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Parlamentskorrespondenz Nr. 521 vom 12.06.2013

Themenfelder:
Bildung
Format:
Plenarsitzungen des Nationalrats
Stichworte:
Nationalrat/PädagogInnenausbildung/Schmied/Töchterle

Schule bleibt umstrittenes Terrain auch bei LehrerInnenausbildung

Neue Ausbildung der PädagogInnen passiert Nationalrat nur mit Stimmen der Koalition

Wien (PK) - Vom Unterrichtsausschuss vorige Woche mit SPÖ-ÖVP-Mehrheit angenommen, stand heute auch die Gesetzesvorlage zur PädagogInnenbildung NEU auf der Tagesordnung des Nationalrats. Kern der angestrebten Änderungen ist eine Vereinheitlichung der LehrerInnenausbildung. Dazu sollen Universitäten und Pädagogische Hochschulen (PH) künftig enger zusammenarbeiten und ihre Studienpläne einander angleichen sowie gleichwertige Aufnahmeverfahren einführen. Der Masterabschluss wird Voraussetzung für ein Lehramt sein. Die Opposition kritisiert am neuen Ausbildungskonzept für Lehrkräfte die Beibehaltung von Doppelgleisigkeiten im System von Universitäten und PH. Die Vorlage passierte mit den Stimmen der Regierungsparteien das Plenum.

Rosenkranz: Modernes Dienst- und Besoldungsrecht fehlt weiterhin

Man habe bereits im Ausschuss sehr umfassend und sachlich über die Zukunft der LehrerInnenausbildung in Österreich debattiert und die Vor- und Nachteile des vorliegenden Entwurfs angesprochen, erklärte  Abgeordneter Walter ROSENKRANZ (F). Ein Kritikpunkt aus seiner Sicht ist dabei die Tatsache, dass die Ausbildung nun zwar komplett in den tertiären Bereich eingegliedert wird, aber noch immer zwei Minister dafür zuständig bleiben. Da aufgrund zahlreicher Pensionierungen bald ein Lehrermangel drohe, müsse nicht nur die Ausbildung attraktiver gestaltet, sondern auch ein modernes Dienst- und Besoldungsrecht beschlossen werden, mahnte der FPÖ-Mandatar ein. Lösungen müsste man auch für all jene StudentInnen anbieten, die während der Ausbildung erkennen, dass sie doch nicht für den Lehrerberuf geeignet sind. Ein schwerer Mangel bestehe zudem darin, dass die Elementarpädagogik überhaupt nicht erwähnt wird.

Mayer: Historische Weichenstellung für die PädagogInnenausbildung

Abgeordneter Elmar MAYER (S) sprach von einer "historischen, nachhaltigen und revolutionären" Weichenstellung in der PädägogInnenausbildung in Österreich. Damit werde gewährleistet, dass kein Kind mehr auf der Strecke bleibt und jedes - unabhängig von seiner Herkunft - entsprechend seinen Begabungen gefördert wird. Besonders erfreut zeigte Mayer sich darüber, dass mit dem heutigen Beschluss auch die bestehende Zweiklassengesellschaft innerhalb der Lehrerschaft beendet wird. Der Master of Education für alle werde Wirklichkeit, betonte er, wodurch sich seiner Meinung nach auch alle Debatten über unterschiedliche Besoldungssysteme erübrigten. Das gemeinsam mit dem Koalitionspartner sowie mit Wissenschaftlern und Praktikern entwickelte Modell werde dafür sorgen, dass kompetente und didaktisch gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer die österreichischen SchülerInnen unterrichtet werden, war der Redner überzeugt. Außerdem werden noch die Voraussetzungen für eine tertiäre Ausbildungsschiene in der Elementarpädagogik, die in Zukunft Frühpädagogik heißen wird, geschaffen. Wichtig war dem Abgeordneten auch, dass jeder Lehrer eine Ausbildung in Sonder- und Heilpädagogik erhält.

