beschränkungen aufgrund des IG-Luft einhalten. (Weiterer Zwischenruf des Bundesrates Ertl.)
Ich bin seit 28 Jahren Fahrschullehrerin und seit 21 Jahren selbständige Fahrschulunternehmerin. Erlauben Sie mir als Expertin, hier noch ein paar Bemerkungen oder Anregungen zu diesem Thema zu machen!
Was die Alkolenker betrifft, so werden, meine ich, höhere Verwaltungsstrafen allein nicht viel mehr bringen. Als Prävention ist hier zwar das Verkehrscoaching angedacht; was genau man aber darunter versteht und wer welche Inhalte dann vermitteln wird, das ist sicher noch sehr genau zu klären und zu definieren.
Wichtig aus meiner Sicht ist die Bewusstseinsbildung bei der Jugend, aber auch die Vorbildwirkung, die wir alle täglich auf die Jugend ausüben, indem diese sieht, wie wir uns verhalten. Ich kann aus meiner Erfahrung aus der Fahrschule sagen, dass Visualisieren, Beispiele zeigen ganz wichtig ist, denn die gehen so unter die Haut. Wir haben ganz tolle Filme, die wir unseren Schülern zeigen, die nicht im Lehrplan sind.
Da gibt es zum Beispiel diesen Clip auf YouTube – ich weiß nicht, wer ihn gesehen hat –, die wahre Geschichte der Jacqueline. Das ist so erschütternd! Man sieht einen jungen, feschen Mann, der mit dem Auto fährt; auch sie fährt, mit zwei Freunden. Er ist alkoholisiert, hat ein paar Bier zu viel getrunken.
Es kommt zu einem schweren Verkehrsunfall, das Auto der anderen brennt aus. Die zwei Freunde von Jacqueline kommen ums Leben; sie überlebt mit schwersten Verbrennungen und sieht eigentlich heute noch aus wie eine lebende Mumie und hat nur Schmerzen. – All diese Geschichten gehen wirklich unter die Haut, das muss man sich einmal auf YouTube anschauen! Ich denke, wenn man solche Dinge in der Ausbildung macht, in der Schule, hat das einen Effekt.
Wir haben uns auch einen Film, der X-periment heißt, vom ADAC Deutschland besorgt. Der ist ganz interessant, da gibt es zwei Handlungen: Der Film fängt in beiden Fällen gleich an, nur einmal machen sie es richtig, trinken keinen Alkohol und fahren mit dem Taxi, im zweiten Fall wird etwas getrunken und es folgt ein schwerer Unfall. Dann sieht man, wie die jungen Leute zur Beerdigung gehen und einer, der vorher ein toller Fußballer war, im Rollstuhl zum Fußballplatz geschoben wird. – Also, diese Dinge gehen wirklich unter die Haut, und ich würde mir wünschen, dass wir da mehr tun.
Da ein Kollege vorhin die Gelder des Verkehrssicherheitsfonds angesprochen hat: Beim nächsten Tagesordnungspunkt betreffend die 30. KFG-Novelle gehen wir ja auch auf die Erhöhung des Verkehrssicherheitsbeitrages für Wunschkennzeichen von 145 € auf 200 € ein. Man muss sagen, der Staat nimmt damit sehr viel Geld ein, in den Ländern liegt da sehr viel drin!
Ich bin zum Beispiel als Fachvertreterin der Kraftfahrschulen auch in diesem Verkehrssicherheitsfonds drinnen, wodurch ich sehe, welche Maßnahmen, welche Ideen da beraten werden. Aber leider Gottes, muss ich sagen, gehen wir schon ein bisschen mit der Gießkanne vor, und deswegen ist zu überlegen, ob man nicht länderübergreifend – oder auch in den Bundesländern separat – nicht mit Gießkannenmaßnahmen handelt, sondern vielleicht Videospots, Filme dreht, die man Fahrschulen, Schulen, allen möglichen Institutionen zur Verfügung stellen kann, wodurch man eben nicht nur bestraft, sondern auch in die Prävention investiert.
Auch die Maßnahmen zur Sicherung der Kinder finde ich sehr gut und wichtig, vor allem, Frau Bundesministerin, dass Sie auch dahin gehen, dass man dem Babypaket Informationen für die Eltern beilegt, dem Mutter-Kind-Pass Informationen beigibt, denn es ist so: Ich glaube, viele Eltern wissen zum Teil schon, wie gefährlich das ist, aber ich denke, manchmal ist es einfach uncool, etwas zu sagen, oder die Eltern setzen sich
HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite