eine neue Pädagogik, die das Digitale aufnimmt, auf den entsprechenden Geräten umsetzen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Bayr.)
Ich bitte Sie nur, das nächste Mal, wenn Sie Ihre Rede einleiten und auf ein Gesetz zu sprechen kommen, dies nicht mittels einer extrem verkürzten Darstellung zu machen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
16.29
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Deckenbacher. – Bitte.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Zu Beginn möchte ich unsere Digitalisierungsministerin zitieren – Herr Minister, Sie erlauben –, die Folgendes gesagt hat: „Wie wir und unsere Kinder lernen, hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Digitalisierung und Bildung gehen heute eng miteinander einher. Mir ist wichtig, dass wir die nächste Generation mit und durch die Mittel der Digitalisierung ausbilden. Nun legen wir den Grundstein für eine neue Welt in der Bildung.“
Im Zusammenhang mit der Coronakrise wurde die dringende Notwendigkeit des Ausbaus der Digitalisierung in den Schulen einmal mehr sichtbar. Die Digitalisierung hat tagtäglich Einfluss auf unser Leben, auf die Art und Weise, wie wir kommunizieren, wie wir arbeiten, aber auch wie wir miteinander lernen. Das war gerade im Homeschooling, im Distancelearning für alle am Schulleben Beteiligten eine sehr große Herausforderung.
An dieser Stelle möchte ich mich an die Kolleginnen und Kollegen der NEOS, vor allem an Kollegen Eypeltauer – den ich gerade nicht sehe – wenden: Bitte hören Sie auf, immer wieder den öffentlichen Dienst und die großartige Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zu diffamieren! (Beifall bei der ÖVP.) Ich weiß nicht, was Ihr Bildungsstadtrat in Wien dazu sagen würde. (Abg. Loacker: Das haben wir nicht! Zuhören einmal!)
Herr Bildungsminister Faßmann hat im Juni 2020 den Achtpunkteplan zur Realisierung der digitalen Schule vorgestellt. Um die Voraussetzungen für diese zu schaffen, werden digital unterstützter Unterricht und innovative Lehr- und Lernformate großflächig und nachhaltig im Bildungssystem verankert.
Erlauben Sie mir, kurz die wesentlichen Punkte der Regierungsvorlage zusammenzufassen: Wir werden, wie der Herr Minister schon erwähnt hat, die Schülerinnen und Schüler ab der 5. und 6. Schulstufe mit digitalen Endgeräten ausstatten. An den Standorten werden Digitalisierungskonzepte erstellt. Wesentlich sind natürlich auch die Schaffung und der Ausbau einheitlicher Lern- und Arbeitsplattformen. Das Serviceportal „Digitale Schule“ wird die digitale Kommunikation zwischen Eltern, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern ermöglichen. Wichtig ist uns, dass alle Schülerinnen und Schüler auf einem einheitlichen technischen Niveau ausgestattet werden. Wir wollen bei der Beschaffung der digitalen Endgeräte selbstverständlich auch ökologische, soziale und die Nachhaltigkeit betreffende Faktoren einbeziehen.
Seitens einiger Länder wurden Bedenken geäußert, dass sie für die Fernverwaltung verantwortlich gemacht werden könnten. Diese geäußerten Bedenken sind unbegründet, denn mit der Neuformulierung der Passage zur Fernverwaltung, die nach der Begutachtung der Regierungsvorlage vorgenommen wurde, erfolgte lediglich eine datenrechtliche Klärung, und die Aufgaben der Schulerhalter bleiben davon selbstverständlich unberührt.
Viele von uns haben im vergangen Jahrhundert von Bruno Kreiskys Schulbuchaktion profitiert. Diese hat die Schule verändert und geprägt. Ebenso wird der digitale Unterricht als Ergänzung die Schule im 21. Jahrhundert verändern. Das ist ein großer Schritt; ein
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