BundesratStenographisches Protokoll749. Sitzung / Seite 83

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entsteht beziehungsweise was noch in der Schublade vorhanden ist, weiß, dass es hier eine harte Konkurrenz auf relativ kleinem Raum gibt.

Graz – ich habe die Stadt schon als Kulturhauptstadt 2003 erwähnt – ist ein Beispiel dafür, dass gerade auch der Kulturtourismus sehr erfolgreich abgewickelt werden kann. In wohl kaum einer anderen Stadt finden Sie auf so engem Raum moderne Architektur kombiniert mit einem mittelalterlichen Ambiente der Innenstadt.

Die Süd- und Weststeiermark schließlich – die kulinarische Region. Das Weinland, wie es bezeichnet wird, hat den steirischen Wein vom einstigen Geheimtipp zum Export­schlager werden lassen. Viele bezeichnen diese Landschaft ob ihrer reizvollen Hügellandschaften auch als die steirische Toskana.

Urlaubsthemen in der Steiermark – ich habe es schon erwähnt –, die in Zukunft eine Rolle spielen werden, sind eben die Familie, Wandern, Wellness, Beauty, Gesundheit, Kultur und Kulinarium. Investitionen in die Zukunft sind wichtig, wie wir auch schon gehört haben. Hier hält der Trend an, dass vor allem im Hochpreissegment Zuwächse erreicht werden. Ich glaube, Kollege Mitterer hat es heute schon angesprochen: Es ist nicht nur die „Hardware“, sondern es ist die „Software“, die sehr viel bei den Gästen bewirkt. Ein höflicheres Lächeln, ein freundliches Dankeschön macht oft viel mehr aus als ein Topzimmer. Diese Qualität wird bei uns hochgehalten – dank gut ausgebildeter Mitarbeiter. Ich darf an dieser Stelle allen MitarbeiterInnen, die direkt oder indirekt im Tourismus beschäftigt sind, sehr herzlich für ihre Leistungen danken. Ich darf aber auch dem Unternehmertum beziehungsweise den Unternehmerinnen und Unterneh­mern dafür danken.

Letzten Endes kommt es auf die Leute an, die sich trauen, die bereit sind, Geld in die Hand zu nehmen, und die oft sehr allein gelassen werden, wenn es einmal nicht so gut läuft. Ich meine, diese Leute haben sich einmal einen besonderen Applaus an dieser Stelle verdient. (Allgemeiner Beifall.)

Die Tourismusförderung wurde auch schon angesprochen. Es ist immer die Frage: Weniger Steuern, dafür sozusagen mehr Förderungen – oder umgekehrt? Das, was ich jetzt genannt habe, wäre der Idealfall. Wir haben über die Förderschienen schon gehört. Sehr erfolgreich entwickeln sich oft gemeinsame Investitionen, sogenannte Public-Private-Partnership-Investitionen, wo von der öffentlichen Hand und von privater Seite Geld in Leitprojekte für Regionen fließt.

Solche Leitprojekte gibt es auch in unserer Region. An dieser Stelle darf ich mich auch bei dem in der Steiermark zuständigen Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer sehr herzlich bedanken. Er hat es ermöglicht, dass gerade in der Region steirisches Salzkammergut zwei Großprojekte verwirklicht werden können: Der Spatenstich für die Grimming-Therme wird am 12. Dezember dieses Jahres stattfinden, und für das neue VitalBad Aussee im Frühjahr 2008. Das bedeutet ein Gesamt­investitionsvolumen, mit angeschlossenen Hotels, von rund 100 Millionen €. Was das an Wertschöpfung bedeutet, das kann man sich ausrechnen, sowohl im Bereich der Arbeitsplätze, aber auch für die gesamte Wirtschaft in dieser Region bis hin zur Obersteiermark und zum angrenzenden oberösterreichischen Salzkammergut.

Dafür ein herzliches Dankeschön. Ich glaube, dieser erfolgreiche Weg sollte auch in Zukunft fortgesetzt werden – mit Berichten, die es verdient haben, dass wirklich viele anwesend sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Bundesräte Ing. Kampl und Mitterer.)

13.51


Präsident Mag. Wolfgang Erlitz: Zu Wort gemeldet hat sich Frau Bundesrätin Konrad. Ich erteile es ihr.

 


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