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Parlamentskorrespondenz Nr. 390 vom 11.04.2019

Themenfelder:
Landesverteidigung/​Frauen
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/​Bericht/​Soldatinnen/​Kunasek

662 Soldatinnen verstärken das österreichische Bundesheer

Verteidigungsminister Mario Kunasek berichtet über die militärischen Dienstleistungen von Frauen

Wien (PK) – 21 Jahre nach Erlassung des Gesetzes über die Ausbildung von Frauen im Bundesheer sind Soldatinnen ein gut integrierter und unverzichtbarer Bestandteil des österreichischen Bundesheers, stellt Mario Kunasek mit Blick auf die Zahlen des aktuellen Berichts über die militärischen Dienstleistungen von Frauen (III-270 d.B.) fest. So ist die Gesamtzahl der Soldatinnen in den letzten Jahren von 89 Ende 1999 auf 662 Ende 2018 gestiegen, 26 Frauen befanden sich durchschnittlich pro Monat im Auslandseinsatz. Der Verteidigungsminister betont in diesem Zusammenhang mit Nachdruck, dass es ihm ein großes Anliegen sei, auch weiterhin sowohl die Anzahl der Soldatinnen zu erhöhen als auch die Attraktivität des Berufsbildes Soldatin zu stärken.

Im Einzelnen hat sich die Zahl der Soldatinnen, die mit Stichtag 31.12.2018 ihren Dienst beim Bundesheer versahen, gegenüber Ende 2017 um 66 erhöht. Von den insgesamt 662 Soldatinnen befanden sich 111 in einem Ausbildungsverhältnis. 545 Soldatinnen standen in einem Dienstverhältnis, davon zwei weibliche Offiziere des Intendanzdienstes, ein weiblicher Offizier des höheren militärtechnischen Dienstes, ein weiblicher Offizier des höheren militärfachlichen Dienstes, ein weiblicher Generalstabsoffizier, drei Militärpilotinnen, 28 weibliche Truppenoffiziere und elf Berufsoffiziersanwärterinnen. Sechs Frauen waren als Vertragsbedienstete des Bundes im Auslandseinsatz.

Im Jahr 2018 haben insgesamt 162 Frauen, davon 27 Leistungssportlerinnen, 16 Berufsoffiziersbewerberinnen, vier Militärärztinnen, eine Militärpilotin, 70 Berufsunteroffiziersanwärterinnen, 18 Militärmusikerinnen, 17 Bewerberinnen für Kaderpräsenzeinheiten (KPE) und neun Milizoffiziersanwärterinnen, den Ausbildungsdienst angetreten. 171 Soldatinnen, darunter 28 Leistungssportlerinnen, 30 Berufsoffiziersanwärterinnen, 80 Berufsunteroffiziersanwärterinnen, acht Soldatinnen für KPE, sechs Milizoffiziersanwärterinnen, drei Milizunteroffiziersanwärterinnen, zwei Militärärztinnen und 14 Militärmusikerinnen wurden entweder in ein Dienstverhältnis als Militärperson auf Zeit oder als Vertragsbedienstete des Bundes mit Sondervertrag für eine militärische Verwendung aufgenommen. Bei sechs Frauen wurde der Ausbildungsdienst verlängert.

Im Berichtszeitraum haben 59 Soldatinnen mehr als 2.000 Tage freiwillige Waffenübungen geleistet. Pro Monat befanden sich durchschnittlich 26 Soldatinnen im Auslandseinsatz. Der höchste bislang von einer Soldatin erreichte Offiziersdienstgrad ist Brigadier, der höchste von einer Soldatin erreichte Unteroffiziersdienstgrad ist Offiziersstellvertreter.(Schluss) hof