Österreichischen Forschungs- und Technologiebericht. Ein Hauptziel des Regierungsprogrammes sind die Bekämpfung des Klimawandels und die Einhaltung der Klimaziele von Paris. Um diese Ziele zu erreichen, haben wir sie in vielen Themenbereichen ressortübergreifend verankert. Gerade die Forschung ist ein zentraler Punkt für die Bewältigung der Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, besonders da, wo das Wissen noch nicht vorhanden ist und wir es für ein zielgerichtetes Handeln noch nicht haben. Es geht um das Verstehen des Klimawandels und der Auswirkungen auf unser Leben sowie in Folge um die Entwicklung von Lösungen. Es geht um unser aller Heute, Morgen und Übermorgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Im Bereich der Wissenschaft und Forschung gibt es eine Offensive zur Stärkung der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung. Eine konkrete Maßnahme ist die Schaffung eines neuen nationalen Zentrums für Klimaforschung und Daseinsvorsorge. Gerade wir spüren als Erste die Auswirkungen des Klimawandels, und nicht nur die Menschen in ganz Österreich, sondern vor allem auch die Landwirtschaft. Denken wir zum Beispiel an die katastrophalen Unwetter vom Juni zurück, als die Landwirtschaft massive Schäden erfahren hat und in wenigen Minuten die Arbeit eines ganzen Jahres zerstört worden ist! Diese Umweltszenarien sind existenzbedrohend und lassen düstere Schlüsse für die Zukunft ziehen.
Klimaschutz muss uns etwas wert sein, und die Forschung ist ein wichtiger Teil davon. Viele Schritte in die richtige Richtung haben wir schon gesetzt, und diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
22.02
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Saxinger. – Bitte.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frauen Ministerinnen! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Sie alle kennen Loriot, den deutschen Humoristen, und angeblich stammt ein Zitat von ihm, das wie folgt lautet – mir gefällt es sehr gut, weil es nicht nur zur Forschung passt, sondern mir auch in Pandemiezeiten oft in Erinnerung kam –: In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Schwachköpfe suchen nach Schuldigen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Vieles ist uns in Pandemiezeiten ganz gut gelungen. Auch in der Forschungs- und Technologiepolitik wurden neue Akzente gesetzt, und Forschung hat bei uns in Österreich glücklicherweise einen hohen Stellenwert.
Was hat sich in der Covid-Forschung 2020 getan? – Es hat zu einer beispiellosen Forschungsmobilisierung geführt, auch länderübergreifend. Die fünf größten Fördergeber in Österreich haben 114 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 80 Millionen Euro gefördert. Projekte betrafen die Themen Diagnostik, Desinfektion, Impfstoffe, Schutzmaßnahmen. Es waren viele spannende Dinge dabei, zum Beispiel Abwasseranalysen aus Kläranlagen; man kann schauen, was für eine räumliche Verteilung das Virus hat, wie die Pandemie zeitlich verläuft.
Aber auch das Hauptaugenmerk bei der Begleitforschung beim Bundesministerium wurde auf „Corona und Schulen“ gerichtet. Es waren spannende Themen dabei, unter dem Motto „Mit Expertise gegen die Krise“. Zum Beispiel hat Dr. Bergthaler zu „Auf der Jagd nach Corona-Mutanten“ geforscht, ein spannendes Thema war: „So zeigt sich Einsamkeit im Gehirn“, oder ein anderes Thema: „Was Familien in Zeiten des Lockdowns brauchen“.
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