Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster ist Herr Abgeordneter Unterrainer zu Wort gemeldet. – Bitte.
Abgeordneter Mag. (FH) Maximilian Unterrainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Werte KollegInnen! Werte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmgeräten! Derzeit laufen die Verhandlungen für die nächste gemeinsame Agrarperiode, und dabei geht es um mehr als nur um Agrarwirtschaft. Wesentlich betrifft das auch unsere Bergbauern. Die Bergbauern sind Landwirte und pflegen und erhalten und gestalten unsere Gebirgslandschaften, die auch und vor allen Dingen zu unseren Tourismusregionen zählen. Ohne den unermüdlichen Einsatz dieser Menschen, die aus Überzeugung und oftmals unter wirklich schwierigen Bedingungen in unwegsamem Gelände ihre Arbeit verrichten, wären der Sommer- und der Wintertourismus mit ihren enormen Erfolgen nicht machbar und nicht denkbar. Trotzdem sind die Bergbauern bei den Förderungen wesentlich schlechter gestellt als jene, die flächenmäßig große Landwirtschaften betreiben.
Deshalb ist es so wichtig, dass Landwirtschaftsförderungen richtig und vor allen Dingen gerecht verteilt werden. Genauso wichtig ist es auch, dass Sie, Frau Ministerin, als Tourismusministerin einen Blick darauf haben und Mittel frei machen, um die Leistungen, die diese Bergbauern für den Tourismus erbringen, auch dementsprechend zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Sehr gut!)
Es geht hier um die Menschen, die direkt und indirekt daran beteiligt sind, dass der Freizeit- und Tourismusbereich so gut funktioniert, dass jedes Jahr Millionen von Menschen nach Österreich kommen, um Naturbelassenheit, ein gepflegtes Umfeld und atemberaubende Berglandschaften sowie auch Ruhe genießen zu können. Und es geht vor allem darum, unser Land so zu erhalten, dass es noch für Generationen lebenswert bleibt. In Zukunft muss der Fokus noch stärker darauf gerichtet und in den laufenden Verhandlungen auch dementsprechend berücksichtigt werden.
Ich möchte aber noch einen anderen Punkt kurz ansprechen und vorab eine Frage stellen: Frau Ministerin, ist es in Ihrem Sinne als Landwirtschaftsministerin, dass, um Arbeitskraft zu sparen, Gesundheitsrisiken in Kauf genommen werden? – Frau Ministerin, Sie sind zwar beschäftigt (Bundesministerin Köstinger unterhält sich mit der an der Regierungsbank stehenden Abg. Zadić), aber ich glaube, diese Frage würden Sie auch mit Nein beantworten.
Ich frage nämlich deshalb, da es mir um den Einsatz von Pestiziden geht, den meine Kollegin schon vorher angesprochen hat, speziell nämlich um den Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft.
Nein, Kollege Strasser – da du gerade da bist (Abg. Strasser: Es gibt in einem österreichischen Produkt kein Glyphosat!) –, es geht da nicht um Hexenjagd, wie du es im Ausschuss bezeichnet hast. Es geht ausschließlich darum, den Fokus auf die Tatsache zu lenken, dass da irgendetwas nicht richtig läuft. Es geht darum, dass aufgrund von großflächigem Glyphosateinsatz nachweislich ganze Felder ruiniert werden und die Gesundheit der Menschen bewusst riskiert wird. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Ich habe das auch im Ausschuss gesagt und möchte, um das zu unterstreichen, einen Tiroler Fall anführen. Es ist ein Fall, der bekannt wurde und bei dem der betroffene Bauer die Aufregung darüber, dass er mit Glyphosat ganze Felder großflächig bespritzt hatte, nicht nachvollziehen konnte und dazu meinte – ich zitiere –: „‚So wie es tausendfach in Österreich gemacht wird und auch erlaubt ist.‘ Dadurch müsse nicht umgepflügt werden, was wiederum enorme Energie- und Emissionsersparnis bringe.“ Dieser
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