Lassen Sie mich noch auf ein paar Punkte eingehen: Mit der heutigen Regierungsvorlage kommt es zum einem zur Überführung eines sehr wichtigen Schulversuchs in das Regelschulwesen. Der Aufbaulehrgang für Elementarpädagogik ermöglicht es jetzt Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für pädagogische Assistenzberufe, sich zur Elementarpädagogin oder zum Elementarpädagogen weiterzuqualifizieren. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, mehr qualifiziertes Personal für elementarpädagogische Einrichtungen auszubilden.
Ein mir vor allem wichtiger Punkt betrifft aber die Weiterentwicklung der digitalen Grundbildung. Diese wird nun als Pflichtgegenstand vorgesehen, der sich auch in einer Änderung der Stundentafel niederschlagen wird. Im Zusammenhang mit der gesamten Initiative zur digitalen Schule wird damit ein wesentlicher Schritt gesetzt, dass sich Schülerinnen und Schüler nun im Unterricht auch aktiv mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen werden. Diese gesetzliche Verankerung bietet die Basis dafür, dass der Lehrplan und die Unterrichtsmaterialien für diesen Pflichtgegenstand entsprechend gestaltet werden. Ich halte das für einen wichtigen Schritt, weil wir mit der gesetzlichen Verankerung auch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Kinder wirklich aktiv digitale Souveränität erlangen können.
Es geht nicht darum, dass sie Informatik und Programmieren oder den Umgang mit Computern lernen, sondern wirklich darum, dass sie auf ein Leben in einer digitalisierten Welt, die einfach auf uns zukommt, vorbereitet werden, dass sie die sozialen Kompetenzen erhalten und dass ihnen bewusst ist, welche Chancen und Gefahren dieses gesamte System mit sich bringt. Dafür brauchen wir auch eine entsprechende Verankerung in der Schule. Es wird auch dafür Sorge getragen werden, dass die jüngeren Menschen dadurch wirklich gut in eine erfüllte Zukunft gehen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Es ist mir natürlich klar, dass es mit den Inhalten und diesem Gesetz nicht getan ist, sondern es braucht auch zusätzliche gut ausgebildete Lehrkräfte. Da wurden vonseiten des Bundesministeriums bereits umfassende Initiativen gesetzt: bereits jetzt mittels Massive Open Online Courses, mittels Angeboten in der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften, um auch die Lehrerinnen und Lehrer für diesen so wichtigen Bereich zukunftsfit zu machen.
Ein anderer wichtiger Bereich ist bereits mehrmals angesprochen worden, nämlich die Sommerschule. Ich halte die Sommerschule für einen ganz, ganz wichtigen Schritt hin dazu, dass wir den Kindern mehr Förderunterricht anbieten können. Er ist nicht nur für Schülerinnen und Schüler mit Leistungsschwächen geplant, sondern er ist so vorgesehen, dass gerade auch die Leistungsfähigen und die Leistungswilligen von diesem Unterricht profitieren werden. Er ist also durchaus breiter angesetzt, als es zum Teil hier angesprochen worden ist. Die Kurse sollen in den mittleren und höheren Schulen auch zur Vorbereitung auf die 9. Schulstufe im Zusammenhang mit einem Schulwechsel genutzt werden können, was ich für ganz wichtig halte, um gerade jenen Kindern bessere Chancen in einer neuen Schule zu ermöglichen.
Am Beginn der Sommerschule wird ein Kennenlernen stehen, und dann wird der Unterricht abwechselnd themenzentriert, lehrzentriert und projektorientiert verlaufen. Alternierend soll es fachlichen und überfachlichen Unterricht geben. Im Mittelpunkt steht – das ist bereits gesagt worden – die Stärkung des Sprachbewusstseins in der Unterrichtssprache Deutsch in den Bereichen des Lesens, Schreibens, Hörverstehens und Sprechens, aber auch besonders wichtig ist der Erwerb von mathematischen Grundkompetenzen. An Volksschulen und Schulen der Sekundarstufe I sollen die Schülerinnen und Schüler am Ende der zweiwöchigen Sommerschule dann jene Projekte präsentieren, an welchen
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