Bundesrat Stenographisches Protokoll 690. Sitzung / Seite 157

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rung, zu Ihrem Verhalten in der vorigen und vorvorigen Regierung. Ich werde Ihnen nichts überreichen, sondern mich nur verbal damit auseinander setzen.

Nun zur Situation des Reinhart Gaugg und des Herrn Ministers. (Zwischenruf des Bundesrates Mag. Himmer. ) Ich werde mich kurz halten, sollte es aber Missverständnisse geben bei der Nennung von Namen und Zusammenhängen, dann ersuche ich, um diese von vornherein ausschließen zu können, nachzufragen.

Reinhart Gaugg war einer derjenigen, die Jörg Haider auf den Schultern getragen haben. Ab diesem Zeitpunkt kennt man ihn in ganz Österreich. Reinhart Gaugg ist zwei Jahre älter als ich, politisch natürlich noch älter, und er hat mehr geleistet, als nur einen künftigen Landeshauptmann auf den Schultern zu tragen.

Reinhart Gaugg gehörte wie die Familie Huber, zu der unter anderem auch Kriemhild Trattnig gehört, wie ein damaliger Stadtrat und Vizebürgermeister Walter Candussi oder der Villacher Gernot Rumpold  er ist ein bisserl später gekommen, aber das spielt keine Rolle  zu diesem ganz persönlichen Freundeskreis. Davor gab es jemanden, der in Kärnten sein politischer Vater war. Ich denke, manche werden ihn kennen: Er hieß Ferrari-Brunnenfeld. Nachdem Ferrari-Brunnenfeld den Oberösterreicher Jörg Haider in Kärnten politisches Asyl gegeben hat, weil er ihn für einen begabten jungen Mann gehalten hat, kam Haider in Kontakt mit seinen damaligen Freunden. Ich werde auf deren Namen noch zurückkommen. Mittlerweile werden Sie wissen, wo sich diese vormaligen Freunde des Jörg Haider befinden. Und anhand dieser Auflistung werden Sie dann Verständnis haben für die Situation des Reinhart Gaugg.

Reinhart Gaugg hat damals mitgeholfen, gemeinsam mit diesen Freunden und der politischen Ziehmutter Kriemhild Trattnig, für den Jungstar eine Position zu schaffen, und Ferrari-Brunnenfeld, der politische Vater, musste das politisch Zeitliche segnen. Übrig blieb diese Gruppe.

Das wird vielleicht auch an die Öffentlichkeit dringen, und daher muss ich sagen, ich habe heute ein Privileg: Kollegin Kanovsky-Wintermann ist ab der nun folgenden Phase das andere ist historisch nachzulesen meine Kronzeugin! Da entlasse ich jetzt den Herrn Minister, denn ihn habe ich damals nicht gekannt  Spittal und Klagenfurt sind ein bisschen weit voneinander entfernt , ihn habe ich erst später kennen gelernt, obwohl er damals auch in der FPÖ war, aber nicht in diesem Umfeld der Klagenfurter Szene.

Vizebürgermeister Stadtrat Walter Candussi  ab jetzt tritt auch Kollegin Kanovsky-Wintermann ein, jetzt haben wir die faire politische Kultur, dass wir einander tatsächlich berichtigen können, wenn etwas nicht stimmt  war plötzlich irgendwie unliebsam und  ich kann das, wenn Frau Stadträtin Kanovsky-Wintermann Interesse daran hat, natürlich auch noch in einer weiteren Wortmeldung ausführen, aber ich will es kurz machen  wurde Thema des Parteipräsidiums der Kärntner FPÖ. Man unterstellte ihm, er hätte Jörg Haider mit dem Besitz von irgendwelchen Bildern in irgendeinem Koffer in eine unliebsame Situation gebracht, sprich, er hätte ihn erpresst. Also ich glaube das überhaupt nicht, diese Koffer und Bilder interessieren mich auch überhaupt nicht.

Danach musste Walter Candussi das politisch Zeitliche segnen. Wohnsitz unbekannt, er wollte eine Zeit lang U-Boot sein und seine Ruhe haben, vor wem auch immer. Damals hat Reinhart Gaugg, nicht als Täter, seinem Freund und Kumpel Jörg Haider geholfen, um diesen Candussi, der einer der ersten Mitbrüder und Väter war, in der Stadtrat- und Vizebürgermeisterfunktion entledigen zu können.

Eine, die im damaligen Parteipräsidium der FPÖ erstaunlicherweise das Wort für diesen Stadtrat Walter Candussi geführt hat, war  ich glaube, sie war Landtagspräsidentin  Kriemhild Trattnig. Sie hat sich auf den Weg gemacht und recherchiert, ob das stimmt, dass Candussi da mit irgendwelchen Bildern und Koffern erpresst, und ist draufgekommen: Das stimmt nicht.

Einige Zeit später, wie man weiß, haben dann einige, zu denen auch noch Gernot Rumpold und Reinhart Gaugg gehörten, diese Dame in der Kärntner Politik so lange lächerlich gemacht, bis es ihr gereicht hat. Sie ist dann auch aus ihren politischen Funktionen ausgeschieden, aber,


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