Walser: Eine große Chance wurde vertan

Es sei mutig, den Systemwechsel in der PädagogInnenausbildung als historisch oder revolutionär zu bezeichnen, entgegnete Abgeordneter Harald WALSER (G) seinem Vorredner, denn die Betroffenen sähen dies ganz anders. Trotz einiger positiver Ansätze, wie etwa die stärkere Betonung der Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen, sei wiederum eine große Chance vertan worden. Seiner Ansicht nach reagier man in einem zu geringen Ausmaß auf die Herausforderungen der modernen Gesellschaft wie die verstärkte Mobilität und die Wissensgesellschaft. Die Wirtschaft brauche Arbeitskräften, die sehr flexibel sind und die vernetzt denken können. Dies bedeute, dass LehrerInnen viel mehr als bloße WissensvermittlerInnen sein müssen, betonte Walser, dafür brauche es aber eine andere Ausbildung. Kritik übte Walser u.a. auch daran, dass die Kinder nach der Volksschule weiterhin getrennt werden, der Dualismus in der Lehrerausbildung nicht aufgehoben und die Frühpädagogik nicht einbezogen wurde. Der Grüne Mandatar brachte schließlich einen Abänderungsantrag betreffend die Regelung der Kooperation von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen ein.

Cortolezis-Schlager: Gleichwertige Ausbildung ist gewährleistet

Abgeordnete Katharina CORTOLEZIS-SCHLAGER (V) lobte die intensive und gute Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen ExpertInnen, den SchulpartnerInnen, den Pädagogischen Hochschulen und Universitäten sowie mit dem Koalitionspartner, ohne die ein solch großer Meilenstein in der Bildungspolitik nicht gelungen wäre. Sie war auch überzeugt davon, dass Österreich damit zu einem Vorreiter in Europa wird, an dem sich viele andere Länder orientieren können. In den Entwurf seien alle Bedürfnisse und Anforderungen - vom Kindergarten bis zu den berufsbildenden höheren Schulen – einbezogen worden, wodurch trotz unterschiedlicher Lehrpläne ein gleichwertiges Modell der Ausbildung gewährleistet werden könne. Als die wichtigsten Eckpunkte des Gesetzes hob Cortolezis-Schlager das einheitliche Eignungsverfahren, die qualitativ höherwertige Ausbildung für die PflichtschullehrerInnen, die externe Qualitätssicherung und die bessere Begleitung der JunglehrerInnen in der Induktionsphase hervor.

Haubner: Reform ist in den Ansätzen stecken geblieben

An Lehrer und Lehrerinnen werden heutzutage sehr große Anforderungen gestellt, urteilte Abgeordnete Ursula HAUBNER (B). Sie sollen nicht nur ExpertInnen in ihren Fächern sein, sondern auch Persönlichkeiten im sozio-emotionalen Bereich, Vorbilder, Begleiter sowie Förderer. Vor allem aber müssen sie Kinder mögen und sich der Verantwortung bewusst sein, die sie für die weitere Zukunft der Jugendlichen haben. Eine Reform der LehrerInnenausbildung, die all diese Faktoren gewährleistet, sei daher dringend notwendig gewesen, meinte Haubner. Der vorliegende Entwurf sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, vieles sei jedoch in den Ansätzen stecken geblieben. Negativ beurteilte die Rednerin vor allem, dass das Gesetz sehr viele Absichtserklärungen enthalte, womit jedoch nur wenig Rechtssicherheit geschaffen werde. Gerade im elementarpädagogischen Bereich habe man eine große Chance vertan, bemängelte Haubner. Im Summe handle es sich wieder einmal um eine typisch österreichische Kompromisslösung, der ihre Fraktion leider nicht zustimmen könne.

Von SPÖ-Seite äußerte sich sodann Abgeordnete Laura RUDAS zur neuen PädagogInnenausbildung. Diese sorge dafür, dass Lehrerinnen und Lehrer künftig nach gleichen Standards unterrichtet werden. Vor einigen Jahren hätte sich noch niemand vorstellen können, dass man dies einmal erreichen werde. Der Begriff Meilenstein sei daher durchaus angebracht.

