keine kleine Aufgabe, aber das sollten wir schaffen. Das wird helfen, dass die Schulen dann mit einem besonderen Status weiter in die Zukunft arbeiten können.
Apropos Zukunft: Es gibt einige Initiativen, die genau auf die Situation Rücksicht nehmen, die da wären: die Förderunterrichtseinheiten gerade für die Abschlussklassen oder Maturaklassen massiv zu verstärken und zusätzlich, so gut es geht, auch für jene, die einen besonderen Förderbedarf haben. Es ist uns natürlich klar, dass in einer solchen Situation, bei einem solchen Schulbetrieb diejenigen, die es ohnehin schon schwerer haben, noch schneller zurückbleiben und der Bildungsgap auseinandergeht.
Das ist nun nicht neu, das ist in einer solchen Situation klar, aber deshalb gehört ja mit den Gegenmaßnahmen genau dort angesetzt. Und auch da gibt es entsprechende Initiativen. Ich kann nicht alle aufzählen, die es da gibt, aber ich möchte eine besonders hervorheben, auch weil ich den Eindruck habe, dass auch Bildungsstadtrat Wiederkehr da genau mit in der Spur ist: Das sind die Lerncafés, die von anderen betreut werden. Das ist eine gute Initiative, darunter kann man sich etwas vorstellen. Das wird jetzt verstärkt ausgerollt. Mit solchen Initiativen kann man natürlich schon gut weiterkommen, auch ins nächste Jahr hinein.
Ich darf Ihnen aber betreffend die Bildungs- und Arbeitsmarktchancen der Jungen ein anderes Ziel und die ganzen Maßnahmen dazu, die sehr, sehr viel bringen werden, ans Herz legen. Es wundert mich, dass das gar nie gefallen ist, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir trotz – ich sage: trotz! – dieser Gesundheitskrise und der Wirtschafts- und der Beschäftigungskrise, die zwangsläufig folgen, eine wirklich noch viel schlimmere, dahinter lauernde Krise für Generationen haben. Jetzt geht es vielleicht um Jahrgänge – ich will das nicht kleinreden –, aber die Klimakrise ist eine Krise, die uns noch ganz anders treffen wird, und da, glaube ich, ist es wichtig, in Österreich, in Europa gegenzusteuern, damit der Kontinent einen entsprechenden Beitrag leisten kann. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Amesbauer: Könnt ihr ohne Krisen gar nichts machen? Ihr seid ja Krisen...!)
Da geht es ja genau um die Chancen, und jetzt rennen die Dinge sozusagen genau zusammen, wie es gehört. Am Arbeitsmarkt gibt es große Probleme, und wir haben uns darauf verständigt, uns aus der Krise herauszuinvestieren. Im Sektor Investitionen im Bereich des Klimaschutzes ist wesentlich mehr gelungen, als alle erwartet hätten. Es geht nicht mehr um eine Klimamilliarde, die immer gefordert wurde, mittlerweile sind es viele Klimamilliarden für die nächsten Jahre – viele! Es fehlt jetzt die Zeit, das alles auszuführen, ich will es nur vom globalen Ansatz her denken.
Wenn Sie sich um die Schulden sorgen machen, muss ich sagen: Es ist aber schon logisch, dass es zuerst einmal darum geht, dass Geld aufgenommen werden muss, und die einzig relevante Frage ist, genauso wie in einem Betrieb: Wohin geht das Geld? – Das sind Investitionen – und das ist richtig. Da entstehen Jobchancen, nein, nicht nur Chancen, sondern auch entsprechende Arbeitsplätze. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Allein mit den Ökoprogrammen, die jetzt aufgesetzt werden, geht es um Zigtausend, und wenn man es über eine Legislaturperiode denkt, um über 100 000 Arbeitsplätze. Das ziehen nicht wir uns irgendwo heraus, sondern das ist ja fundiert, das sagen die Wirtschaftsforschungsinstitute.
Das halte ich für mindestens so wichtig, wenn es um die nächste Generation geht, weil sie weiß – das erkennen Sie, wenn Sie mit den Jungen von den entsprechenden Initiativen reden –, weil die Jungen wissen, dass sie die erste Generation sind, die die Auswirkungen dieser Klimakrise spürt, aber wahrscheinlich die letzte, die noch etwas dagegen tun kann, und das treibt sie an und das ist gut. (Zwischenruf der Abg.
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