Bundesrat Stenographisches Protokoll 620. Sitzung / Seite 60

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Resolution: Gebietsmanagement durch den Förster: Im Grundsatz stimmen die Staatsförster mit den für die österreichischen Bundesforste formulierten Leitlinien der Unternehmensentwicklung mit der vorgesehenen Dezentralisierung, Deregulierung, Kostentransparenz, Kostenverantwortung und dergleichen überein. Wir erwarten die konsequente Umsetzung dieser Vorgaben und sehen als eine Ebene des gebietsbezogenen Managements den Försterbezirk an. In diesem Bereich wird nach unserer Meinung umfangreiche operative Arbeit geleistet. Um aber die geplanten Reformen erfolgreich zu realisieren, halten wir es für notwendig, den örtlich oft sehr differenzierten Aufgabenumfang für das Gebietsmanagement Försterbezirk anläßlich der Umsetzung des Organisationskonzeptes klar zu definieren und die Organisationsgröße flexibel darauf abzustimmen.

Die Staatsförster vertreten den Standpunkt, daß das gebietsbezogene Management letztlich am kostengünstigsten durch den Förster wegen seiner Effizienz und Motivation bei gleichzeitig flexibler Arbeitszeit erfüllt wird. Der Förster ist auch Imageträger des Betriebes in der Öffentlichkeit. In diesem Sinne sollte auch die Öffentlichkeitsarbeit hier verstärkt werden.

Unter diesen Gesichtspunkten wird der Vorstand der Österreichischen Bundesforste gebeten, auch angesichts der herrschenden Arbeitslosigkeit für den forstlichen Nachwuchs wieder Forstadjunkten wieder aufzunehmen und diese wie auch Förster für die Unterstützung des gebietsbezogenen Managements Försterbezirk einzusetzen. Soweit die Resolution.

Ich bringe meiner Hoffnung nochmals Ausdruck, daß die Entscheidungen schlußendlich ausgelagert werden, damit eine positive Entwicklung der Österreichischen Bundesforste AG gewährleistet wird.

Damit möchte ich den Bereich der Bundesforste schon abschließen und auch ein paar Worte zu den Bundesversuchswirtschaften, zur Umwandlung in eine GesmbH Wieselburg, Fuchsenbigl und Königshof anmerken. Der Königshof hat sicherlich eine etwas andere Grundvoraussetzung als die beiden vorgenannten.

Ich finde es als eine klare Entscheidung der Vernunft, daß Äcker von den Österreichischen Bundesforsten zu der Bundesversuchswirtschafts GesmbH wandern wenn man so möchte und Wald von der GesmbH zu den Bundesforsten. Das ist eine vernünftige Regelung. Ich glaube, daß diese tatsächlich von Erfolg gekrönt sein wird.

Die Bundesversuchswirtschaften haben in der Vergangenheit eigentlich bewiesen, daß sie durch ihre Versuchsreihen in besonders hohem Maße an der Entwicklung der österreichischen Landwirtschaft Anteil haben. Die Bildung einer GesmbH führt meines Erachtens zu höherer Flexibilisierung, damit zu schnelleren Entscheidungen, womit sicher auch der Verwaltungsaufwand verringert werden kann. Wichtig ist meines Erachtens auch, daß die GesmbH auch künftig Versuchsreihen durchführt und vielleicht noch im höheren Ausmaß als bisher, damit für die allgemeine Landwirtschaft, wenn Sie so wollen, eine weitere positive Entwicklung zur Produktion naturnaher, gesunder Lebensmittel ermöglicht wird.

Positiv möchte ich auch noch erwähnen, daß das Zusammenwirken von der Ausbildungsstätte Francisco Josephinum und der Bundesversuchswirtschaft GesmbH auch in Zukunft ermöglicht wird, denn diese Gesellschaft bleibt auch in Zukunft für das Josephinum in gewisser Weise Schulwirtschaft.

Ich hoffe im Sinne der in der Bundesversuchswirtschaft Beschäftigten, daß es nur zu kleinen Reduzierungen der Anzahl der Arbeitsplätze kommt, und ich weiß, daß auch hier in Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen die Rechte der Dienstnehmer gewahrt werden konnten.

Obwohl durch die Ausgliederung von der Bundesversuchswirtschaft und Bildung einer GesmbH die Bundesversuchswirtschaft dennoch nicht in die Lage versetzt wird, an kofinanzierten Förderungen teilzunehmen, scheint mir doch eine positive Entwicklung und der Weiterbestand gesichert.


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