Markowitz: QuereinsteigerInnen mehr Chancen geben

Aus seiner Sicht gehe der Gesetzentwurf in die richtige Richtung, enthalte aber einige Schwachpunkte, urteilte Abgeordneter Stefan MARKOWITZ (T). Er hätte sich zum Beispiel gewünscht, dass echten QuereinsteigerInnen eine Chance gegeben wird und dass zum Beispiel SpitzensportlerInnen an den Schulen unterrichten können. Außerdem sei die Frage der Gehälter noch offen. Sollten wirklich alle LehrerInnen gleich viel verdienen, dann müsse geklärt werden, wie die entstehende Budgetlücke geschlossen wird.

Ausbildung in Elementarpädagogik bleibt Thema

ÖVP-Mandatarin Abgeordnete Christine MAREK (V) ortete hingegen einen Qualitätsschub durch die neue PädagogInnenausbildung. Dieser sei vor allem im Bereich der jüngeren Kinder notwendig, da sich hier in den letzten Jahren sehr viel verändert habe, war Marek überzeugt. Neu sei auch, dass bereits in der Primärpädagogik ein Schwerpunkt gewählt werden muss. Was die Elementarpädagogik betrifft, so seien erste wichtige Schritte gesetzt worden, um sukzessive das Know-how und die wissenschaftliche Grundlage aufzubauen.

Abgeordnete Daniela MUSIOL (G) zeigte sich verwundert darüber, wie wenig engagiert und ambitioniert über ein so wichtiges bildungspolitisches Thema debattiert wird. In ihrer Wortmeldung konzentrierte sie sich auf den Bereich der Elementarpädagogik, dessen Ausgestaltung einen bedeutsamen Einfluss auf den weiteren Bildungs- und Lebensweg der Kinder und Jugendlichen hat. Österreich sei das letzte Land in Europa, das es sich leiste, keine verpflichtende akademische Ausbildung für ElementarpädagogInnen anzubieten. Aus diesem Grund brachte Musiol einen Entschließungsantrag betreffend Lehramtsstudium für ElementarpädagogInnen ein.

Schmied: Grundlage für ausgezeichnete LehrerInnenausbildung geschaffen

Unterrichtsministerin Claudia SCHMIED zeigte sich erfreut über den heutigen Beschluss zur PädagogInnenausbildung Neu. Sie wies darauf hin, dass dieser Reform ein breiter Diskussionsprozess vorangegangen sei. Ziel der Bildungspolitik sei die bestmögliche Bildung und Ausbildung für Kinder und junge Menschen, sagte sie.

Neben einem fördernden Elternhaus würden auch Lehrerinnen und Lehrer den Bildungserfolg von SchülerInnen entscheidend beeinflussen, gab Schmied zu bedenken. Sie erachtet es in diesem Sinn als notwendig, großes Augenmerk auf eine erstklassige Ausbildung der LehrerInnen zu legen. Der vorliegende Gesetzentwurf schafft ihrer Meinung nach die notwendigen Voraussetzungen dafür. Die Ministerin wies zudem darauf hin, dass auch berufsbegleitende Ausbildungen für QuereinsteigerInnen in den Lehrberuf vorgesehen seien.

Zum Thema Elementarpädagogik merkte Schmied an, ab nächstem Semester können Ausbildungen in diesem Bereich angeboten werden. Sie glaube, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis entsprechende Studienangebote vorliegen. Ihr sei auch die Verankerung der inklusiven Pädagogik in der Lehrerausbildung ein Anliegen gewesen, sagte sie. Wesentlicher nächster Schritt ist für Schmied ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für LehrerInnen.

