Wirtschaft und Arbeitsmarkt, sondern auch für die Bildung und die Chancen der Jungen 2021 ein Comebackjahr wird. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das gelingen kann – gerade unter den Voraussetzungen, die wir in Österreich haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Natürlich kann man auch internationale Vergleiche strapazieren, aber ich würde es dann schon einmal dort hintun, wo es die Menschen, in dem Fall die Jungen, im Leben wirklich betrifft. Ja, da gibt es verschiedene Kennzahlen und Prognosen. Ich schlage vor: Schauen wir uns das nach einem Jahr rückwirkend an, sowohl hinsichtlich Bekämpfung der Gesundheitskrise als auch hinsichtlich Arbeitsmarkt und Wirtschaft! Jetzt kann ich aber dort, wo es die Leute wirklich betrifft, sagen: Ja, es ist tragisch, dass es coronabedingt fast 100 000 Arbeitslose mehr sind, aber im internationalen Vergleich sind wir mit der Arbeitslosigkeit in Österreich sicher bei den Besten. – Dies nur, damit das auch dazugesagt ist, ich will ja die OECD-Prognose, die hier genannt wurde, nicht infrage stellen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Es wird schon einen Sinn machen – ich weiß, dass dieses Argument auch schon dem Versuch der Perforierung ausgesetzt war – und es darf schon gesagt werden, dass es bei Ländern – es sind nicht sehr viele –, die einen ähnlich hohen Anteil an Tourismus haben – in Österreich ist er über 15 Prozent –, natürlich einen besonderen Impact auf die Wirtschaft gibt, wo man sich dann rasch herausinvestieren muss; das ist ja klar. – Ich komme gleich dazu, das wird auch den Jungen helfen.
Bei diesen Wirtschaftszahlen ist aber schon die jeweilige Wirtschaftsstruktur zu berücksichtigen, das würde das Gebot der Seriosität sein. Für die offiziellen Kennzahlen ist es gut, dass wir mit dem Tourismus immer so gefahren sind – Sie wissen ja, dass die Grünen jetzt nicht unbedingt die Verfechter eines Wirtschaftswachstums jeglicher Art sind, aber wenn es um diese nackten Zahlen geht, wie Wohlstand jetzt eben gemessen wird, war und ist das natürlich ein ganz, ganz wichtiger Beitrag. In Zukunft wird es gut sein, wenn wir uns die Wirtschaft betreffend ein bisschen differenzierter aufstellen, das Tourismuskonzept vielleicht da oder dort auch ein bisschen anders denken, angehen, dann wird auch dieser Einschlag nicht so stark sein.
Jetzt ist es aber so! Und das, was ich wirklich nicht einsehe, ist, dass wir alle Jahre Jubelgesänge abfeuern, wie toll das alles ist – und dann gibt es diesen Impact, und dann ist auf einmal alles schlecht. Wir müssen also die Dinge schon auch mit einem gewissen Sachverstand und auch mit Optimismus für das nächste Jahr erstens einmal analysieren und zweitens dann aber auch die entsprechenden Maßnahmen einleiten. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Und ja, ich stehe nicht an – vielleicht schauen ja ein paar Junge bei der Übertragung zu –, zuzugestehen oder zu bekennen oder nachzuvollziehen, wie schwierig das jetzt sein muss – das ist für mich nachvollziehbar, wenn ich an die Zeit denke, als ich selbst 16, 17 oder 20, 21 Jahre alt war –, dass alles nicht so wie sonst stattfinden kann. Die Frau Klubobfrau hat vieles aufgezählt – Bildung, Ausbildung, letztlich Unis und so weiter, aber auch das normale Leben –, was ja die Jugend ausmacht: andere treffen, reisen, feiern, alles, was da dazugehört. Ja, das ist massiv eingeschränkt, und deshalb der Dank an all jene, die da auch zum Schutz der anderen mitmachen. Das muss man auch einmal den Jungen gegenüber zum Ausdruck bringen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Dieses „Schau auf dich, schau auf mich“ kann auch eine Generationenfrage sein. Es sind nicht alle Jungen, das ist genauso wie bei den Menschen mittleren Alters oder bei den Älteren, die sich genau an alles halten oder versuchen, einen Beitrag zu leisten – ich will das gar nicht schönreden –, es sind nicht alle, sonst stünden wir nicht so da, wie wir dastehen – das spielt schon auch eine Rolle –, aber es sind viele, und an diese geht der Dank. Schau auf dich! – Die Jungen schauen auf die Alten, wenn wir jetzt noch ein
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