paar Monate versuchen, da gemeinsam durchzukommen. Der Auftrag und die Parole lauten jetzt: durchhalten und zusammenhalten! – Das ist doch völlig logisch, und ich denke, das gilt für alle hier herinnen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ich gehe aber gerne auf ein paar Bereiche ein, die, wie ich glaube, ganz wesentlich sind: Bei den Schulen haben gerade die NEOS immer wieder Vorschläge, und ich verfolge mit Aufmerksamkeit, was da medial bezüglich dessen, was der neue Bildungsstadtrat in Wien vorhat, rüberkommt. Ich habe das Gespräch mit ihm noch nicht führen können, aber es ist ja auch unser Anliegen, ein gutes Verhältnis zu haben. Es ist eine neue Koalition, die es noch nicht gegeben hat. Ich entnehme aber den Medien, dass es da einige Initiativen gibt, die auch verstärkend auf das aufbauen, was die Bundesregierung und der Herr Bildungsminister vorschlagen. Ich habe es extra mit diesem noch vorbesprochen, damit ich mich hier nicht unvorbereitet in eine Diskussion begebe.
Ich fasse also zusammen: Bei den Schulen ist es natürlich verständlich, dass man diese so lange wie möglich offen halten will – für alle, in allen Jahrgängen Regelbetrieb. Sie wissen ganz genau, dass es da unterschiedliche – schon von der Wissenschaft kommend – Zugänge gibt, was das Infektionsgeschehen in Schulen betrifft. Wäre das alles so eindeutig, dass dort genau gar nichts passiert, dann wäre ja alles ganz leicht. Aber ist es so leicht? Sollten wir es uns so leicht machen? Wir sind nicht dazu gewählt worden, um es uns leicht zu machen. Das sind immer schwierige Abwägungsfragen, das ist doch völlig logisch! Ja, es gibt ein geringeres – verständigen wir uns darauf – Infektionsgeschehen an Schulen; okay! Sie sind nicht die großen Treiber – Zitat Bildungsminister. Angesichts dessen, dass im Schulbereich weit über eine Million Menschen in Österreich in Kontakt kommen, sind aber auch viel geringere Zahlen ein Problem, auch in der Pandemie. Das ist einfach so, ich will das nicht weggeredet wissen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Sie wissen aber ganz genau, dass ich persönlich der Meinung bin, dass man die Schulen möglichst offen lassen soll. Es hat ja auch keine schlechte Lösung gegeben, sondern eine, wie ich meine, gute Lösung, wie oft im Kompromiss. Wir haben für zweieinhalb Wochen den Betrieb auf Homeschooling umgestellt, aber anders als im Frühjahr, denn die Schulen waren offen für alle, die es brauchen, und diejenigen, die es brauchen, sind viel weiter definiert worden als vorher. Ich denke, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Es ist aber völlig richtig, dass für die Zukunft alles dafür getan werden muss, dass gerade die Schulen immer wieder ganz vorne mit dabei sind, wenn es darum geht, dass in dem Sinn gelockert wird, dass möglichst viele Lebensbereiche – ja, ein Ausbildungsbereich ist auch ein Lebensbereich – offen zu halten sind. Da würden wir ja übereinstimmen, es bleibt aber trotzdem eine Abwägungsfrage. Ich hoffe, dass wir mit den Maßnahmen, die jetzt gesetzt werden, auch für die Zukunft so gut durchkommen, dass wir gerade bei den Schulen mindestens auf dem jetzigen Level weiterarbeiten können, ja mehr noch, auch die fünften, sechsten und siebenten Klassen wieder hereinholen können.
Was wird es dazu brauchen? – Die Tests, also Teilausschnitte dieser Massentestprogramme – ich glaube, da stimmen wir überein, Frau Klubobfrau, zumindest habe ich Sie in der Pressestunde so verstanden –, können da eine Rolle spielen. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie müssen eine Rolle spielen! ...!) Deshalb wäre es gut, wenn wir bei den Lehrerinnen und Lehrern zu regelmäßigen Testphasen kommen – das ist auch kein schlechter Ausschnitt, was das ganze Schulgeschehen und vielleicht sogar die Bevölkerung betrifft. Ob es bei den Schülerinnen und Schülern immer gelingt, ist eine andere Frage. Das ist in Vorbereitung, aber logistisch gar nicht so einfach, da wird es Unterstützung brauchen. Der Herr Bildungsminister ist diesbezüglich dahinter, weil das eben so wichtig ist. Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig zu testen, das ist schon auch
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