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Parlamentskorrespondenz Nr. 625 vom 26.09.2001

Format:
Plenarsitzungen des NR, inkl. Dringliche Anfragen, Dringliche Anträge
Stichworte:
Parlament/Nationalrat/Gedenkminute

BEGINN DER HERBSTARBEIT DES NATIONALRATS IM ZEICHEN DER TRAUER

Gedenkminute für Abgeordnete Plank und Pistotnig sowie Terroropfer

Wien (PK) - Die erste Sitzung des Nationalratsplenums nach dem Sommer stand zunächst im Zeichen der Trauer: Nationalratspräsident FISCHER leitete die Sitzung mit einer Rede zum Gedenken an die beiden im Sommer verunglückten Mitglieder des Nationalrates Jakob Pistotnig und Brunhilde Plank ein und betonte, das Mitgefühl für Jakob Pistotnig und Brunhilde Plank gelte vor allem auch deren Angehörigen. Die Verstorbenen würden allen Mitgliedern des Hohen Hauses als geschätzte und engagierte Parlamentarier in Erinnerung bleiben. Fischer nahm die Nationalratssitzung aber auch zum Anlass, um der Opfer der Terroranschläge vom 11. September in den USA zu gedenken und erinnerte daran, dass die verbrecherischen Anschläge den Nationalrat veranlasst hätten, die für den 13. September geplante Sondersitzung des Nationalrates abzusagen, Trauerbeflaggung anzuordnen und ein Kondolenzschreiben an den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten zu richten.

Die Ereignisse vom 11. September seien, so Fischer, über alle menschlichen Dimensionen hinaus von weitreichender Bedeutung. Er habe aber die feste Hoffnung, dass es "den verbrecherischen Terroristen" nicht gelingen werde, mit ihren Anschlägen auch die Prinzipien und Grundwerte der freiheitlich pluralistischen Demokratien zu treffen. Gleichzeitig hoffe er, dass trotz des unermesslichen Leides, das am 11. September verursacht wurde, in Hinkunft auf der Welt nicht noch mehr Hass und Feindseligkeit entstehen möge, sondern dass ein auf Frieden und Gerechtigkeit beruhendes Zusammenleben der Menschen das langfristige Ziel bleiben werde.

Die Ereignisse vom 11. September dürften nicht als ein Kampf der Religionen oder Kulturen betrachtet werden, sondern als Verbrechen, deren Urheber ausgeforscht, zur Verantwortung gezogen und bestraft werden müssten, unterstrich der Nationalratspräsident. "Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Nationalität oder Religion in Österreich soll und darf dadurch nicht beeinträchtigt werden. Unser Feind ist der Terrorismus und nicht eine Religion oder ein Volk."

An die Rede Fischers schloss sich eine Trauerminute an.

(Schluss Gedenken/Forts. NR-Sitzung)