Töchterle: Hoher Praxisbezug ist gewährleistet

Wissenschaftsminister Karlheinz TÖCHTERLE skizzierte, die Lehrerausbildung erfolge zwar auch in Zukunft zweigeteilt auf Universitäten und pädagogischen Hochschulen. Man habe aber versucht, die Schwächen dieses Modells zu beseitigen und den hohen Praxisbezug der Pädagogischen Hochschulen durch Anbindung der Ausbildung an die wissenschaftliche Forschung der Universitäten mittels Kooperationen zu gewährleisten.

Ausdrücklich abgelehnt wurde von Töchterle die Forderung, dass der Staat selbst Curricula für die LehrerInnenausbildung erlässt. Es sei aber sichergestellt, dass die Qualität der Studienpläne kontrolliert wird, sagte er. Was die Elementarpädagogik betrifft, schloss sich Töchterle den Ausführungen Schmieds an.

Inklusive Pädagogik soll mehr Berücksichtigung finden

Abgeordnete Ulrike KÖNIGSBERGER-LUDWIG (S) ist überzeugt, dass die neue LehrerInnenausbildung zu einer Qualitätssteigerung an den Schulen führen wird. In der Grundschule werde der Grundstein für die Lust am Lernen gelegt, betonte sie. In diesem Sinn sei es notwendig, dass LehrerInnen nicht nur über Wissen, sondern auch über soziale Kompetenz und Empathie verfügten. Sie müssten zudem in der Lage sein, die unterschiedlichen Voraussetzungen, die Kinder aus dem Elternhaus mitbringen, auszugleichen.

Zum Thema inklusive Pädagogik brachte Königsberger-Ludwig einen Entschließungsantrag der Koalitionsparteien ein, der darauf abzielt, dass LehrerInnen im Rahmen ihrer Ausbildung in einem angemessenen Ausmaß darauf vorbereitet werden, Bedürfnisse behinderter Menschen im Unterricht zu berücksichtigen.

Als positiv wertete es Abgeordnete Helene JARMER (G), dass künftig alle angehenden LehrerInnen Grundkenntnisse der Sonderpädagogik erwerben sollen. Ihrer Meinung nach geht der Gesetzentwurf in dieser Frage aber zu wenig weit. Sie brachte daher einen Abänderungsantrag der Grünen ein, dem zufolge Studienpläne für die LehrerInnenausbildung nur dann genehmigungsfähig sein sollen, wenn darin inklusive Pädagogik in angemessener Form im Sinne des Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention berücksichtigt wird. Jarmer bekräftigte außerdem die Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Unterricht in Gebärdensprache für gehörlose SchülerInnen. 

Für Abgeordnete Anna FRANZ (V) ist der Gesetzentwurf zur PädagogInnenausbildung Neu ein Musterbeispiel dafür, wie man ein Reformprojekt erarbeitet. Aber nicht nur der Verhandlungsablauf, auch das Ergebnis sei hervorragend, meinte sie. Konkret begrüßte Franz unter anderem die künftige Begleitung von JunglehrerInnen beim Schuleinstieg, die Erleichterung des Quereinstiegs in den Lehrberuf und das Aufnahme- und Eignungsverfahren für alle PädagogInnen. Franz ist überzeugt, dass die neue Ausbildung auch die gesellschaftliche Anerkennung der LehrerInnen stärken wird.

Wie viele andere VertreterInnen der Koalition sprach auch Abgeordnete Rosa LOHFEYER (S) von einem Meilenstein im Bildungswesen. Die LehrerInnenausbildung werde einschneidend geändert. LehrerInnen seien mehr als nur WissensvermittlerInnen, sie hätten auch großen Einfluss auf die Entwicklung der SchülerInnen, bekräftigte sie. Ausdrücklich begrüßte Lohfeyer auch, dass durch die neue Ausbildung der Wechsel von PädagogInnen zwischen verschiedenen Schularten erleichtert wird.

