LETZTES UPDATE: 17.07.2017; 14:12
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Vestibül und Atrium

Betritt man das Parlamentsgebäude durch das große Eingangsportal, das eine Bronze-Nachbildung des Portals des Erechtheions auf der Akropolis in Athen ist, so gelangt man zunächst in einen Vorraum, das so genannte Obere Vestibül. Dieses soll – gemeinsam mit dem daran anschließenden Atrium – auf die Pracht und die Großartigkeit der zentralen Säulenhalle vorbereiten.

Im Vestibül erblicken Eintretende sechs Säulen, sieben Meter hoch und aus Trientiner Marmor. Links und rechts davon münden die Prunktreppen aus dem Unteren Vestibül ein.

In Wandnischen über den Treppen – diese sind von so genanntem "Forellenmarmor" eingefasst – befinden sich Nachbildungen antiker Gottheiten aus Laaser Marmor. Auf der linken Seite Apollo, Athene, Zeus, Hera und Hephaistos und auf der rechten Seite Hermes, Demeter, Poseidon, Artemis und Ares.

Ein über diesen Nischen beginnendes, rundum laufendes und in das Atrium überleitendes Friesgemälde von Alois Hans Schram stellt im Stiegenhaus die materiellen Segnungen des Friedens dar: links die Förderung der materiellen Interessen des Volkes, rechts das Gedeihen der ideellen Güter des Volkes.

In den Korridoren sind links die Staatsideen von Sparta und rechts jene von Athen versinnbildlicht.

Im anschließenden Atrium, das vom Vestibül durch zwei ionische Säulen abgegrenzt ist, stellt ein Friesgemälde über der großen Eingangstür zur Säulenhalle die thronende Austria dar und soll durch die Huldigung nach dem Grundsatz "Gut und Blut fürs Vaterland" die Vaterlandsliebe symbolisieren: Krieger schwören kniend den Treueeid, Frauen opfern ihre Gaben.