betreuungsgeld so, wie wir es jetzt weiterentwickeln mit ganz umfassenden Neuerungen, hier auch tatsächlich beschlossen wird und tatsächlich mit 1. Jänner 2010 Realität wird.
Ja, wir wissen, es ist komplex, aber viele Wahlmöglichkeiten heißt, sich einfach aus vielen verschiedenen individuellen Möglichkeiten etwas auswählen zu können. Familien sind nicht alle gleich, Familien sind individuell absolut unterschiedlich, und genauso unterschiedlich müssen die Rahmenbedingungen sein, die Familien auch tatsächlich brauchen. Wir sind uns dessen bewusst, aber hier liegt es – das wurde mehrfach gesagt – an der umfassenden Informationstätigkeit, und Sie können sicher sein, dass wir hier auch die bestmögliche maximale Information und Beratung für die Familien zur Verfügung stellen werden. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, und wir sehen auch an den Gesprächen jetzt, an den vielen E-Mails, die wir bekommen, dass die Familien sich durchaus auch jetzt schon informieren und viel besser informiert sind, als so mancher hier und auch in der politischen Diskussion das vielleicht glaubt.
Ganz wichtig ist es uns, mit diesem Paket Mut zum Kind zu machen. Wir haben eine im europäischen Vergleich sehr, sehr geringe und fast beschämende Geburtenrate, etwa 1,4 Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter. Das ist viel zu wenig. Der Blick nach Schweden zahlt sich hier durchaus aus. Dort sind es etwa – nicht ganz noch, aber fast – zwei Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter. Das heißt, das ist genau der Weg, wo wir hinkommen müssen, dass wir hier wirklich an den Rahmenbedingungen bauen. Alleine – das sei in Richtung BZÖ und auch Freiheitliche gesagt – Geld an die Familien zu zahlen – wir sind eines der Länder mit den höchsten Familientransferleistungen – bringt nicht mehr Kinder. Wir haben über viele Jahre finanziell sehr viel an den Familienleistungen gebaut, die Geburtenrate konnten wir damit nicht heben.
Jetzt war es an der Zeit, die Services für die Familien, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Ein ganz wichtiger Kraftakt liegt auch bei der Kinderbetreuung, und das über viele Jahre. Stichwort: 70 Millionen jährlich für das letzte Kindergartenjahr, das auch insgesamt einen Schub für mehr Kinderbetreuung bringen wird. Es gibt auch eine weitere 15a-Vereinbarung mit den Ländern für den Ausbau der Betreuung der Null- bis Dreijährigen, denn selbstverständlich dürfen wir hier nicht nur das Kinderbetreuungsgeld sehen, sondern es muss massiv mehr Kinderbetreuungsangebote gerade für die Unterdreijährigen geben. Wenn die Karenzdauer ein Jahr beziehungsweise 14 Monate beträgt, braucht es natürlich da auch entsprechend mehr Kinderbetreuungsangebote.
Ich darf ganz kurz auf die Kritikpunkte und die Argumente auch in den Reden eingehen. Frau Bundesrätin Mühlwerth hat gesagt, es sind in der Mehrzahl nach wie vor – beziehungsweise ohne „nach wie vor“ – Mütter. Ja, genau deswegen machen wir ja hier etwas, um auch massiv mehr Väter ansprechen zu können. Wobei ich überrascht bin, Herr Bundesrat Zangerl, wenn Sie sagen, da ist gar nichts drinnen für die Väter. 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens ist ein ganz massiver Hebel, um natürlich die Väter anzusprechen. Wenn Sie ein bisschen über die Grenzen Österreichs hinausschauen, dann ist überall dort, wo es solche Systeme gibt, der Väteranteil – Deutschland ist hier auch einen Vergleich wert – bei etwa 20 Prozent, und es ist auch unser Ziel, in diese Richtung zu kommen.
Herr Bundesrat Zwanziger, 5 Prozent der Väter sind es jetzt gerade, und wir gehen davon aus, dass es mittelfristig 20 Prozent sind. Datensicht vor der Rede schadet grundsätzlich nicht. Im Vollausbau wird Kinderbetreuung eine Milliarde kosten, sagen Sie. Das sind die Kosten derzeit, und etwa in dieser Größenordnung werden die Kosten sich auch weiterhin bewegen.
Herr Bundesrat Zangerl, Sie haben auch die Tatsache erwähnt, dass es vor der Geburt nicht möglich ist, Wochengeld und Kinderbetreuungsgeld gleichzeitig zu beziehen. Dazu bekennen wir uns auch. Wir haben hier eine Bereinigung vorgenommen, weil nach
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