Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll28. Sitzung, 13. Juni 2018 / Seite 207

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so besiedelt wie Schweden, wo es Tausende Quadratkilometer ohne Bevölkerung gibt. Es ist wirklich ein ernstes Thema.

Erlauben Sie mir, abschließend zu dieser Debatte noch Folgendes anzumerken: Ein bisschen habe ich bei den Rednern der SPÖ, bei den zwei Herren, das Gefühl gehabt, man hat es nicht besser gewusst – ich denke positiv, ich gehe davon aus, es war nicht absichtlich – und hat daher manche Dinge hier falsch dargestellt.

Kollegin Feichtinger möchte ich sagen: Jugendliches Engagement ist positiv und wert­voll, ich habe aber folgende Bitte: Nutzen Sie die Sommermonate im Bezirk Gmunden, egal ob in Vorchdorf, in Roitham, in Ebensee oder in Bad Goisern, um Praxiskennt­nisse in der Landwirtschaft zu erwerben, und dann reden Sie hier wieder mit. Das wäre von Vorteil. – Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)

20.06


Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Ein zweites Mal hat sich Herr Abgeordneter Unterrainer zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Wurm: Schon wieder der Max! Ein Wahnsinn! – Abg. Unterrainer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Du sollst mich in Erinnerung behalten!)


20.06.40

Abgeordneter Mag. (FH) Maximilian Unterrainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Ich möchte von den Großgreiftieren wieder auf das Thema der Pestizide und des Einsatzes von Pestiziden zurückkommen.

In den letzten 20 Jahren hat in der österreichischen Landwirtschaft trotz der Agrarum­weltprogramme, trotz des Screenings, das durchgeführt wurde, und obwohl ein Teil der Direktzahlungen ja Einfluss auf eine umweltgerechte Bewirtschaftung nehmen soll, keine wirklich nachhaltige Entwicklung, sondern eine gefährliche Intensivierung stattge­funden.

Ich möchte anhand der Statistik, die sich aus den diversen Grünen Berichten ergibt, berichten, dass seit Anfang der 1990er-Jahre der Trend bei den in Verkehr gebrachten Wirkstoffmengen mehr oder weniger konstant blieb. Im Durchschnitt der Jahre 1994 bis 1996 wurden 3 529 Tonnen, von 2014 bis 2016 durchschnittlich circa 3 587 Tonnen in Verkehr gebracht – nicht eingerechnet die insektizide Lagerbegasung. Im gleichen Zeitraum nahm aber die Intensität des Einsatzes pro Hektar Ackerfläche von 2,51 Kilo Wirkstoff auf 2,67 Kilo Wirkstoff pro Hektar zu, obwohl immer wieder beteuert wurde, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gezielt und damit effizienter erfolge.

Zudem gab es parallel dazu eine Ausdehnung der biologisch bewirtschafteten Flächen um circa 150 000 Hektar auf in Summe 550 000 Hektar, sodass es eindeutig ist, dass im konventionellen Anbau immer größere Mengen an Pestizidwirkstoffen ausgebracht werden – und dies obwohl seit den 1990er-Jahren in jeder Periode der Gemeinsamen Agrarpolitik Förderungen im Rahmen von Agrarumweltprogrammen stattfinden.

Ich würde einfach sagen: Es mache sich jeder selber ein Bild, ob die Mengen sinken oder steigen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Bißmann.)

20.08

20.08.30


Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.

Wünscht der Herr Berichterstatter ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.

Wir gelangen nun zur Abstimmung über den Gesetzentwurf in 143 der Beilagen.

 


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