LETZTES UPDATE: 31.10.2017; 14:47
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Parlamentskorrespondenz Nr. 1101 vom 31.10.2017

Themenfelder:
Kultur/Arbeit
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/Petitionen/Arbeitszeit/Haus Beer

Neu im Petitionsausschuss

Einführung der 30-Stunden-Arbeitswoche und Schutz des "Hauses Beer"

Wien (PK) – Eine generelle Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich steht im Fokus einer Bürgerinitiative ( 118/BI). Im konkreten wird die Einführung einer 30-Stunden-Arbeitswoche gefordert. Überstunden soll es nur mehr in Ausnahmefällen geben. Die EinbringerInnen weisen darauf hin, dass kaum wo in Europa so viel gearbeitet wird wie in Österreich, nämlich knapp 42 Stunden pro Woche. Dem gegenüber stehen 350.000 Personen, die keinen Job haben. Allein der Abbau der Überstunden würde daher rund 130.000 neue Stellen bringen. Überdies sollen All-in-Verträge erst ab einem Bruttogehalt von 7.000 € erlaubt werden. Als mögliche Gegenfinanzierungsmaßnahmen werden Erbschaftssteuer, Wertschöpfungsabgabe und Finanztransaktionssteuer ins Treffen geführt.

Initiative zur Rettung des "Hauses Beer" des Architekten Josef Frank

Zahlreiche namhafte ExpertInnen aus den Bereichen Architektur und Wissenschaft zeigen sich besorgt über die Zukunft des denkmalgeschützten "Hauses Beer" in der Wenzgasse im 13. Wiener Gemeindebezirk ( 119/BI). Dabei handelt es sich um eines der bedeutendsten Werke im privaten Wohnbau der 1920er und 1930er Jahre, das vom international anerkannten österreichischen Architekten Josef Frank (1885-1967) gemeinsam mit Oskar Wlach realisiert wurde. Im Rahmen der europäischen Architektur steht es mit den wichtigsten Bauten von Le Corbusier, Ludwig Mies van der Rohe und Adolf Loos auf einer Stufe, heißt es in der Bürgerinitiative. Nunmehr sei jedoch bekannt geworden, dass der Eigentümer massive Eingriffe plant, wie etwa eine Aufteilung in drei Wohnungen. Da dies zu einem unwiederbringlichen Substanzverlust führen würde, appellieren die UnterstützerInnen an die zuständigen Behörden, diesen Plänen eine Abfuhr zu erteilen und sich für den unversehrten Erhalt des Hauses einzusetzen. Außerdem sollte ein Konzept zur öffentlichen Nutzung entwickelt und ein Restaurierungsprozesses für das Haus und den Garten eingeleitet werden. (Schluss) sue