Suche

Seite 'PK-Nr. 393 /2005' teilen



Copy to Clipboard Facebook Twitter WhatsApp E-Mail
Diese Seite als Lesezeichen hinzufügen

Parlamentskorrespondenz Nr. 393 vom 18.05.2005

Themenfelder:
Anträge/Grüne
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Parlament/Bildung/Schule

VORLAGEN: BEREICH SCHULE

  

GRÜNE FÜR BERÜCKSICHTIGUNG DER ANREGUNGEN DER ZUKUNFTSKOMMISSION...

Die Grünen sehen die Kritik der Zukunftskommission an der Umsetzung der Bildungsstandards durch das BMBWK nicht genügend berücksichtigt. In einem eigenen Antrag fordern sie daher, das Ministerium möge die im Abschlussbericht der Kommission aufgelisteten Anregungen entsprechend berücksichtigen. ( 619/A [E])

... OFFENLEGUNG DER KOSTEN ...

Wenn die Forderungen dieser Kommission umgesetzt werden, sei mit einem finanziellen Mehrbedarf zu rechnen, halten die Grünen weiters fest. Diese Umsetzungskosten seien jedoch weder im Budget 2006 noch in anderen Zusammenhängen budgetiert. Die Grünen fordern daher die Offenlegung dieser Kosten und einen entsprechenden Bericht des Ministeriums. ( 620/A [E])

... UND EINFÜHRUNG EINES KURSSYSTEMS AN AHS UND BHS-OBERSTUFEN

Eine der wesentlichen Forderungen besagter Zukunftskommission ist die Einführung eines Kurssystems an den Oberstufen von AHS und BHS. Aus einem Vorlesungsverzeichnis sollen die Schülerinnen und Schüler verpflichtende Basis-, typenbildende, alternative und freie Wahlmodule sowie Unterricht zu Schlüsselqualifikationen auswählen. Bei Nichterfüllen der Anforderungen in einem solchen Kurs soll nur noch dieser Kurs wiederholt werden müssen. Die Grünen beantragen die Umsetzung dieser Forderung und wünschen sich vom BMBWK entsprechende Konzepte. ( 621/A [E])

GRÜNE FÜR AUTONOME AUFTEILUNG DER UNTERRICHTSZEIT ...

Weiters ist es den Grünen um eine autonome Aufteilung der Unterrichtszeit zu tun, die gleichfalls von erwähnter Zukunftskommission angeregt wurde. Der Umfang der in einem Fach anzubietenden Unterrichtszeit soll demnach künftig in "normalen" Stunden angegeben werden, wobei die Schulen über die Verteilung dieser Unterrichtszeit frei entscheiden können sollen. Damit soll ermöglicht werden, auch längere, zusammenhängende inhaltliche Phasen im Schulalltag zu schaffen, die auf fachliche Anforderungen, lernpsychologische Prinzipien und physiologisch bedingte Rhythmen stärker Rücksicht nehmen. ( 622/A [E])

... UNTERRICHTSGARANTIE ...

Weiter fordern die Grünen eine Unterrichtsgarantie durch Schulbehörde und Schulen. Es soll dafür Sorge getragen werden, dass die vorgesehenen Unterrichtseinheiten im vollen Umfang und pünktlich absolviert werden. Dies sehen die Grünen als wesentliche Maßnahme zur Optimierung der innerschulischen Organisation und zur Verbesserung des Unterrichts. ( 623/A [E])

... SPRACHLICHE FRÜHFÖRDERUNG, MEHR LEHRERiNNEN ...

Ein weiterer G-Antrag fordert die sprachliche Frühförderung. Auch hier beziehen sich die Grünen wieder auf die Zukunftskommission, die zu dem Schluss gekommen ist, gemeinsame Sprachförderung deutschsprachiger und anderssprachiger Kinder bewirke interkulturelle Öffnung, leichteren Spracherwerb und erhöhtes Sprachbewusstsein. Diesbezügliche Maßnahmen sollten bereits im Kindergarten, jedenfalls aber in der Schuleingangsphase einsetzen. In diesem Zusammenhang ist auch die Aufstockung der Lehrerressourcen unumgänglich, heißt es in dem Antrag. ( 624/A [E])

... RECHTLICHE GLEICHSTELLUNG VON ALTERNATIVSCHULEN ...

Eine rechtliche Gleichstellung von Alternativschulen mit konfessionellen Privatschulen wollen die Grünen, um der prekären finanziellen Lage von Alternativschulen gegensteuern zu können. Konkret fordern die Grünen, dass auch bei Alternativschulen die Personalkosten vom Staat abgedeckt werden, wie dies derzeit schon bei den konfessionellen Privatschulen der Fall ist. ( 625/A [E])

... DIE STÄRKUNG DER SCHULPARTNERSCHAFT ...

