preise?) Du kannst dir die Statistiken gerne anschauen! (Neuerlicher Zwischenruf des Bundesrates Tiefnig.) – Ich nehme an, diese Statistiken sind richtig, denn ich habe sie von der Webseite des Lebensministeriums heruntergeladen!
Der Weg ist eindeutig: Die kleinen Betriebe werden weniger, und die Großbetriebe werden mehr. Der Trend ist eben so: Je kleiner der Betrieb, desto schneller stirbt er. Je größer der Betrieb, desto länger lebt er.
Der Strukturwandel, sehr geehrte Damen und Herren, ist schon lange im Laufen. Wie schon einmal gesagt: Wenn Österreich zum Agrarindustriestaat werden soll, dann können wir so weitermachen. (Zwischenruf des Bundesrates Kainz.) Herr Kollege, wenn wir das wollen, dann machen wir so weiter. (Zwischenruf des Bundesrates Tiefnig.) Wenn wir aber Vielfalt und Qualität erhalten wollen, dann brauchen wir – dieser Meinung war auch schon der Vorgänger – eine klein strukturierte Landwirtschaft und müssen wir in der Förderpolitik etwas ändern. (Demonstrativer Beifall der Bundesrätin Kerschbaum.)
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Entwicklung ist nicht gottgewollt, sondern man kann etwas dagegen tun. Welche Maßnahmen wären da möglich? Wichtig ist eine Deckelung. Diese Diskussion haben wir schon einmal kurz im landwirtschaftlichen Ausschuss geführt. Ich würde mir wünschen, dass man sich dieser Frage einer Deckelung der Betriebsförderungen auch im Nationalrat, im Ministerium und in anderen Bereichen annimmt! (Beifall bei der SPÖ.)
Kollege Keuschnigg hat das auch schon ein bisschen in diese Richtung angesprochen: Es sind eine bessere fördertechnische Berücksichtigung des Faktors Arbeit sowie weitere Unterstützungen im Bereich der Veredelung der landwirtschaftlichen Betriebe vonnöten. Sehr geehrte Damen und Herren! Das ist ein ganz wichtiger Punkt! Wenn wir wollen, dass für die landwirtschaftlichen Produkte etwas bezahlt wird, dann wird es nicht genug sein, Rohstoffe zu produzieren, sondern dann müssen wir Endprodukte produzieren. Diesbezüglich sind wir auf dem richtigen Weg. Das geschieht vielfach schon. Aber wir müssen diesen Weg konsequent weiter beschreiten, und dazu brauchen wir auch eine Verbesserung der Bildungsstruktur in der Landwirtschaft.
Herr Minister, ich kann mich daran erinnern, dass es bei der letzten Sitzung, in der wir einander begegnet sind, um die Mittel in den landwirtschaftlichen Fachschulen gegangen ist. Leider sind diese Mittel noch nicht gekommen, und ich würde mir wünschen, dass diese kommen! In der Steiermark kommt es nämlich bereits zu den ersten Schulschließungen, und ich glaube, Kollege Keuschnigg, dass dieser Weg gerade im Sinne einer ländlichen Entwicklung nicht der richtige ist!
Wichtig sind auch eine weitere Unterstützung der Biobetriebe und der umweltnahen Produktion, eine weitere Verbesserung im Bereich der Landwirte als Energielieferanten mit dazugehörigem Ressourcenmanagement sowie eine weitere Verstärkung – das ist auch ganz wichtig für die Tiroler und für die ganze Republik! – des touristischen Segments im Bereich der Land- und Forstwirtschaft.
Sehr geehrte Damen und Herren, mir ist vollkommen klar: Es gibt nur begrenzte Fördermittel, und diese werden in Zukunft eher geringer als mehr sein. Deshalb wiederhole ich: Ohne diese Deckelung im landwirtschaftlichen Förderbereich wird es nicht funktionieren. Wenn wir die Großbetriebe so weiterfördern, dann werden wir nur Großbetriebe bekommen. Daher müssen wir die Fördermittel deckeln! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Bundesräten der Grünen.)
Abschließend: Der land- und forstwirtschaftliche Sektor ist von großer Bedeutung für uns und unser Land. Lassen Sie uns deshalb im Interesse der Bäuerinnen und Bauern
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