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Parlamentskorrespondenz Nr. 1245 vom 20.12.2019

Themenfelder:
Bildung
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/​Anträge

Neu für den Unterrichtsausschuss

SPÖ-Anträge zu Klimabildung, Sexualkunde und Schülervertretung

Wien (PK) – Neue Schwerpunkte im Unterricht und eine demokratischere Zusammenstellung der Interessensvertretung von SchülerInnen urgiert die SPÖ in ihren Entschließungsanträgen.

Klimabildung in Lehrplänen

Die SPÖ-Abgeordneten Eva Maria Holzleitner und Sonja Hammerschmid wollen Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie Nachhaltigkeit unter dem Namen "Klimabildung" in den Lehrplänen von Österreichs Schulen verankert wissen (145/A(E)).

Konkret habe sich jedes Schulfach mit der Vermittlung von Wissen über die Klimakrise, Klimagerechtigkeit, Umweltschutz und das Prinzip der Nachhaltigkeit zu befassen. Nicht nur theoretische Lösungen seien aufzuzeigen, sondern auch in der Praxis müssten die Schulen einen klimafreundlichen Alltag vorleben, von der Ressourcennutzung bis zur Gestaltung von Reisen, so Holzleitner und Hammerschmid. Eine Forderung von Fridays for Future aufgreifend drängt die SPÖ überdies, sämtliche Lehrkräfte zwecks wirkungsvoller Bewusstseinsbildung entsprechend zu schulen.

Qualitätsvolle Sexualkunde

Ein besonderes Anliegen ist Hammerschmid und ihrer Parteikollegin Gabriele Heinisch-Hosek ein qualitätsvoller Sexualunterricht an Schulen. Dementsprechend sollte das Bildungsministerium einen Plan zur flächendeckenden Bereitstellung schulischer Bildungsangebote zu den Themen Sexualität, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch in den Schulen ausarbeiten. Die Finanzierung damit betrauter externer Anbieter und Beratungsstellen sei sicherzustellen. Entscheidend sei überdies, dass die vorgetragenen Inhalte mit dem Grundsatzerlass Sexualpädagogik übereinstimmen (113/A(E)).

Demokratisierung der SchülerInnenvertretungswahl

Die SPÖ kritisiert Demokratiedefizite bei der Zusammensetzung der Bundesschülervertretung, also der Interessensvertretung aller SchülerInnen Österreichs. Beispielsweise würden LandesschulsprecherInnen für verschiedene Schulformen ohne einen zusätzlichen Wahlvorgang in die Bundesschülervertretung (BSV) entsendet. Die Wahl der Bundesschulsprecherin oder des Bundesschulsprechers obliege einzig den Mitgliedern des BVS-Gremiums. Eva Maria Holzleitner und Sonja Hammerschmid schlagen deswegen vor, das Wahlrecht der Schülervertretung mittels einer "kleinen Direktwahl" demokratischer zu machen. Der Kreis der Wahlberechtigten würde sich dadurch um ein Vielfaches steigern, wie die AntragstellerInnen ausführen (144/A(E)). (Schluss) rei