Nationalrat, XXVII.GPStenographisches Protokoll71. Sitzung, 11. Dezember 2020 / Seite 41

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ist, kriegt in der Apotheke zehn solche Masken gratis. Steckt man die E-Card, sieht man das, wenn jemand befreit ist, und dieser kriegt es gratis. Alle, die Geld haben, können sich das selbst kaufen – die tun das nämlich auch. Dann stellt sich Kollege Saxinger heraus und sagt, es ist jetzt geplant, in den Heimen regelmäßig zu testen. – Ah, super, nach neun Monaten Covid-Pandemie! Sehr toll! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)

Wir haben 4 000 Tote, davon ist der Großteil über 80 Jahre alt gewesen, und jetzt kommt die ÖVP drauf, man könnte einmal in den Heimen testen.

Und damit Sie das nicht wieder vergessen, bringe ich folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Kolleginnen und Kollegen betreffend „regelmä­ßige COVID-19-Testungen in Alters-, Pflegeheimen, bei mobiler Pflege und bei Lehrper­sonal“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung wird aufgefordert, im Bereich der mobilen und stationären Pflege, sowie im Kindergarten- und Schulbereich regelmäßige COVID-19-Testungen beim Per­sonal sowie – im Falle des Pflegebereichs – bei Betreuten nicht nur zu ,empfehlen‘, son­dern zu gewährleisten und dafür die entsprechenden Schnelltests zur Verfügung zu stellen.“

*****

(Beifall bei den NEOS.)

9.40

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Mag. Gerald Loacker, Martina Künsberg-Sarre, Kolleginnen

und Kollegen

betreffend regelmäßige COVID-19-Testungen in Alters-, Pflegeheimen, bei mobiler Pfle­ge und bei Lehrpersonal

eingebracht im Zuge der Debatte in der 71. Sitzung des Nationalrats über Bericht des Gesundheitsausschusses über den Antrag 1120/A der Abgeordneten Gabriela Schwarz, Ralph Schallmeiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Epidemiegesetz 1950, das Bundesgesetz über Krankenanstalten und Kuranstalten und das Sanitätergesetz geändert werden (563 d.B.) – TOP 3

In den letzten Wochen wurde immer offensichtlicher, dass der Sommer nicht genügend genutzt wurde, um Schutzkonzepte für vulnerable Personengruppen zu entwickeln. So verstarben über 80 % der an COVID-19-Verstorbenen erst in den letzten 2 Monaten, wobei gerade in den Pflegeheimen Versäumnisse offenkundig wurden. Da nun Schnell­tests im ausreichenden Maße vorhanden sind, müssen diese vor allem in Bereich der mobilen und stationären Pflege, sowie im Kindergarten- und Schulbereich zur Verfügung gestellt werden, um regelmäßige Testungen bei Personal und Betreuten zu ermöglichen. Nur mit dieser Strategie kann der laufende Betrieb in diesen Bereichen aufrecht erhalten werden und eine Pandemie-Eindämmung ohne „harten Lockdown“ erreicht werden. Positiv-Beispiele, wie die Stadt Tübingen in Deutschland, unterstreichen diese Vorge­hensweise.

 


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