Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll36. Sitzung, 5. Juli 2018 / Seite 210

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Datenwissen ist Macht! Damit sind wir handlungsfähig und können viel früher in ge­sundheitliche Probleme oder auch in das gesamte Gesundheitssystem eingreifen, als das früher der Fall war. (Beifall bei der FPÖ.)

19.20


Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeord­nete Schwarz. – Bitte.


19.21.00

Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Werte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Ho­hes Haus! Sehr verehrte Damen und Herren! Ich möchte gleich an die Ausführungen von Frau Kollegin Povysil anschließen. Ich habe nämlich vor Kurzem mein Patenkind von der Schule abgeholt, und da sind mir zwei Dinge aufgefallen: auf der einen Seite sehr viele übergewichtige Kinder und Jugendliche, auf der anderen Seite – auch wenn ich jetzt keine Ferndiagnose stellen möchte – durchaus auch Kinder mit Essstörungen wie Bulimie und Anorexie.

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir möglichst zeitig ansetzen, denn wir wissen, dass jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen im Volksschulalter übergewichtig ist. Wenn da nicht rechtzeitig gegengesteuert wird, dann landen wir dort, wo mein Heimat­bundesland, nämlich das Burgenland, jetzt ist: bei 60 Prozent Übergewichtigen. Das heißt, wir werden zwar älter, aber bei Weitem nicht gesünder, und die Todesursache Nummer eins im Burgenland sind immer noch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das sind also wirklich bedauernswerte Zustände.

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man nicht nur im Elternhaus mit der Vorsorge be­ginnt – wenn es um ein gesundes Maß an Bewegung und ausgewogene Ernährung geht –, auch die Schulärzte sind ein ganz wichtiger Partner. Sie sehen die Kinder, sie haben die Möglichkeit, auf der einen Seite in der Schule pädagogisch einzuwirken und auf der anderen Seite eben durch das Einbringen der schulärztlichen Daten in Elga zum Beispiel das Risiko für Diabeteserkrankungen früh zu erkennen. Wir wissen, dass die Zahlen diesbezüglich steigen, genauso wie die Zahlen an Fettlebererkrankungen; auch das ist ein Alarmsignal für uns alle.

Wir werden uns selbstverständlich weiter mit diesem Thema beschäftigen. Unser Ver­trauen gehört den Schulärztinnen und Schulärzten natürlich genauso wie der Hausärz­teschaft. Ich glaube, dass es wichtig ist, rechtzeitig gegenzusteuern und die Schulärzte da wirklich zu stärken. Das ist unser Vorhaben, denn die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen liegt uns am Herzen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)

19.22


Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeord­neter Loacker. – Bitte.


19.22.52

Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesminis­terin! Hohes Haus! Ja, ich habe den Antrag eingebracht, die schulärztlichen Daten in Elga aufzunehmen. Die Mehrheitsfraktionen haben sich bereit erklärt, dieses Anliegen bis 1.9.2019 zu evaluieren. Zuerst einmal danke für die Offenheit, sich dem Thema über­haupt zu nähern!

Was erwarten wir uns davon, dass schulärztliche Daten in Elga erfasst sind? – Es geht bei Elga um den besseren Informationsaustausch, um die bessere Informationsvernet­zung zwischen Ärzten, Spitälern und allen möglichen Gesundheitsdiensteanbietern. Die­se Form des Datenaustausches ist – immer vorausgesetzt, dass die sicherheitstechni­schen und datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten werden, und davon ge-


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