Bundesrat Stenographisches Protokoll 650. Sitzung / Seite 71

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vorhandene Dokumentationen, Kartierungen und andere Forschungsarbeiten auszuwerten und daraus einen Maßnahmenkatalog zu erstellen,

die Einbringung vernachlässigter Objekte aus privater und öffentlicher Hand in einen Nationalfonds nach Vorbild des National Trust zu prüfen,

im Zusammenwirken mit dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft den freien und unentgeltlichen Zugang in die österreichischen Bundesgärten für die Bürger weiterhin zu gewährleisten."

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Meine Damen und Herren! Wir bitten um die Unterstützung dieses Antrages. (Beifall bei den Freiheitlichen.)

13.40

Vizepräsident Jürgen Weiss: Der von den Bundesräten Thomas Ram und Kollegen eingebrachte Entschließungsantrag betreffend Denkmalschutz für historische Gärten und Parks ist genügend unterstützt und steht demnach mit in Verhandlung.

Als nächstem Redner erteile ich Herrn Bundesrat Mag. John Gudenus das Wort. Bitte.

13.40

Bundesrat Mag. John Gudenus (Freiheitliche, Wien): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kollegen und Kolleginnen! Ich möchte gleich zu Beginn meiner Rede auf das Technische Museum sowie auf die Albertina mit einigen Überlegungen beziehungsweise Anregungen zu sprechen kommen. Vielleicht sind sie auch nur als Kritik aufzufassen.

Besonders die Albertina, die seit Jahren schon in einer Dependance ihre Schaustellungen dem Publikum öffentlich zugänglich macht, erscheint mir als ein finanzielles Faß ohne Boden, und in meinen Überlegungen, wann die Albertina wieder an der ursprünglichen Stätte dem Publikum zugänglich gemacht wird, scheinen noch einige Jahre vorbeizugehen, vielleicht auch einige Minister oder Ministerinnen zu wechseln.

Auch das Technische Museum steht nach Jahren einer eher chaotischen Planung und Durchführung, für die die Frau Bundesministerin aber sicher nichts kann, im öffentlichen Rampenlicht, und zwar nicht nur am Ende der Mariahilfer Straße, aber auch der Direktor des Museums übt ein wenig Kritik an der derzeitigen Politik.

Direktor Donhauser übt Kritik am "Budget der toten Hose", wie er es bezeichnet, weil dieses Budget für die zukünftigen Bedürfnisse anscheinend nicht ausreichend sei. Ist die Eröffnung, die Sie, Frau Bundesministerin, für den Frühsommer dieses Jahres angekündigt haben, auch tatsächlich gesichert?

Es ist erfreulich, daß durch diesen Fast-Neubau oder Erweiterungsbau des Technischen Museums viele Gegenstände gezeigt werden können, die bislang mit gestutzten Flügeln, zum Beispiel Flugzeuge, also nur unvollständig gezeigt werden konnten. Aber es scheint mir trotzdem fraglich zu sein, ob nicht die zum Beispiel von uns vor geraumer Zeit in einer Anfrage an Sie erwähnte Eisenbahnsammlung ordnungsgemäß oder auch publikumsansprechend gezeigt werden kann.

Sie erwähnten anläßlich einer an Sie gerichteten Anfrage letzten Jahres, daß im zweiten Obergeschoß des Technischen Museums die wichtigsten Ausstellungsstücke für drei bis vier Jahre öffentlich zugänglich gemacht werden sollten. Aber es gab damals auch eine Anfrage des Kollegen Himmer von der ÖVP, der ein Anbot von Wiener Neustadt ins Gespräch brachte, welches, wie Sie meinten, Ihnen bis zu diesem Zeitpunkt nur mündlich zugegangen ist.

Ich meine, daß das einige Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Technischen Museum sind, die, wie mir aus Mitarbeiterkreisen des Technischen Museums mitgeteilt worden ist, noch


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