Sie wissen sicherlich, wenn Sie sich damit befasst haben, dass sehr viele der Straftaten, die von reisenden Tätern begangen werden, natürlich schwer zu klären sind, in der Aufklärung sehr aufwendig sind und dass hier natürlich vieles im Dunkeln bleibt. Schon deswegen ist die Ausländerstatistik hier vielleicht nicht so hundertprozentig 1 : 1 zu übernehmen. Aber es ist Tatsache, dass in den Karteien der Exekutive die ausländischen Namen weitaus mehr vertreten sind als die inländischen. Das kann ich Ihnen versichern, dass dem so ist. Ich glaube, der Herr Innenminister kann Ihnen das auch bestätigen. (Bundesrat Schennach: Konecny ist auch ein ausländischer Name! Wo ordnen Sie ihn zu?) – Wir sollten schon am Boden bleiben. Wenn Sie mit den Leuten reden, dann werden Sie das bestätigt bekommen. Bleiben wir am Boden! Ich glaube, dass ich da sehr wohl die Erfahrung habe, hier sagen zu können, dass es sich hier ganz klar um Ausländer oder um Gastarbeiter handelt und nicht um den Wiener oder den Vorarlberger. Das möchte ich hier noch einmal festhalten.
Die Kollegin Schicker und auch Kollege Schennach haben die Flüchtlinge in Kärnten angesprochen und gesagt, dass die Zahl der Einbürgerungen hinaufgegangen ist. Sie haben sicher das Schreiben vom Bundesministerium für Inneres bekommen, das klarlegt, weshalb diese Zahl gestiegen ist. Faktum ist, dass auf Grund des Bürgerkrieges in Jugoslawien sehr viele Flüchtlinge in Kärnten gelandet sind, Asyl bekommen haben, dort den Aufenthaltstitel gehabt haben und jetzt ihre Familien nachholen beziehungsweise die Familien jetzt nachträglich eingebürgert werden. Deshalb diese Steigerung. In Kärnten war die Einbürgerungsquote immer sehr, sehr gering, und der Umstand, dass jetzt die Zahl der Familieneinbürgerungen zugenommen hat, verfälscht natürlich die Statistik, welche nun einen sehr hohen Zuwachs ausweist. So viel dazu.
„Flüchtlinge in Kärnten“, ein Beispiel, das mir letzthin in einer Zeitung untergekommen ist, ich glaube, es war die „Kronen Zeitung“. Ich habe sie leider heute nicht da, weil ich nicht gewusst habe, dass wir heute über Flüchtlinge diskutieren, sonst hätte ich sie dabei. In diesem Artikel habe ich gelesen, dass ein ganzer Familienclan – es handelt sich um Asylwerber aus Weißrussland – von Graz nach Kärnten hätte verlegt werden sollen. Sie waren mit der Unterkunft nicht zufrieden, obwohl sie tadellos war. Es handelte sich um ein ehemaliges Hotel, soviel ich gehört habe, jedoch gab es kein Sat-TV. Diese Unterkunft war diesen Herrschaften also zu minder, weshalb sie einen Protest initiiert und eine Busblockade organisiert haben. Ich glaube, wenn man im eigenen Land wirklich verfolgt wird und in einem anderen um Asyl ansucht, sollte man sich auch dementsprechend benehmen und nicht mit solchen Aktionen auffallen. Diese Familie ist bereits in einer anderen Unterkunft negativ aufgefallen, weil ihr das Essen nicht geschmeckt hat. Also das ist für mich Asylmissbrauch und nicht Asylwerben. Das muss ich ganz klar festhalten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Noch ein kleines Beispiel zu den Asylwerbern. In den letzten Wochen hat es in Vorarlberg sehr viele schwere Straftaten gegeben. Und welch ein Zufall: Die Raubdelikte sind alle von Asylwerbern begangen worden. Das ist kein Zufall, das ist Faktum. Das möchte ich hier nur festhalten, damit das auch einmal dokumentiert ist.
Nun aber zum Sicherheitsbericht 2001/2002. Ich muss auch sagen, dass es sich hier um ein sehr umfangreiches Werk handelt. Ich möchte mich auch bei den Beamten, die dieses Konvolut erstellt haben, recht herzlich bedanken. Es ist sehr übersichtlich, sehr umfangreich, in manchen Teilbereichen fast zu umfangreich, sodass die Berichte mit anderen Berichten aus früheren Jahren nicht mehr ganz vergleichbar sind. Ich verstehe, dass es in gewissen Bereichen Änderungen geben muss, die auch gemacht werden, aber dadurch sind sie mit Berichten aus früheren Jahren nicht mehr völlig vergleichbar. Vielleicht diese kleine Kritik dazu.
Herr Kollege Kühnel hat angesprochen, dass die Kriminalität im Steigen begriffen ist. Das stimmt, sie wird noch viel mehr steigen, wenn wir uns die Vorfälle der letzten
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