LETZTES UPDATE: 19.09.2017; 17:33
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Parlamentskorrespondenz Nr. 966 vom 19.09.2017

Themenfelder:
Parlament allgemein
Format:
Vermischtes
Stichworte:
Parlament/Parlamentssanierung/Sitzungssaal

Online-Auktion von Parlamentsmöbeln spielt mehr als 200.000 € ein

4.500 Gebote – Fast alle Objekte versteigert – Erlös fließt in das Bundesbudget

Wien (PK) – Die vom Dorotheum durchgeführte Online-Auktion von Mobiliar aus dem Parlamentsgebäude schloss heute Nachmittag mit einem außergewöhnlichen Ergebnis. Nahezu alle angebotenen Objekte wurden ersteigert, der Gesamterlös beträgt exakt 208.160 € und fließt in das Bundesbudget.

Im Zuge der Generalsanierung des Parlamentsgebäudes muss das Haus zur Gänze geräumt werden. Ein Teil des historisch wertvollen Mobiliars wird in den verschiedenen Ausweichquartieren verwendet, der Großteil wird restauriert und im sanierten Haus wieder eingesetzt. Zur Versteigerung gelangten Möbelstücke, die ausgeschieden wurden.

Für die Parlamentsdirektion wie für das Dorotheum stellte diese Auktion eine Premiere dar, die für eine lange Zeit einmalig bleiben wird. Deshalb war auch nicht absehbar, wie viel die gut zwei Wochen laufende Versteigerung einbringen würde. Umso erfreulicher ist das Ergebnis.

Alles in allem wurde 4.500 Gebote abgegeben, davon alleine am letzten Tag rund 2.500. Den höchsten Preis erzielte mit 22.000 € die Regierungsbank aus dem Nationalratssitzungssaal. Die insgesamt 180 Abgeordnetenstühle gingen allesamt zu unterschiedlichen Preisen weg – um bis zu 1.500 €. Auch die Möbel aus dem Bundesratssitzungssaal fanden reißenden Absatz. So wurde für einen Stenografentisch 950 € geboten. Die absolute Überraschung lieferte freilich ein Servierwagen, der 5.500 € erzielte.

Hier die fünf höchsten Gebote:

1.) 140-37748/135 Regierungsbank, Pult aus dem Nationalrats-Sitzungssaal, Mitte 20. Jh, Entwurf Architekten Fellerer & Wörle 22.000 €

2.) 140-37748/62 Großer Konferenztisch, 2. Hälfte 20. Jh., teilweise Nussholz und nussfurniert, mattiert 6.000 €

3.) 140-37748/69 Servier- bzw. Barwagen, 2. Hälfte 20. Jh., Metallgestell auf Rädern, 2 Glasablageflächen 5.500 €

4.) 140-37748/63 Paar Clubfauteuils (2 Stk.), in der Art des Jugendstils, 2. Hälfte 20. Jh., Hartholzgestelle, schwarz 2.800 €

5.) 140-37748/64 Paar Clubfauteuils (2 Stk.), in der Art des Jugendstils, 2. Hälfte 20. Jh., Hartholzgestelle, schwarz 2.600 €

Auch die Verkaufsquote ist laut Dorotheum mit 98 Prozent beachtlich: 308 der insgesamt 314 angebotenen Objekte wurden ersteigert.

"Wir freuen uns über dieses großartige Ergebnis", erklärt Parlamentsvizedirektor und Gesamtverantwortlicher für das Sanierungsprojekt Alexis Wintoniak. Es sei die Absicht gewesen, in einem demokratischen Sinn allen Bürgerinnen und Bürger die gleiche Chance zu geben, ein Stück jüngerer österreichischer Zeitgeschichte zu erwerben. "Die überaus rege Teilnahme zeigt auch ein lebhaftes Bekenntnis zur Institution Parlament", sagt Wintoniak.

Für jene Möbelstücke, die im Rahmen der Auktion versteigert wurden, hat das Bundesdenkmalamt den Denkmalschutz aufgehoben. Die wenigen verbliebenen Objekte, für die kein Gebot abgegeben wurde, werden vom Parlament eingelagert und gegebenenfalls für Ausstellungen oder als Leihgaben verwendet. (Schluss)

Link: www.dorotheum.com

HINWEIS: Aktuelle Informationen zur Sanierung des Parlamentsgebäudes finden Sie auf www.sanierung.parlament.at.

Rückfragenhinweis:

Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H.
Gerhard Marschall
Tel: (+43 1) 40110-2277
Mobil: 0676 8900-2277
E-Mail: gerhard.marschall@parlament.gv.at