ver­dienen, immer über einen Kamm geschoren zu werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Viele wären in der Privatwirtschaft gefragt und könnten auch mehr verdienen, als sie teilweise im öffentlichen Dienst verdienen, aber trotzdem arbeiten sie mit Herzblut im öffentlichen Dienst.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Rücklagen im Sportministerium, die in den letzten Jahren entstanden sind und für Budgetierung vorgesehen waren, wurden nicht ausgegeben – wie viel Geld das wirklich ist, evaluieren wir gerade. Da wird von unterschiedlichen Summen gesprochen, wir haben jetzt einmal 78 Millionen Euro ent­deckt, 30 Millionen Euro fehlen. Jetzt werde ich einmal die fehlenden 30 Millionen Euro suchen und klären, warum sich nicht nachvollziehen lässt, dass diese in Richtung Fi­nanzministerium zurückgegangen sind. Ich habe schon fast den Verdacht, dass sie vielleicht woanders hingeflossen sein könnten, anstatt für den Sport Verwendung zu finden, und das wäre nicht schön. Das muss man sich einmal anschauen. (Abg. Ro­senkranz: Da müssen wir den Doskozil fragen!) 78 Millionen Euro an Rücklagen, die budgetiert waren und nicht ausgegeben worden sind, haben wir gefunden, diese sind zurück ans Finanzressort gegangen, ja, aber der Rest nicht. Da frage ich mich, was damit passiert ist. (Ruf bei der SPÖ: Abhöranlagen!) Das ist noch zu evaluieren, und genau das tun wir auch. Im Bereich der Sportsektion ist der Rechnungshof gerade tätig, und da gibt es einiges an Altlasten aufzuarbeiten. Das werden wir auch vor dem Sommer sicherstellen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Sport ist ein wesentlicher Bereich, den ich nicht nur so nebenbei in meinem Ressort miterledigen will, sondern er hat für mich einen ganz, ganz wesentlichen gesellschaftspolitischen Stellenwert. Ich bin der Mei­nung, dass wir eine Sportnation sind. Österreich ist eine Sportnation (Beifall bei FPÖ und ÖVP), aber wir müssen darauf schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren, dass wir vor allen Dingen besser werden und uns nicht auf den Lorbeeren da oder dort ausruhen und dass wir, wenn es um die allgemeine Sportförderung, um die Sportgroß­veranstaltungen, um den Breitensport geht, neue Akzente setzen. Dazu werden wir vor dem Sommer die Sportstrategie Austria entwickeln, um die Ziele zu definieren und um dann klar per Definition bemessen zu können, wie wir erfolgreicher werden.

Ja, die tägliche Sportstunde in den Kindergärten und in der Volksschule ist uns ein ganz wichtiges Anliegen, das haben wir auch im Budget vorgesehen. Genau dort wol­len wir ansetzen, natürlich mit dem Anspruch, dies in Zukunft auch in höheren Schul­stufen umsetzen zu können, in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium. Das ist eine Querschnittsmaterie, wo wir aber natürlich zusätzliche Budgetmittel aus dem Gesundheits- und dem Bildungsbereich benötigen; anders wird es nicht gehen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der größte Budgetposten beim Sport sind die Sportförderungen mit 80 Millionen Euro, die der Bundes-Sport GmbH zukommen. Für die neuen Sporteinrichtungen sind jeweils 6,5 Millionen Euro budgetiert, Stichwort Süd­stadt, Maria Alm, Kitzsteinhorn und andere Bereiche.

Man muss beim Sport natürlich immer eines sehen: Er ist ein unglaublicher Faktor für die Wirtschaft und für den Tourismus. Wir haben ein Volumen im Bereich des Sports, mit dem wir deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen. Die volkswirtschaftlichen Kos­ten durch Inaktivität belaufen sich direkt auf über 2,5 Milliarden Euro, und die Brutto-


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