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Parlamentskorrespondenz Nr. 775 vom 29.08.2014

Themenfelder:
Parlament allgemein
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Parlamentssanierung/Generalplaner

Parlamentssanierung: Generalplaner steht fest

Zuschlag geht an Bietergemeinschaft Jabornegg & Palffy_AXIS

Wien (PK) – Der Generalplaner für die Sanierung des Parlamentsgebäudes steht nach Ablauf der vergaberechtlich vorgesehenen Einspruchsfrist mit heutigem Tage fest. Aus dem 18 Monate dauernden europaweiten Vergabeverfahren ging die in Wien ansässige Bietergemeinschaft Jabornegg & Palffy_AXIS als Bestbieter hervor, sie ist nun mit der Planung der nachhaltigen Sanierung des Parlamentsgebäudes beauftragt. Damit wird dem vorgegebenen Terminplan des Vergabeverfahrens entsprochen.

Der Generalplaner hat unter Einbindung der Nutzergremien des Sanierungsprojekts nun rund ein Jahr für die Ausarbeitung eines Vorentwurfs Zeit, wobei das zu realisierende Projekt aufgrund der vorgegebenen Kostenobergrenze letztlich auch durchaus in wesentlichen Teilen vom eingereichten Qualitätsangebot abweichen kann. Daran werden sich dann die weiteren Entwurfs- und Detailplanungen anschließen. Eine Präsentation der Ergebnisse des Verhandlungsverfahrens samt aller eingereichter Projekte ist in den nächsten Wochen geplant.

Das im Februar 2013 europaweit ausgeschriebene, zweistufige Verhandlungsverfahren ist mit der heutigen Zuschlagserteilung abgeschlossen. In der ersten Verfahrensstufe, der sogenannten Präqualifikationsphase, konnten uneingeschränkt viele BewerberInnen Teilnahmeanträge abgeben. Aus sämtlichen eingelangten Teilnahmeanträgen wurden so von der Auswahlkommission zehn bestgeeignete TeilnehmerInnen nach den in den Verfahrensbestimmungen festgelegten Auswahlkriterien für die zweite Stufe ermittelt.

Diese zehn TeilnehmerInnen wurden eingeladen, ein Erstangebot, bestehend aus einem Qualitätsangebot und einem wirtschaftlichen Angebot, für die zu vergebenden Generalplanungsleistungen zu legen. Geöffnet wurden zunächst unter Aufrechterhaltung der Anonymität ausschließlich die Qualitätsangebote. Nach Abschluss einer formalen Vorprüfung durch die Verfahrensbetreuung in Bezug auf die in den Ausschreibungsunterlagen festgelegten Mindestanforderungen wurden der Bewertungskommission sowohl die anonymisierten Vorprüfergebnisse als auch die anonymisierten Qualitätsangebote im Rahmen einer viertägigen Kommissionssitzung vorgestellt.

In der Kommissionssitzung wurden die anonymisiert vorliegenden Qualitätsangebote von der international besetzten Bewertungskommission, bestehend aus 25 Kommissionsmitgliedern, darunter 14 Architekten und VertreterInnen aller parlamentarischen Klubs, inhaltlich überprüft und entsprechend den Zuschlagskriterien begründet beurteilt und bewertet. Im Anschluss daran erfolgte die Öffnung und Prüfung der wirtschaftlichen Angebote. Schließlich wurden Verhandlungen mit allen BieterInnen geführt und diese zur Ladung eines LAFO (=Last and Final Offer, letztgültiges Angebot) eingeladen.

Die letztgültigen Angebote, die ausschließlich das wirtschaftliche Angebot betreffen konnten, wurden nach den in den Ausschreibungsunterlangen genannten Zuschlagskriterien bewertet, wobei das seitens der Bewertungskommission für das Qualitätsangebot ermittelte Bewertungsergebnis im Zusammenhang mit dem Qualitätsangebot der Bewertung des LAFO zugrunde gelegt wurde. Als Bestbieter evaluiert wurde so die Bietergemeinschaft Jabornegg & Palffy_AXIS.

Weiterführende Informationen zu den Mitgliedern der Bietergemeinschaft finden Sie unter http://www.jabornegg-palffy.at sowie unter http://www.axis.at.

Saniert wird das 130 Jahre alte Parlamentsgebäude nachhaltig. Das bedeutet, dass nicht nur alle Schäden und Mängel behoben und der gesetzeskonforme Zustand des Gebäudes wiederhergestellt wird, sondern auch Verbesserungen im Betrieb, den Abläufen und den Funktionen ermöglicht werden. Gesetzliche Grundlage dafür ist das im Juli 2014 von allen sechs Fraktionen einstimmig beschlossene Parlamentsgebäudesanierungsgesetz. (Schluss) red