für die Gespräche, die in weiterer Folge zu führen sind. Was wir nicht wollen – das sage ich auch ganz klar – ist, dass in Bildungsfragen die Kompetenzen zur Gänze zum Bund wandern.
Auch hier sage ich als Landeshauptmann des Burgenlandes: Wir waren Schlusslicht im Bereich der Bildung, wir haben die niedrigste Zahl von Maturantinnen und Maturanten in den vergangenen Jahrzehnten gehabt. Und genau die Regionalität ist es, die dazu geführt hat, dass wir im Bildungsbereich jetzt die zweithöchste Zahl an Maturanten in Österreich haben. Ich denke, dass sich alle Bundesländer sehr intensiv mit dieser Bildungsfrage befasst haben und dass es hier auch einen einheitlichen Standpunkt bei der Landeshauptleutekonferenz geben wird.
Wir sind auch dafür, dass wir über Landesverwaltungsgerichtshöfe diskutieren – auch das ist schon einige Male andiskutiert worden –, wir werden aber keinen Reformen im Bereich der Verwaltung zustimmen, die zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger gehen.
Ich glaube, dass es ganz, ganz wichtig ist – auch darüber muss man diskutieren, und das kostet natürlich Geld –, ein wohnortnahes Spital zu haben. Das hat natürlich für die Menschen einen großen Stellenwert. Es ist ein Unterschied, ob ich nach einem Herzinfarkt in 15 Minuten im nächsten Krankenhaus bin oder ob ich eine Dreiviertelstunde oder eine Stunde ins nächste Spital fahre.
Also insofern bin ich dafür, dass man im Bereich der Verwaltungsreform alles hinterfrägt, aber andererseits sage ich auch: Es darf nicht zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger gehen! Wohnortnahe Krankenanstalten, wohnortnahe Schulen und auch die wohnortnahen Verwaltungseinheiten, Bezirkshauptmannschaften haben für die Länder einen sehr großen und wichtigen Stellenwert. Wohnortnahe Einrichtungen zeugen von Bürgernähe. Wir haben bei den Bezirkshauptmannschaften auch Umfragen gemacht mit dem Ergebnis, dass bis zu 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, der Menschen in unserem Bundesland sehr zufrieden oder zufrieden mit der Arbeit der Bezirkshauptmannschaften sind, einer Verwaltungseinheit, die sehr nahe bei den Menschen ist.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass natürlich auch die Sicherheit einen sehr hohen Stellenwert hat, dass wir große Anstrengungen unternehmen müssen, damit die Bundesländer auch in Zukunft sicher bleiben. Ich habe zum Beispiel schon im Mai ein Treffen mit den Landeshauptleuten von Niederösterreich und von Wien gehabt, und bereits damals habe ich darauf hingewiesen, wie wichtig die Bedeutung des Assistenzeinsatzes für die Ostregion ist. Eine vorgestern publizierte Umfrage zeigt, dass wir hier schon im Mai absolut richtig gelegen sind. Diese Umfrage bestätigt, dass die Landeshauptleute schon im Frühjahr von den Menschen gespürt haben, wie wichtig diese Frage Sicherheit ist, wie wichtig den Menschen der Assistenzeinsatz ist.
Wenn im Laufe des Assistenzeinsatzes fast 100 000 Illegale aufgegriffen beziehungsweise abgewiesen wurden, dann zeigt das, dass hier eine wichtige Aufgabe im Bereich der Sicherheit übernommen wurde, und auch aktuell zeigt sich, dass die Soldaten durch ihre neue Aufgabe, nämlich Meldungen zu machen, zu helfen, zu informieren, immer mehr Interventionen in den letzten Monaten zu tätigen hatten und auch mehr Interventionen durchgeführt haben.
Ich bin dem Präsidenten und ich bin Ihnen sehr dankbar, dass Sie sich gestern ebenfalls mit dem Thema Sicherheit beschäftigt haben, und ich glaube, dass wir vor allem in der Ostregion versuchen müssen, diesen Assistenzeinsatz aufrechtzuerhalten beziehungsweise in Zukunft mehr Polizisten zu bekommen.
Es ist aber natürlich auch wichtig, dass wir in den Bundesländern Strukturen schaffen, dass es eine möglichst gute medizinische Versorgung gibt und dass die beste Bildung für die Kinder, Bildung für die Jugend, die ich bereits angesprochen habe, einen sehr hohen Stellenwert hat. All das kostet natürlich Geld.
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