handelt sich bei den notwendigen Mitteln also um Versichertenbeiträge, mit denen wir den Versicherten ihre Rechte auf das Kinderbetreuungsgeld im Rahmen des Gesetzes sichern. Wir belasten also mit dieser Maßnahme das allgemeine Budget nicht und bleiben beim Pfad einer sparsamen Haushaltsführung. Wichtig ist, dass alle Betroffenen nun die Sicherheit bekommen, bei zeitgerechter Meldung ihrer Abgrenzungen die ihnen zustehenden Mittel aus dem Kinderbetreuungsgeld zu bekommen, und zwar auch rückwirkend für all jene, die in der Vergangenheit für das Kinderbetreuungsgeld zu einer Rückzahlung verpflichtet wurden.
Das ist eine gute Lösung für alle Betroffenen im Sinne der Versicherten und im Sinne aller Familien, die nun auch ihren Anspruch auf das Kinderbetreuungsgeld gesichert haben. Als Familiensprecher der ÖVP möchte ich mich bei allen eingebundenen Verhandlerinnen und Verhandlern recht herzlich bedanken. Ich möchte auch erwähnen und betonen, dass diese Regelung, dass diese Lösung von unserer damaligen Familienministerin Juliane Bogner-Strauß auf den Weg gebracht wurde, und mich dafür bei ihr auch recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
13.44
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Vogl. – Bitte schön, Herr Abgeordneter.
Abgeordneter Ing. Markus Vogl (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frauen Ministerinnen! Hohes Haus! Heute haben wir einen historischen Tag, weil wir es endlich schaffen, für junge Familien in unserem Land einen Rechtsanspruch auf einen Papamonat – beziehungsweise ist es in Wirklichkeit ein Babymonat, weil er ja für alle Formen der Beziehungen offensteht – im Gesetzesrang zu erreichen.
Ich gehöre zu jener Generation von Männern, bei denen es damals üblich geworden ist, dass sich die Türen der Kreißsäle langsam auch für Männer geöffnet haben. Es war im ersten Moment eine gewisse Verunsicherung der Männer da: Gehen wir jetzt zur Geburt mit oder nicht? Man hat aber sehr rasch gesehen, dass sich dieser Trend durchsetzt, weil es schon etwas Besonderes ist. Natürlich ist es noch mehr an Besonderheit, wenn Frauen über neun Monate erleben, wie sich in ihrem Körper ein Mensch entwickelt, aber diese ersten Momente des neuen Lebens als Vater miterleben zu dürfen, schafft schon auch eine enge Verbindung und etwas Besonderes zwischen dem Kind und dem Vater.
Es ist hier angesprochen worden, dass das jetzt alles so kompliziert ist, was wir fordern. In Wirklichkeit ist es gar nicht kompliziert. Wir alle miteinander, die Kinder gekriegt haben, wissen, dass die ersten Wochen eine massive Umstellung in unserem Leben sind. Der Tagesrhythmus ändert sich ganz gewaltig, weil auf einmal nicht mehr die eigenen Interessen im Vordergrund stehen, sondern das kleine Kind, das kleine Lebewesen den Lebensrhythmus vorgibt. Was wir wollen, ist das, was eigentlich die jungen Väter oder die Jungen, die in einer Beziehung sind, einfach auch wollen, nämlich gemeinsam die ersten Wochen dieser gemeinsamen Herausforderung gestalten zu können, gemeinsam die Zeit der ersten Wochen nach der Geburt erleben zu dürfen.
Da ist es halt am einfachsten, wenn man einen Rechtsanspruch schafft, weil es nichts Einfacheres auf der Welt gibt, als einen Anspruch auf etwas. Das schaffen wir mit diesem vorliegenden Gesetzentwurf, und es ist schön zu erleben, dass sich hier die Vernunft durchsetzt, dass wir hier eine Mehrheit finden.
Mein Wunsch ist nur: Wir haben in diesem Land jetzt 25 Jahre erlebt, wie sich dieser Prozess fortgesetzt hat. Wir erleben derzeit, dass rund 7 Prozent der Väter bereits
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