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Parlamentskorrespondenz Nr. 197 vom 01.03.2019

Themenfelder:
Bildung
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/​Anträge/​Unterricht/​LehrerInnen/​Schulwegsicherheit

Neu im Unterrichtsausschuss

Schulweg, Lehrermangel, Lehrberuf, Schulqualität, Geschlechterrollen, Ferienbetreuung

Wien (PK) – Mehr Sicherheit am Schulweg, Aufwertung des Lehrberufs und Demontage von Geschlechterklischees, das sind einige der Oppositionsforderungen, die dem Unterrichtsausschuss des Nationalrats in Antragform vorliegen.

Schulweg sicherer machen

Die laufende Diskussion über die verpflichtende Installation von Warnsystemen an Lkw, sogenannten Abbiegeassistenten zum Ausgleich des toten Winkels, greift SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid auf. In ihrem Antrag (622/A(E)) fordert sie von Bildungsminister Heinz Faßmann, stärker auf Verkehrsminister Norbert Hofer zur Umsetzung einer entsprechenden Vorschrift einzuwirken. Bis Mitte März 2019 erwartet die SPÖ einen diesbezüglichen Gesetzesvorschlag. Die Sicherheit von Kindern am Schulweg dürfe nicht geringer geschätzt werden als die Interessen der Transport- und Logistikwirtschaft, mahnt Hammerschmid.

Lehrermangel vorbeugen

Bundesminister Faßmann solle die Möglichkeit prüfen, arbeitslose TrainerInnen des Arbeitsmarktservice (AMS) als Supportpersonal oder Lehrkräfte an Schulen mit besonderen Herausforderungen einzusetzen, beantragt NEOS-Mandatar Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (649/A(E)). Dafür nötige Budgetmittel könnten aus dem AMS-Topf für "stiftungsähnliche Maßnahmen" kommen, der aufgrund der letzten Entlassungswelle 2018 eingerichtet worden ist. Weiters sei durch pädagogische Fortbildung dafür zu sorgen, dass QuereinsteigerInnen aus dem Erwachsenenbildungsbereich auch langfristig als LehrerInnen arbeiten können, drohe doch ein Lehrermangel.

Lehrer-Image heben

Zur Steigerung der Attraktivität des Lehrberufs rufen die NEOS schon seit längerem nach gezielten Maßnahmen. Ihr aktueller Bildungssprecher Hoyos-Trauttmansdorff richtet nun den Appell an Minister Faßmann, Lehrerinnen und Lehrern mehr Gestaltungsmöglichkeiten in ihrem Beruf zu geben und dadurch ein "differenziertes Berufsbild" zu schaffen, wodurch wiederum das Professionsverständnis der Lehrtätigkeit als Expertenberuf gesteigert würde. Überdies brauche es in der Gesellschaft mehr Wertschätzung für die Tätigkeit von PädagogInnen, erwartet der Antragsteller vermehrt "positive Öffentlichkeitsarbeit" (648/A(E)).

Schulqualität fördern

Bezugnehmend auf das Programm "Grundkompetenzen heben", mit dem eruiert wurde, an welchen Schulen Nachhilfeprojekte zur Leistungssteigerung der SchülerInnen notwendig sind, fordert Hoyos-Trauttmansdorff, dass gleichermaßen Österreichs beste Schulen gefunden und gefördert werden (647/A(E)). Demnach sollten 500 Schulen mit überdurchschnittlich hohen Leistungsergebnissen der Schülerpopulation in Partnerprojekten anhand von Best-Practice-Beispielen einen weiteren Qualitätsschub erhalten.

Geschlechterstereotypen aufbrechen

Die frühkindliche Erziehung ist für JETZT-Bildungssprecherin Stephanie Cox entscheidend zur Änderung tradierter Rollenbilder, die Mädchen und Buben letztlich unterschiedliche Karriere- und Einkommenschancen eröffnen. Geschlechtersensible Pädagogik habe daher im von der Regierung angekündigten verbindlichen Bildungsrahmenplan eine zentrale Stellung einzunehmen, wobei der Plan bundesweit einheitlich umgesetzt werden müsse, so Cox. Der Bereich habe auch in der Pädagogenausbildung implementiert zu werden. In seiner Zuständigkeit für grundlegende Bestimmungen in der Elementarpädagogik solle Minister Faßmann überdies mit ExpertInnen den bestehenden Leitfaden zur geschlechtersensiblen Pädagogik überarbeiten (656/A(E)).

Ferienbetreuung ausbauen

Einen Ausbau der Ferienbetreuung, besonders für SchülerInnen der Sekundarstufe I, hält JETZT-Mandatarin Cox für unabdingbar, nicht zuletzt aufgrund der im Vergleich zu Schulferien meist weit kürzeren Urlaubszeit der Eltern. Abgemildert werden könne der bestehende Betreuungsmangel durch Kooperationen von Schulen mit Hochschulen beziehungsweise den dortigen Lehramtsstudierenden, schlägt Cox vor, StudentInnen während der Ferien in anrechenbaren Praxis-Seminaren für die Arbeit mit SchülerInnen zu gewinnen (657/A(E)). Grundsätzlich sei die Ferienbetreuung quantitativ und qualitativ auszubauen. (Schluss) rei