Gemäß den Forderungen der Zukunftskommission sollen überdies die Schulpartnerschaft gestärkt und die demokratische Mitbestimmung auf die Unterstufe ausgeweitet werden, fordern die Grünen in einem weiteren Antrag. ( 626/A [E])

... DIE EINSCHRÄNKUNG DER KLASSENWIDERHOLUNGEN ...

Weiters fordern die Grünen eine Einschränkung der Klassenwiederholungen im Pflichtschulbereich. Dieses Konzept habe sich als didaktisch kontraproduktiv erwiesen und sollte durch pädagogische und organisatorische Verbesserungen soweit wie möglich vermieden werden, meinen die Grünen. Repetieren sollte damit nur noch durch einen entsprechenden Konferenzbeschluss auf Antrag der Erziehungsberechtigten erfolgen, heißt es in dem Antrag. ( 627/A [E])

... UNTERSTÜTZUNG VON LEHRERiNNEN BEI VERHALTENSAUFFÄLLIGEN SCHÜLERN

In einem weiteren Antrag bemühen sich die Grünen um entsprechende Unterstützungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern. Zu einem solchen Paket gehörten bspw. die Erhöhung der Personalreserven von fachlich ausgebildetem Lehrpersonal, insbesondere an Schulen mit sozialen Brennpunkten, der Auf- und Ausbau der Schulsozialarbeit sowie die Einrichtung von multidisziplinären regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren unter Einbeziehung von Psychologen, Sozialarbeitern und Ärzten. ( 628/A [E])

... DIE NEUORDNUNG DER LEISTUNGSBEURTEILUNG ...

Wieder einmal wird zudem die Forderung nach einer Neuordnung der Leistungsbeurteilung im Schulsystem erhoben. Ziffernnoten hätten einen generell geringen Informationswert, wiesen mangelnde Vergleichbarkeit im Hinblick auf die zugrunde liegenden Leistungen auf und ließen es an einer stärker am Prozess des Lernens orientierten schulischen Diagnostik fehlen. Demgemäß soll seitens des BMBWK ein Konzept unter Einbeziehung der Vorschläge der Zukunftskommission erstellt werden, fordern die Grünen. ( 629/A [E])

... RECHTSANSPRUCH AUF NACHMITTAGSBETREUUNG ...

Weiters wollen die Grünen einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung, die sich in vielerlei Hinsicht als nützlich und zweckorientiert erweisen könne, böten doch ganztägige Betreuungsformen mehr Chancengleichheit für die Kinder und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. ( 630/A [E])

... DEN AUSBAU DES OFFENEN UNTERRICHTS GEGENÜBER FRONTALUNTERRICHT 

Ein passiv-rezeptives Lernen begünstigender Frontalunterricht reiche nicht aus, um die anspruchsvollen Ziele im Unterricht zu erreichen, meinen die Grünen. Demzufolge soll der offene Unterricht ausgebaut werden, da eine aktive Einbeziehung der Schüler in den Lernprozess, etwa durch Projektunterricht, Freiarbeit oder Stationen-Unterricht, die Selbständigkeit der Schüler bestärke und den Lernerfolg dadurch erheblich verbessern könne. ( 631/A [E])

... EIN MONITORING-SYSTEM UND EINEN BILDUNGSBERICHT SOWIE...

Zur Kontrolle der Qualität des heimischen Unterrichts wünschen sich die Grünen zudem ein entsprechendes Monitoringsystem, dessen Ergebnisse in einen nationalen Bildungsbericht einfließen sollen. Ein solches Informationssystem soll die valide Beurteilung des Ist-Zustandes ermöglichen, die Qualität objektivieren und sichern sowie gezielte Verbesserungen der Schule und des Unterrichts fördern, meinen die Grünen. ( 632/A [E])

... DEN AUSBAU DER INDIVIDUELLEN FÖRDERUNG

Als weitere Maßnahme zur Verbesserung der Qualität des heimischen Schulsystems wünschen sich die Grünen schließlich einen Ausbau der individuellen Förderung sowie die Bereitstellung der dafür erforderlichen Mittel. Dadurch könne die Schule als sinnvoll, nützlich und emotional befriedigend erlebt und die Bereitschaft zum Lernen seitens der Schüler nachhaltig befördert werden, meinen die Antragsteller. ( 633/A [E])

(Schluss)

nnnn