hältnis zum Bergsteigen und auch zum Skisport haben. Das sind vor allem Slowaken, Tschechen, Polen, die hier noch viel einbringen wollen. Das sollten wir durchaus nutzen, daher zielt ein zweiter Teil der Kampagne auf diesen Bereich ab. (Präsident Mitterer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Es ist heute bereits die neue Strategie angesprochen worden. Wir haben schon bemerkt, nur zu sagen: Wir hatten schon immer ein tolles Angebot, das ist so!, wird nicht funktionieren. Das haben uns auch Tourismusexperten gesagt. Gerade in der Krise muss man die Anstrengungen verschärfen. Deswegen haben wir eine neue Strategie entwickelt, gemeinsam mit allen Stakeholdern, die in diesem Bereich beteiligt sind. Die Strategie baut unter anderem darauf auf, dass wir in Österreich landschaftlich bestimmte USP haben: Die Alpen, die Seen und die Donau, natürlich auch den Großstadtbereich mit den Kulturdenkmälern. Das müssen wir – gerade was den Großstadtbereich anbelangt, in dem es Einbrüche gibt – noch verstärken und besser besetzen, und in diesem Zusammenhang auch das Marketing und die Förderungen entsprechend ausrichten.
Es war eine zweite Erfahrung, dass es nicht so ist, wie manche glauben, nämlich dass es einen eindeutigen Trend gibt. Der Trend ist, keinen Trend zu haben. Natürlich gibt es einen Zyklus, ähnlich wie von Kondratjew beschrieben: Der nächste ist Tourismus, Wellness, Gesundheit, aber im Endeffekt geht es genauso um Familien, um Aktivitäten wie Sport, beispielsweise Radfahren und so weiter.
Alles, was man in dieser Form wirklich gut propagiert, hat auch Chancen auf Erfolg. Das wollen wir entsprechend forcieren, daher haben wir die Förderungen umgestellt. Es gibt thematische Förderungen und Basisförderungen. Gerade wo es darum geht, schnell zu agieren, haben wir schon zwei Punkte mittels Kleinförderungen umgesetzt: Radtourismus – also wenn es darum geht, Servicestationen anzubieten – und für Familien, wenn es um familienadäquate Einrichtungen in Hotels und Gaststätten geht. Der dritte Punkt wird sein, dass wir beim Internet ansetzen. Es gibt es eine dritte Förderungsaktion – relativ rasch umgesetzt.
Das hat in Ergänzung zu den Werbeaktivitäten dazu geführt, dass wir bei den Investitionen überall Rückgänge hatten, nicht aber im Tourismus. Dies mag natürlich auch den Hintergrund haben, dass der Tourismus immer schon eine krisengeschüttelte Branche war, die mit rauem Wind besonders gut umzugehen gelernt hat. Das hat sich in der letzten Wirtschaftskrise insgesamt auch bestätigt. Daher glauben wir – in Verbindung mit unseren Landesorganisationen –, inhaltlich und mit der neuen beziehungsweise ergänzten Tourismusstrategie – es hat ja schon eine gegeben – für das Jahr 2010 gut aufgestellt zu sein.
Es war erfreulich, dass wir im Krisenjahr 2009 und auch im Jahr 2010 – die Krise ist ja leider nicht vorbei – im Bereich Tourismus, aber auch im Bereich Handel entsprechende Unterstützung hatten. In den hier von einigen Vorrednern angesprochenen Punkten – was die Qualität der Ausbildung, was die Verlängerung der Ausbildung auf Ganzjahresarbeitsplätze anbelangt, was die so nebenbei von Kollegem Perhab angesprochene Frage der Saisonniers anbelangt – gibt es natürlich noch den einen oder anderen Klärungsbedarf und Verbesserungsbedarf. Wir sind noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angelangt.
Ich glaube aber, trotzdem sagen zu können, dass von der Grundaufbereitung her die Weichenstellungen auch für die Konkurrenzfähigkeit in Zukunft richtig sind, und diese internationale Vergleichsmöglichkeit werden wir gerne in den nächsten Bericht einarbeiten. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
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