BundesratStenographisches Protokoll781. Sitzung / Seite 69

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Forschungseinrichtungen fließen, effizient eingesetzt werden, denn dann haben wir einen Mehrwert, sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrenden als auch für die Steuerzahler insgesamt.

Das waren grob meine drei Maximen. Ich möchte jetzt noch kurz darauf eingehen, wel­che Punkte im Einzelnen ich in der nächsten Zeit behandeln möchte und welche Punk­te mir für meine weitere Tätigkeit besonders wichtig erscheinen.

Hier möchte ich zuerst den „Dialog Hochschulpartnerschaft“ ansprechen. Der „Dialog Hochschulpartnerschaft“ wurde ja von meinem Vorgänger Gio Hahn im Herbst ins Le­ben gerufen. Er gliedert sich in fünf Arbeitsforen, und in diesen fünf Arbeitsforen wird über die zukünftige Ausrichtung unserer Hochschulen diskutiert. Die Arbeitsforen be­schäftigen sich mit verschiedenen Themen wie Hochschulzugang, Finanzierung der Hochschulen, Bologna-Modell, wie das in Österreich umgesetzt werden soll, oder auch mit der Frage der gesellschaftlichen Aufgaben unserer Hochschulen, eine ganz wichti­ge Frage. Eine weitere ganz wichtige Frage ist das Zusammenspiel zwischen den ein­zelnen Hochschuleinrichtungen in Österreich, das Zusammenspiel zwischen öffentli­chen Universitäten, privaten Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hoch­schulen.

Wir dürfen nicht vergessen, in unserer Hochschullandschaft gab es lange nur öffentli­che Universitäten, private Universitäten kamen erst sehr spät hinzu. Fachhochschulen haben wir in Österreich erst seit 15 Jahren, und auch die Pädagogische Hochschule ist noch eine sehr junge Einrichtung. Und jetzt zeigt sich, dass wir hier darauf achten müs­sen, wo die Profile, die Rollen der einzelnen Einrichtungen im Hochschulsektor liegen, denn erst wenn das geklärt ist, sind die von mir angesprochenen Kooperationen mög­lich. Die Hochschulen in Österreich müssen sich ihrer Rolle, ihres Profils bewusst sein. Auch das ist ein ganz, ganz wichtiger Diskussionspunkt im Rahmen des „Dialogs Hochschulpartnerschaft“.

Wie gesagt, ich setze auf diesen „Dialog Hochschulpartnerschaft“ und bedanke mich bei allen, die sich hier einbringen. Es findet eine sehr breite Diskussion statt, und ich bin froh, dass es diese breite Diskussion gibt, erwarte mir viele Empfehlungen als Er­gebnis dieses Dialogs und werde diese Empfehlungen in meiner weiteren Politik natürlich auch heranziehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich bereits angesprochen habe, ist der Konnex zwi­schen Wissenschaft und Wirtschaft. Wir werden uns stärker die Frage stellen müssen: Was können Universitäten zur Konsolidierung und zum Wirtschaftswachstum beitra­gen? Ich habe schon gesagt, dass unsere Universitäten und unsere Fachhochschulen auch ein wichtiger Innovationsmotor, ein echter Innovationsturbo sind. Und da muss man sich natürlich schon die Frage stellen: Was können denn diese wichtigen Einrich­tungen zum Wirtschaftswachstum, zur Konsolidierung noch beitragen? Auch da müs­sen sich die Universitäten und die Fachhochschulen ihrer Rolle bewusst sein.

Der dritte wichtige Punkt ist die innerösterreichische Umsetzung des Bologna-Prozes­ses. Wie gesagt, das wird auch im Rahmen des Hochschuldialogs diskutiert, aber ich möchte diesen Punkt extra hervorheben, weil er mir ganz wichtig erscheint.

Wir müssen, wenn wir vom Bologna-Prozess reden, zwei Ebenen unterscheiden. Es gibt die europäische Ebene, wo hinter diesem Bologna-Prozess eine sehr, sehr gute Idee steht. Es geht hier nämlich um die Schaffung eines europäischen Hochschul­raums, und damit werden unseren Studierenden, unseren Absolventen und Absolven­tinnen großartige Chancen geboten. Es wird ihnen die Chance zu mehr Mobilität gebo­ten, indem ihre Studienleistungen anrechenbar und in Gesamteuropa vergleichbar sind, und das ist ein wichtiger Fortschritt.

 


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