18.25

Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Wir behandeln hier ein für Österreich sehr wichtiges Thema. Ich muss sagen, von den ursprünglich zur Verfügung stehenden Anträgen hätten wir auch den Antrag von Kollegin Herr mitgenommen; den nehmen wir auf jeden Fall mit, wir stehen auch drauf und wollen ihn beschließen.

Frau Bundesministerin, es ist schön, wenn wir sagen: transparente Aufklärung und so weiter und keine Verlängerung! – Es ist aber auch wichtig, dass die sogenannte beste Atomenergie nicht in der Tschechei zum Einsatz kommt (Zwischenruf der Abg. Herr), und es ist wichtig, dass auch dieses Bewusstsein irgendwann einmal rüberkommt: dass man sich zwar vielleicht eine gewisse Zeit mit diesen älteren Kraftwerken mit einer schlechten vorhandenen Technologie drüberretten kann, aber es ist keine Lösung, wie wir in die Zukunft gehen können, für uns nicht und auch für die Nachbarländer nicht. Dieses Bewusstsein ersuche ich Sie wirklich auch transparent bei den Partnern anzubringen.

Ansonsten geht es auch um die generelle Lösung. Wenn wir heute einen Vertrag von Paris haben, wenn wir heute darüber diskutieren, mit welcher Technologie wir in 20, 30, 50 Jahren unser Leben organisieren wollen, muss man sagen, ist nirgendwo in Europa Atomkraft eine Lösung. Das muss auch allen, und zwar auch den „großen“ – unter Anführungszeichen – Atomkraftbefürwortern in Frankreich, ins Bewusstsein gerufen werden. Das kann in der ganzen EU keine Lösung sein.

Wir haben verschiedene Möglichkeiten, Kollege Rauch hat das ja auch in seinen Ausarbeitungen rund um das Thema Energie der Zukunft bekannt gemacht. Wir haben vielfältige Quellen, und die müssen wir nützen – Atomkraft ist ganz sicher keine. In diesem Sinne wollen wir diesem Antrag auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.)

18.28

Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Nikolaus Prinz. – Bitte.