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Parlamentskorrespondenz Nr. 798 vom 14.07.2020

Themenfelder:
Kultur
Format:
Parlamentarische Materialien
Stichworte:
Nationalrat/​Anträge/​Restitution

Neu im Kulturausschuss

NEOS fordern Restitutionsgesetz für afrikanische Kulturgüter

Wien (PK) – NEOS-Abgeordnete Henrike Brandstötter spricht sich für eine Restitution von afrikanischen Kulturgütern in österreichischen Museen aus, die unter problematischen Umständen erworben wurden. Sie verweist dazu auf die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage vom 11. Dezember 2019. Darin habe das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport festgestellt, dass die Sammlungen des Weltmuseums Wien mehr als 36.000 Artefakte aus Afrika südlich der Sahara sowie 8.500 weitere aus Nordafrika enthalten. Im Museum für Angewandte Kunst seien knapp 2.000 Objekte zu finden. Bei etwa 12.000 Objekten würden Region und Zeitraum des Erwerbs auf potentielle Ethikprobleme bei der Anschaffung schließen lassen, bei weiteren 5.000 Inventarnummern bedürfe es einer weiteren Einschätzung der Erwerbsumstände, entnimmt Brandstötter dem Bericht des Ministeriums.

Da es derzeit keine Forschung über Fragen der Provenienz und einer möglichen Restitution gebe, sei eine Gesetzesinitiative notwendig, mit der die Restitution von kolonialen Kulturgütern problematischer Herkunft ermöglicht wird, befindet Brandstötter (674/A(E)). Sie fordert auch ein Projekt zur Ausbildung von Museumspersonal in Partnerländern sowie finanzielle und fachliche Unterstützung bei der Schaffung von Museen in Partnerländern. Dort, wo es sinnvoll sei, sollten außerdem Konzepte für den Kulturtourismus erarbeitet werden, lautet eine weitere Forderung der NEOS-Abgeordneten. (Schluss) sox