Abgeordneter Franz-Joseph HUAINIGG (V) qualifizierte es als positiv, dass künftig auch StudentInnen im Rollstuhl sowie gehörlose und blinde Studierende an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden können. Damit werde die Rechtslage an jene der Universitäten angeglichen. Huainigg ist überzeugt, dass gehörlose Kinder davon profitieren, wenn sie in Gebärdensprache unterrichtet werden. Begrüßt wurde von Huainigg ferner, dass jeder neue Lehrer und jede neue Lehrerin künftig Grundkenntnisse in Sonderpädagogik erwerben muss.

"Die Zwei-Klassen-Gesellschaft" unter den PädagogInnen werde bald der Vergangenheit angehören, freute sich Abgeordnete Andrea GESSL-RANFTL (S). Alle LehrerInnen würde unter den gleichen modernen Standards ausgebildet, unterstrich sie. Das wird ihrer Ansicht nach nicht nur die Qualität, sondern auch die Attraktivität der pädagogischen Berufe steigern.

Abänderungsantrag der Koalition

Namens der Koalitionsparteien brachte sodann Abgeordnete Sonja ABLINGER (S) einen Abänderungsantrag zum Gesetzentwurf ein. Er sieht vor, den Kreis der Zulassungsberechtigten zum Lehrgang für hochschulische Nachqualifizierung auszuweiten, da nach der jetzigen Formulierung viele LehrerInnen im Bereich der Berufsbildung nicht erfasst sind. Zudem ist geplant, qualifizierte Hausarbeiten aus früheren Lehramtsstudien sowie andere wissenschaftliche Arbeiten als Bachelorarbeiten anzuerkennen. Die Berichte des Qualitätssicherungsrates für die PädagogInnenausbildung sollen auch dem Nationalrat vorgelegt werden.

Abgeordneter Ewald SACHER (S) äußerte die Hoffnung, dass der vereinheitlichten LehrerInnenausbildung bald ein einheitliches Dienstrecht für alle Lehrerinnen und Lehrer folgen wird. Am vorliegenden Entwurf hob er unter anderem die deutlich verstärkte Schulpraxis hervor, die angehende LehrerInnen vor einem Schuleintritt absolvieren müssen.

Wie Abgeordneter Sacher appellierte auch Abgeordneter Elmar MAYER (S) in einer zweiten Wortmeldung an die Opposition, ihre ablehnende Haltung zum Gesetzentwurf nochmals zu überdenken. Wenn die Opposition ihre eigenen Forderungen aus den letzten Jahren ernst nehme, müsste sie dem Gesetz eigentlich zustimmen, sagte Mayer.

Neugebauer: Gleichwertige Ausbildung bedingt gleichwertige Besoldung

Zweiter Nationalratspräsident Fritz NEUGEBAUER (V) wies in Reaktion auf Unterrichtsministerin Schmied darauf hin, dass es zu einem grundsätzlichen Prinzip im gesamten öffentlichen Dienst gehört, für eine gleichwertige Ausbildung eine gleichwertige Besoldung zu haben. Die neue PädagogInnenausbildung ist auch für ihn ein Meilenstein.

Abgeordneter Harald WALSER (G) bekräftigte demgegenüber in einer zweiten Wortmeldung seine Kritik am Gesetzentwurf. Er bedauerte unter anderem, dass es keine einheitliche Ausbildung für alle LehrerInnen an einer gemeinsamen Ausbildungsstätte gibt, und vermisst die Einbindung von ElementarpädagogInnen.

Bei der Abstimmung wurde der Gesetzentwurf unter Berücksichtigung des S-V-Abänderungsantrags mit Stimmenmehrheit verabschiedet. Der Abänderungsantrag der Grünen blieb ebenso in der Minderheit wie die Entschließungsanträge der Grünen betreffend Regelung der Kooperation von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in der PädagogInnenausbildung bzw. betreffend Lehramtsstudien für ElementarpädagogInnen.

Mehrheitlich angenommen wurde der Entschließungsantrag der Koalitionsparteien betreffend Berücksichtigung der inklusiven Pädagogik in der LehrerInnenausbildung. (Fortsetzung Nationalrat) sox/sue/gs