LETZTES UPDATE: 05.02.2018; 11:55
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Parlamentskorrespondenz Nr. 67 vom 05.02.2018

Themenfelder:
Landwirtschaft/Forstwirtschaft
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/Bericht/AMA

Gütesiegel im Zentrum der AMA Marketing-Strategie

Tätigkeitsbericht 2016 unterstreicht Bedeutung der hohen Qualität bei der Vermarktung heimischer Lebensmittel

Wien (PK) – Die Förderung des Absatzes der Produkte von Österreichs land- und forstwirtschaftlichen Betrieben und die Erschließung und Pflege von Märkten im In- und Ausland zählen nach wie vor zu den Kernaufgaben der AMA Marketing. In ihrem Tätigkeitsbericht 2016 (III-62 d.B.) unterstreicht die GmbH einmal mehr die Bedeutung der hohen Qualität der Lebensmittel im Zusammenhang mit einer entsprechenden Kennzeichnung und räumt dabei der Gütesiegelstrategie oberste Priorität ein. Bei ihren Aktivitäten konnte sich die AMA Marketing 2016 auf Einnahmen von rund 24 Mio. € stützen.

AMA Gütesiegel garantiert hohe Qualität

Das AMA Gütesiegel als geschützte Marke dient der Kennzeichnung von qualitativ hochwertigen Produkten und deckt dabei eine breite Palette heimischer Erzeugnisse ab. Gütesiegelrichtlinien gibt es für Milch und Milchprodukte, für Rind-, Kalb-, Schweine-, Lamm- und Ziegenkitzfleisch sowie Fleischerzeugnisse, für Geflügelfleisch, Eier, Obst, Gemüse und Speiseerdäpfel, für Fisch und Fischerzeugnisse und für sonstige Be- und Verarbeitungsprodukte. Darüber hinaus setzt die AMA aber auch auf ein Biosiegel, ein Handwerkssiegel, ein Gastrosiegel und hat zudem eine Futtermittel-Richtlinie pastus + ausgearbeitet. Spezielle Kennzeichnungs- und Registrierungssysteme wie "bos" (Rind) und "sus" (Schwein) schließlich sollen die Nachvollziehbarkeit und Richtigkeit spezifischer Angaben bei Fleisch sicherstellen.

Absatzförderungsmaßnahmen von EU kofinanziert

Unterstützung durch die AMA erhielten Österreichs Bäuerinnen und Bauern aber auch durch sektorale Marketingstrategien, so u.a. bei Milch und Fleisch. Parallel dazu führte die AMA Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen durch, die von der Europäischen Union kofinanziert wurden. Maßnahmen in diesem Bereich waren etwa Print- und Plakatkampagnen, Advertorials, Broschüren, Folder sowie Werbespots in TV und Hörfunk.

Beim Exportmarketing ging es vor allem darum, bestehende Märkte zu pflegen und neue Märkte zu erschließen. Die wichtigsten Absatzländer für die Produkte der österreichischen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind dabei nach wie vor Deutschland und Italien. Die AMA setzt hier verstärkt auf Lebensmittelpräsentationen, Messauftritte und Verkostungen, Schulungen und Informationen.

AMA Marketing erzielte rund 24 Mio. € an Einnahmen

Die dem Bericht angeschlossene detaillierte Übersicht über die Finanzen der AMA Marketing GmbH weist Einnahmen in der Höhe von 23,881 Mio. € aus, die zum Großteil aus Agrarmarketingbeiträgen (18,692 Mio. €) erzielt wurden. Hier schlugen sich vor allem die Bereiche Milch (9,597 Mio. €), Fleisch (5,563 Mio. €) und Obst, Gemüse und Kartoffeln (2,190 Mio. €) zu Buche. Die Aufwendungen der AMA Marketing für qualitätssichernde Maßnahmen und Marketingaktivitäten beziffert der Bericht mit 16,420 Mio. €. Der TV-Bereich hatte dabei mit 21% den größten Anteil, Marketingmaßnahmen in den Printmedien sowie bei Veranstaltungen wiederum machten 20% bzw. 12% der Aufwendungen aus. Die AMA Marketing beschäftigte 2016 69 Angestellte (2015: 67), wobei der gesamte Personalaufwand 4,895 Mio. € betrug. (Schluss) hof