Bundesrat Stenographisches Protokoll 635. Sitzung / Seite 159

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Ich möchte hier nur ein Beispiel anführen, nämlich das Sport-Schnupper-Projekt "Sporthits for Kids". Dieses Pilotprojekt wurde in Wiener Neustadt mit großem Erfolg durchgeführt, in das Schüler aller Schultypen ab der dritten Schulstufe mit eingebunden waren.  Ich glaube, daß diese Art von Projekten eine große Chance im Bereich der Schulautonomie bieten, Buben und Mädchen anzusprechen. Denn wir dürfen nicht übersehen, daß der Schulsport durch die Schulautonomie in eine neue Konkurrenzsituation gekommen ist, ebenso wie andere Bereiche, etwa Basteln, Sprachkurse und vieles mehr. Und wenn es uns ein Anliegen ist, daß Kinder keine Haltungsschäden oder sonstige gesundheitliche Schäden bereits in jungen Jahren bekommen, dann muß es uns besonders am Herzen liegen, derartige Projekte auch zu fördern.

Es ist eine besonders gelungene Idee, daß jene Trainerinnen und Trainer, die vom Bundeskanzleramt finanziell unterstützt werden, auch eine bestimmte Anzahl an Sportunterrichtsstunden absolvieren sollen, damit auch Schülerinnen und Schüler einen entsprechend kompetenten Sportunterricht genießen können. Das ist eine Idee, die von Staatssekretär Wittmann ins Leben gerufen wurde.

Wenn ich manchmal auch Auffassungen von Kollegen Harring teile, so bin ich dennoch bei der Einschätzung der Bedeutung von Politikern, die sich mit Sport befassen, nicht der Meinung, daß es so wichtig ist, daß sie jenen, die auf dem Stockerl stehen, in die Arme fallen, wie Kollege Harring gemeint hat. Meines Erachtens ist es viel wichtiger, daß verantwortliche Sportpolitiker Akzente setzen, neue Projekte entwickeln und  wie es Kollege Wittmann jetzt auch erreicht hat  überlegen, wie die Finanzierung im Sportbereich gesichert werden kann.

Ich glaube, daß es auch Überlegungen im Bereich der Valorisierung geben muß. Die Sportförderung soll nach den Jahren 1996 und 1997, in denen es keine Valorisierung gegeben hat, durch die Einbeziehung von Sport  Lotto  Toto neue finanzielle Möglichkeiten bekommen. Staatssekretär Wittmann hat diesbezüglich neue Überlegungen angestellt, und es werden im Projektbereich neue Akzente gesetzt werden, insbesondere wird aber auch bei der Finanzierung dazu beigetragen werden, daß die Sportorganisationen, vor allem aber auch die einzelnen Sportlerinnen und Sportler stärker unterstützt werden.

Ein Aspekt, den wir thematisch vor kurzem im Bundesrat behandelt haben, ist der Themenbereich: "Frauen und Sport", genauer gesagt: "Frauen beim Bundesheer und Sport". Wir haben bei unserer letzten Sitzung über diese neue Möglichkeit gesprochen. Ab 1998 ist Frauen der Zugang zum Heer möglich. Im April 1998 werden die ersten Frauen einrücken, ab Juni 1998 könnte es dann den ersten weiblichen Präsenzdienern möglich sein, als HSNS-Sportlerinnen tätig zu werden. Ich war selbst bei der HSNS eingerückt und weiß aus eigener Erfahrung, daß das eine Einrichtung ist, die Sportlern  und dann auch Sportlerinnen  gute Möglichkeiten bieten kann, sich in einem sehr sensiblen Alter auf neue sportliche Herausforderungen vorzubereiten.

Nun noch ganz kurz zu einer Zielgruppe, die uns Sozialdemokraten ebenfalls sehr am Herzen liegt, nämlich die Behinderten: Wir hatten in Österreich gerade in den letzten zwei, drei Jahren herausragende Leistungen im Bereich des Behindertensports zu verzeichnen. Es ist sehr erfreulich, daß es 1996 gelungen ist, daß der Österreichische Behindertensportverband als ordentliches Mitglied mit besonderer Aufgabenstellung in die Österreichische Bundessportorganisation aufgenommen wurde, womit auch die Finanzierung und die finanzielle Abdeckung für den Behindertensport gesichert ist.

All diese Aspekte, die bereits angeführt wurden und die ich einzubringen versucht habe, veranlassen uns Sozialdemokraten, diesen Bericht zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)

20.30

Vizepräsident Jürgen Weiss: Nächster Redner ist Herr Bundesrat Peter Rieser. Ich erteile ihm das Wort.

20.30

Bundesrat Peter Rieser (ÖVP, Steiermark): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Meine Vorredner haben sich mit Spitzensport und Breitensport auseinanderge


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