LETZTES UPDATE: 19.04.2017; 10:41
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Parlamentskorrespondenz Nr. 448 vom 19.04.2017

Themenfelder:
Landesverteidigung/Frauen
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/Berichte/Bundesheer/Frauen/Doskozil

444 Soldatinnen verstärken das Bundesheer

Doskozil: Frauen sind gut integrierter und unverzichtbarer Teil des Österreichischen Bundesheeres

Wien (PK) – "19 Jahre nach der Öffnung des Bundesheeres für Frauen sind Soldatinnen heute ein gut integrierter und unverzichtbarer Teil des Österreichischen Bundesheeres". In seinem Bericht über die militärischen Dienstleistungen von Frauen in den Jahren 2015 und 2016 (III-376 d.B.) bekennt sich Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil zur Fortsetzung der Frauenförderung beim Bundesheer mit dem Ziel, die Attraktivität des Berufs Soldatin und damit die Anzahl der Frauen beim Österreichischen Bundesheer zu steigern. Den Erfolg der Maßnahmen belegt überdies ein Blick auf die Statistik. So ist die Gesamtzahl der Soldatinnen von 89 im Jahr 1999 kontinuierlich auf 444 Ende 2016 angestiegen.

Frauen können sich zu Milizübungen melden

Als entscheidend stuft der Bericht zudem die 2015 geschaffene verfassungsrechtliche Grundlage für die Abgabe einer freiwilligen und unwiderruflichen Meldung von Frauen zu Milizübungen ein. Frauen, die nunmehr aufgrund dieser freiwilligen Meldung zu Milizübungen herangezogen werden, sind seither im selben Ausmaß wie die wehrpflichtigen Männer verpflichtet, diesen Präsenzdienst und einen allfällig daran anschließenden Aufschubpräsenzdienst zu leisten.

Frauen als Unteroffiziere, Ärztinnen, Pilotinnen

Der Bericht von Minister Doskozil zeigt vor allem auch, wie breit gefächert die Palette der Verwendungen von Frauen im Bundesheer ist. 148 Soldatinnen sind derzeit als Unteroffiziere, 31 als Offiziere des militärmedizinischen Dienstes und 29 als Offiziere des Truppendienstes tätig. Dazu kommen u.a. noch zwei weibliche Offiziere des Intendanzdienstes sowie jeweils eine Frau als Offizier im Generalstabsdienst, im höheren militärfachlichen Dienst und im höheren militärtechnischen Dienst sowie 3 Militärpilotinnen.

Durchschnittlich 29 Soldatinnen pro Monat im Auslandseinsatz

Darüber hinaus haben im Berichtszeitraum 42 Soldatinnen insgesamt 1.678 Tage freiwillige Waffenübungen geleistet. Pro Monat befanden sich durchschnittlich 29 Soldatinnen im Auslandseinsatz. Der höchste bislang von einer Soldatin erreichte Offiziersdienstgrad ist Brigadier, der höchste von einer Soldatin erreichte Unteroffiziersdienstgrad ist Offiziersstellvertreter. (Schluss) hof