LETZTES UPDATE: 02.06.2016; 10:46
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Parlamentskorrespondenz Nr. 596 vom 02.06.2016

Themenfelder:
Außenpolitik/Wirtschaft
Format:
Parlament international
Stichworte:
Parlament/Wirtschaft/Kopf/Mexiko

Kopf: Mexiko ein Partner Österreichs mit Zukunft

Zweiter Nationalratspräsident mit Wirtschaftsdelegation in Mexiko

Wien/Mexiko (PK) - Zweiter Nationalratspräsident Karlheinz Kopf hält sich diese Woche mit einer Wirtschaftsdelegation aus Vorarlberg in Mexiko auf. Im Rahmen dieses Besuches, der von der Österreichischen Botschafterin Eva Hager, sowie dem Handelsdelegierten Hannes Maurer begleitet wird, finden Gespräche mit hochrangigen Parlamentariern der mexikanischen Abgeordnetenkammer – der "Cámara de Diputados" - sowie politischen Repräsentanten von Mexiko-Stadt statt.

Für Präsident Kopf stellt Mexiko einen wichtigen und zukunftsträchtigen Partner für Österreich dar, es gelte, so Kopf "die Kontakte auf politischer, parlamentarischer und wirtschaftspolitischer Ebene zu intensivieren", immerhin läge der letzte offizielle Besuch in diesem bedeutenden amerikanischen Staat schon zehn Jahre zurück.

Dabei sind die Beziehungen Mexikos zu Österreich historisch beachtlich. Historisch wegen der Habsburger Regentschaft über das "2. Kaiserreich" Mexiko durch Maximilian 1864 bis 1867, zeithistorisch vor allem dadurch, dass es Mexiko war, das als einziges Land im März 1938, nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich und der darauf folgenden Okkupation, gegen den sogenannten "Anschluss" schriftlich vor dem Völkerbund protestierte.

Doch auch wirtschaftlich sind die Beziehungen Mexikos, immerhin die 14. größte Volkswirtschaft der Welt, zu Österreich beachtlich. Sowohl was die Exporte als auch die Direktinvestitionen Österreichs nach Mexiko betrifft, sind steile Anstiege zu verzeichnen, herausragend das Jahr 2015, mit einem neuen Exportvolumenrekord von 765 Millionen Euro, was einem Plus von 27,5 Prozent zu 2014 entspricht. Mittlerweile hat Mexiko Brasilien als Österreichs wichtigster Absatzmarkt in Lateinamerika überholt. Auch heimische Unternehmen sind am Standort Mexiko aktiv, derzeit gibt es laut Information der Wirtschaftskammer etwa 90 österreichische Firmenniederlassungen. (Schluss) red